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Grüne Bundestagskandidatin

Die Energiewende als Herzensthema: Zoe Mayer will für Karlsruhe nach Berlin

Klimawandel, erneuerbare Energien, Tierschutz: Die Grünen-Bundestagskandidatin Zoe Mayer brennt für ihre Themen. Im Karlsruher Tollhaus stimmt sie ihre Anhänger auf den Wahlkampf ein – und gibt gleichzeitig persönliche Einblicke.

Wahlkampfauftakt in Karlsruhe: Mit Leonie Wolf, Mitglied der Wahlkampfkommisision der Grünen (links), diskutiert die Bundestagskandidatin Zoe Mayer im Tollhaus über ihre politischen Ziele. Foto: Jörg Donecker

Zoe Mayers Ziel ist klar: Sie will im Herbst in den Bundestag einziehen und Karlsruhe in Berlin vertreten. „Der Rückhalt für die Grünen in der Gesellschaft ist so groß wie nie zuvor“, betont Mayer beim Wahlkampfauftakt ihrer Partei im Karlsruher Kulturzentrum Tollhaus.

Gerade durch die Flutkatastrophe sei das Thema Klimawandel bei den Menschen verstärkt in den Fokus gerückt. Die momentanen Bilder aus weiten Teilen Deutschlands seien erschreckend – damit Wahlkampf machen möchte Zoe Mayer aber nicht.

Sie möchte dieses Thema eher auf die Sachebene heben: „Wir wissen, dass sich solche Extremwettersituationen mit dem fortschreitenden Klimawandel deutlich erhöhen werden.“

Wir brauchen konsequenten Klimaschutz.
Zoe Mayer, Bundestagskandidatin

Deswegen brauche es „konsequenten Klimaschutz“, fordert Mayer, die bei der Wahl am 26. September das Direktmandat holen möchte. Man müsse in den kommenden vier Jahren alles daran setzen, den Klimawandel aufzuhalten, andernfalls rücke das 1,5-Grad-Ziel in weite Ferne.

Dafür will die Grünen-Politikerin unter anderem den Ausbau der erneuerbaren Energien voranbringen – für die Wirtschaftsingenieurin ist die Energiewende ein Herzensthema. „Dafür brenne ich“, sagt Mayer, die in diesem Bereich gerade ihre Doktorarbeit schreibt.

Auch das Thema nachhaltige Infrastruktur hat sie auf der Agenda, ebenso den Verkehr. Hier ist es Mayer wichtig, den ÖPNV weiter auszubauen. Beim Thema Landwirtschaft hat sie den Ausstieg aus der Massentierhaltung im Blick. Der Tierschutz ist ihr schon immer ein Anliegen gewesen, dieses Thema hat die 25-Jährige überhaupt erst zu den Grünen geführt. Bei einer Podiumsdiskussion erinnert sich Zoe Mayer im Tollhaus gemeinsam mit Wegbegleitern an ihre Anfänge in der Politik.

Schon mit 14 Jahren ist Zoe Mayer politisch aktiv

„Ich war 14 und wollte eine Tierschutz-Demo organisieren“, blickt Mayer zurück. „Das war aber gar nicht so einfach.“ Sie macht sich damals im Internet schlau und stößt auf die Grüne Jugend Karlsruhe. „Da bin ich hängengeblieben“, erzählt Zoe Mayer und lacht.

Auch der Grünen-Landtagsabgeordnete Alexander Salomon – er sitzt mit Mayer auf dem Podium – erinnert sich noch gut an ihre ersten Gehversuche in der Politik. „Ich hatte den Eindruck, dass sie ambitioniert ist“, sagt der Grünen-Politiker. Er ist es auch, der Zoe Mayer ermutigt, sich im Vorstand der Grünen Jugend zu engagieren.

Ich bin als 60-Jährige in den Gemeinderat eingezogen und ich habe von einer 21-Jährigen gelernt.
Stadtrats-Kollegin Verena Anlauf

Mit diesem Engagement hat Zoe Mayer nicht mehr aufgehört. Und sie zieht andere mit: „Ich bin als 60-Jährige in den Gemeinderat eingezogen“, erzählt Mayers Stadtrats-Kollegin Verena Anlauf. „Und ich habe von einer 21-Jährigen gelernt“, so die Kommunalpolitikerin über die Grünen-Fraktionsvorsitzende Zoe Mayer. Mit ihr kommuniziere man immer auf Augenhöhe.

Verena Anlauf und Zoe Mayer: Mit Humor in der Karlsruher Gemeinderatssitzung

Gleichzeitig habe die junge Kollegin auch Humor. Gemeinsam haben Anlauf und Mayer ein Spiel entwickelt, um sich in teils sehr langen Gemeinderatssitzungen die Zeit zu vertreiben. „Wir wetten dann, wie lange diese Sitzung wohl dauert“, erzählt Anlauf. Die Gewinnerin bekommt von der anderen einen Teebeutel.

Ich vertraue auf diese junge Crew.
Sylvia Kotting-Uhl, scheidende Bundestagsabgeordnete

Dass ihr Alter immer wieder Thema ist, sieht Zoe Mayer gelassen. Nicht einmal ein Prozent der Bundestagsabgeordneten sei unter 30, dabei sei es für eine Demokratie wichtig, „dass alle Gruppen repräsentiert sind“. Die scheidende Grünen-Bundestagsabgeordnete Sylvia Kotting-Uhl glaubt an die Nachwuchskräfte: Sie sei froh, dass auf der baden-württembergischen Landesliste viele junge Menschen vertreten sind. „Ich vertraue auf diese junge Crew, die in einer Regierungspartei nicht nachlassen wird“, so Kotting-Uhl.

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