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Kosten von 90 Millionen Euro

Feuerwehr Karlsruhe bezieht feierlich neue Hauptfeuerwache

Festakt am Donnerstag: Die Feuerwehr Karlsruhe hat ihre neue Hauptfeuerwache bezogen. Das Projekt hat 90 Millionen Euro gekostet. Jetzt haben die Feuerwehrleute unter anderem eine eigene Sporthalle.

Nach 95 Jahren am alten Standort zieht die Feuerwehr Karlsruhe offiziell in die Hauptfeuerwache um. Foto: Peter Sandbiller

Mit Pauken und Trompeten fuhren am Donnerstag Löschzug und Sonderfahrzeuge in die neue Hauptfeuerwache entlang der Wolfartsweierer Straße ein. Nach 95 Jahren im alten Domizil in der Ritterstraße steht den Feuerwehrleuten nun ein moderner, sechsgeschossiger Gebäudekomplex in Passivhaus-Standard zur Verfügung.

Allerdings: Umgezogen sind die Brandbekämpfer bereits im April. Die Integrierte Leitstelle (ILS) residiert dort bereits seit 2017. Coronabedingt wurde der Festakt auf den Donnerstag verschoben.

Naturgemäß waren etliche Gratulanten gekommen, um das 90 Millionen-Euro-Projekt (jeweils zwei Drittel für die Feuerwache, ein Drittel für die ILS) zu würdigen.

Mentrup spricht von neuer Hauptfeuerwache als „echter Landmarke“

Von einer „echten Landmarke, einem Bekenntnis zur Sicherheit“ sprach Karlsruhes OB Frank Mentrup (SPD). Für die Verlegung der zentralen Wache von der Südweststadt in die Nähe des Oststadt-Kreisels hätten viele Gründe gesprochen: zum einen die verkehrsgünstige Lage mit schneller Anbindung an Südtangente und Autobahn.

Zum anderen sei die alte Wache räumlich zu beengt gewesen. Die Brandbekämpfer hätten nun deutlich mehr Aufenthaltsqualität.

„Außerdem haben wir hier mit den Rettungsdiensten, der Feuerwehr und der Einsatzplanung Katastrophenschutz ein absolutes Kompetenzzentrum, das sich um die Sicherheit unserer Bürger kümmert“, betonte der Rathauschef. Wie unverzichtbar eine derartige Einrichtung sei, habe nicht zuletzt die Flutkatastrophe in NRW und Rheinland-Pfalz gezeigt.

Dieses Gebäude ist ein architektonisches Ausrufezeichen, das Funktionalität, Ästhetik und Nachhaltigkeit vereint.
Wilfried Klenk, Staatssekretär

Voll des Lobes war auch Baden-Württembergs Staatssekretär Wilfried Klenk (Innenministerium), der von Karlsruhes Regierungspräsidentin Sylvia Felder begleitet wurde, und von einem Leuchtturmprojekt sprach. „Dieses Gebäude ist ein architektonisches Ausrufezeichen, das Funktionalität, Ästhetik und Nachhaltigkeit vereint.“

Für uns ist das heute ein sehr emotionaler Moment.
Florian Geldner, Branddirektor

Den Landes-Zuschuss für die ILS bezifferte er auf 700.000 Euro, für die Wache auf 1,6 Millionen Euro. Seinen Dank aller am Bau Beteiligten formulierte Karlsruhes Branddirektor Florian Geldner. „Für uns ist das heute ein sehr emotionaler Moment“, sagte er und überreichte Feuerwehrhelme als Präsente an diverse Akteure, unter anderem an den zuständigen Architekten Florian Schramm.

Dachlandschaft begeistert Karlsruher Feuerwehrleute

Rund 50 bis 60 Feuerwehrleute im Schichtdienst und Verwaltungsfachkräfte tun in der neuen Zentrale ihren Dienst. Im Anschluss des offiziellen Teils hatten die Besucher die Gelegenheit, das 125 Meter lange Gebäude näher zu inspizieren. Die geräumige Fahrzeughalle als Herzstück ebenso wie die zahlreichen Werkstätten im Erdgeschoss.

In den oberen Etagen befinden sich unter anderem Sporthalle, Aufenthalts- und Ruheräume. Speziell von der begrünten, rund 4.000 Quadratmeter großen Dachlandschaft, die ein wenig wie ein Park anmutet, zeigten sich viele begeistert. Trotz aller Modernität fehlen aber auch nicht die klassischen Rutschstangen, welche die Wehrleute schneller zum Einsatzfahrzeug bringen.

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