Skip to main content

Alle Infos im Überblick

Zoo Karlsruhe während Corona: Öffnungszeiten, Preise, Tiere – das müssen Besucher wissen

Auch in Corona-Zeiten ist ein Besuch im Zoo Karlsruhe möglich. Besucher müssen aber bei den Tickets, beim Eintritt und im Zoo einige Corona-Regeln beachten. Alle Infos gibt’s im BNN-Überblick.

Als Tierschutzprojekt bietet der Zoo Karlsruhe eine Altersresidenz für Elefanten an, zum Beispiel für nicht mehr reisende Zirkus-Elefanten. Foto: Isabel Ruf

Der Zoo Karlsruhe ist mit seinen vielen Tieren, Tier-Erlebniswelten und Erholungsmöglichkeiten eines der beliebtesten Ausflugsziele für die Bürger.

Aufgrund der Corona-Pandemie müssen die Besucher im Karlsruher Zoo Verschiedenes beachten. Hier gibt es die Corona-Regeln im Zoo Karlsruhe im Überblick.

Aktuell gilt die 3G-Regel im Karlsruher Zoo – man muss also geimpft, getestet oder genesen sein. Die Besucheranzahl ist begrenzt, deswegen besteht Reservierungspflicht.

Inhalte auf dieser Seite:

Die Erdmännchen und besonders auch ihr Nachwuchs sind extrem beliebt bei den Besuchern im Zoo Karlsruhe. Foto: Isabel Ruf

Corona-Regeln im Zoo Karlsruhe: Das gilt es zu beachten

Aufgrund der Corona-Pandemie musste der Karlsruher Zoo mehrfach schließen. Aktuell ist der Zoo Karlsruhe geöffnet. Der Eintritt ist mit Jahreskarte oder Einzelticket, das vorab gebucht werden muss, möglich.

Besucher müssen aber vor dem Eintritt nachweisen, dass sie geimpft, genesen oder getestet sind (3G-Regel). Für Letzteres ist ein negativer Corona-Test, der nicht älter als 24 Stunden ist, nötig. Kinder unter sechs Jahren sind von der Nachweispflicht ausgenommen, Gleiches gilt für noch nicht eingeschulte Kinder und Schüler von Grundschulen, weiterführenden Schulen und beruflichen Schulen sowie sonderpädagogischen Einrichtungen.

Es gilt Registrierungspflicht, die über den Kauf eines Tickets bei Einzeleintritten funktioniert. Zudem kann die Regis­trie­rung über das Luca-System vor Ort erfolgen. Jahreskarten-Inhaber müssen nicht reservieren, sie werden durch ihre Daten registriert und können direkt zu einem der Eingänge gehen. Auch Kinder unter sechs Jahren brauchen keine Vorab-Reservierung.

Tagestickets und Gondoletta-Fahrkarten können mit der App eTicket@KA sowie ohne Smartphone-App unter https://eticket-ka.de/fa­ci­li­ties gekauft werden. Online-Tickets können an beiden Eingängen auf dem Smartphone oder ausgedruckt am Einlass vorgezeigt werden. Jahreskarten und weitere Produkte kann man im regulären Online-Shop erwerben.

Maskenpflicht und Führungen

Im Karlsruher Zoo gilt an bestimmten Bereichen OP- oder FFP2-Maskenpflicht, zum Beispiel im Eingangsbereich, an den Gondoletta-Zustiegen, in den Tierhäusern, beim Anstehen oder an den Toiletten. Außerdem ist der Mindestabstand einzuhalten.

Die Australien-Anlage und der Streichelzoo sind geöffnet, auch das Exotenhaus und das Raubtierhaus können wieder besucht werden. Die weiteren Tierhäuser sind geschlossen. Gondolettas sind in Betrieb. Die Gastronomie im Karlsruher Zoo hat geöffnet.

Kommentierte Führungen sind mit 25 Personen wieder möglich, sie finden allerdings nicht zu regelmäßigen Zeiten statt. Infos zu den Führungen gibt es unter zooschu­le@­zoo.karlsruhe.de.

Einige Tierhäuser sind im Karlsruher Zoo wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Manche Gebäude sind geöffnet, haben aber eine Einbahnstraßen-Regelung. Foto: Isabel Ruf

Besuch im Zoo Karlsruhe: Öffnungszeiten und Tickets

Öffnungszeiten Karlsruher Zoo

Der Karlsruher Zoo hat täglich geöffnet, allerdings unterscheiden sich die Öffnungszeiten je nach Jahreszeit. Prinzipiell ist ein Besuch im Zoo bis Einbruch der Dunkelheit möglich. Die Tierhäuser schließen aber im Winter (Oktober bis März) um 17 Uhr und im Sommer (April bis September) um 18 Uhr.

Eingangszeiten an den Kassen:

November bis Februar9 bis 16 Uhr
März und Oktober9 bis 17 Uhr
April bis September9 bis 18 Uhr

Hunde sind im Zoo Karlsruhe nicht erlaubt, um die vielen freilaufenden Vögeln zu schützen. Hingegen können Assistenzhunde wie Blindenhunde mitgenommen werden. Im Tierpark Oberwald dürfen Hunde (an der Leine) jedoch mitgeführt werden. Auch Fahrzeuge wie Fahrräder, Roller, Tretautos sowie Inliner und Skateboards sind im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe nicht erlaubt.

Was kostet der Eintritt im Zoo Karlsruhe?

Für den Zoo gibt es Tageskarten für Einzelpersonen und Jahreskarten. Ein Tagesticket für Erwachsene kostet 11 Euro, für Kinder 5 Euro. Außerdem können Tickets für die Gondoletta sowie Familienjahreskarten und Kombikarten (inklusive Zoo Landau und Zoo Heidelberg) gekauft werden. Inkludiert ist der so genannte Artenschutz-Euro. Wer diesen aber nicht bezahlen möchte, sollte dies an der Kasse mitteilen.

Tickets können auch vorab im Online-Shop des Zoos gekauft werden. Ausgedruckt oder auf dem Handy, öffnen sie die Drehkreuze an den Zugängen. Ein Anstehen an der Kasse ist dann nicht erforderlich.

Preise der Tagestickets (mit Artenschutz-Euro in Klammer)

Erwachsene 11,00 Euro (12,00 Euro)
Ermäßigt* 9,00 Euro (10,00 Euro)
Kinder (zwischen 6 und 15 Jahren)5,00 Euro
Kinder unter sechs Jahrenkostenlos

*Ermäßigte Tickets erhalten Rentner, Pensionäre, Schüler (ab 15 Jahren), Studenten, Schwerbehinderte, Bundesfreiwilligendienstleistende

Eine Stunde vor Kassenschluss gibt es die jeweils um 50 Prozent reduzierte Abendkarte. Für Familien bieten sich entsprechend Kleingruppenkarten an: Für zwei Erwachsene und bis zu vier Kinder unter 15 Jahren kosten sie 29,50 Euro und für einen Erwachsenen mit bis zu vier Kindern 19,50 Euro.

Eine Kombikarte für die Zoos Karlsruhe, Heidelberg und Landau kostet 21,50 Euro für Erwachsene und 10,50 Euro für Kinder. Einen Verbund gibt es zudem mit dem Naturkundemuseum: Mit der Eintrittskarte gibt es innerhalb von vier Wochen einen Euro Rabatt aufs Tagesticket (Ermäßigte 50 Cent).

Ab dem 1. Oktober 2021 werden die Tickets für den Karlsruher Zoo teurer. Dann müssen Erwachsene einen Euro mehr bezahlen (also 12 Euro für reguläre Tickets ohne Artenschutz-Euro), Tickets für Kinder kosten 50 Cent mehr (5,50 Euro). Auch Jahreskarten werden folglich um zwei Euro teurer (44 Euro).

Jahreskarten und Gruppenjahreskarten (mit Artenschutz-Euro)

Jahreskarten für den Karlsruher Zoo für Einzelpersonen und Gruppen ordert man am besten online, allerdings kann man sie auch an der Kasse beantragen. Dafür wird ein Lichtbild benötigt. Jahres- und Gruppenkarten sind zudem inklusive Gondoletta-Fahrten erhältlich.

Erwachsene42,00 Euro (46,00 Euro)
Ermäßigt32,00 Euro (36,00 Euro)
Kinder (zwischen 6 und 15 Jahren)20,00 Euro
Gruppenkarte (2 Erwachsene und bis zu 4 Kinder)105,00 Euro (113,00 Euro)
Gruppenkarte (1 Erwachsene/r und bis zu 4 Kinder)68,00 Euro (72,00 Euro)

Artenschutz-Euro

Wer den Karlsruher Zoo besucht, kann beim Ticketpreis freiwillig den sogenannten Artenschutz-Euro dazugeben. Er wird an der Kasse des Zoologischen Stadtgarten automatisch erhoben, allerdings kann man darauf hinweisen, ihn nicht bezahlen zu wollen. Dann erhält man das Ticket einen Euro günstiger.

Der Artenschutz-Euro hilft der Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe dabei, auf der ganzen Welt Projekte zum Erhalt der Biodiversität und zum Schutz von Tieren zu fördern.

Besuch im Karlsruher Zoo: Adresse, Anfahrt und Parken

Adresse und Eingänge zum Zoo Karlsruhe

Der Zoo Karlsruhe liegt mitten in der Stadt zwischen dem Karlsruher Hauptbahnhof und dem Kongresszentrum. Es gibt zwei Eingänge mit Kassen in den Zoo: Der Eingang Süd ist direkt gegenüber dem Hauptbahnhof, der Eingang Nord befindet sich dagegen am Festplatz zwischen Nancyhalle und Schwarzwaldhalle.

  • Eingang Nord: Am Festplatz 9
  • Eingang Süd: Bahnhofplatz 4

Ausgänge gibt es zudem an der Bahnhofstraße, an der Beiertheimer Allee (Ausgang West) sowie an der Ettlinger Straße (Ausgang Ost).

Auskünfte rund um den Zoo gibt es unter der Telefonnummer (0721) 133-6815. Die Zooverwaltung ist von Montag bis Freitag zwischen 8.00 und 16.00 Uhr unter der Telefonnummer (0721) 133-6801 und per Mail an office@zoo.karlsruhe.de erreichbar. Zudem gibt es im Internet zahlreiche Informationen zum Zoologischen Stadtgarten.

Eine Dependance hat der Karlsruher Zoo mit dem „Tierpark Oberwald“. Deswegen gilt für Besucher: Nach einem 15-minütigen Fußweg vom Zoo trifft man im 16 Hektar großen Areal auf Wildtiere gemäßigter und kalter Zonen wie Wisent und Elch, Przewakski-Pferd und Schneeziege.

Anfahrt: So erreichen Besucher den Zoo Karlsruhe

Wer mit dem Auto zum Zoo kommt, verlässt die Autobahn A5 oder A8 an der Anschlussstelle Karlsruhe-Mitte. Anschließend folgt man den Schildern in Richtung „Zentrum“, später „Hauptbahnhof“ oder „Kongresszentrum“. Das Eisbär-Symbol weist die Richtung zum Zoo.

Autofahrer haben verschiedene Parkmöglichkeiten. Am besten eignet sich eine der beiden Tiefgaragen am Kongresszentrum mit insgesamt 820 Plätzen. Von dort sind es nur wenige Meter bis um Eingang Nord. Wer zum Eingang Süd möchte, parkt am besten in der Hauptbahnhofgarage, dann ist der Weg aber deutlich weiter als auf der Nord-Seite.

Mit dem ÖPNV ist der Karlsruher Zoo mit den Linien S1, S4, S11 und S41 sowie den Tramlinien 2, 3 und 4 zu erreichen. Im Norden des Zoologischen Stadtgartens ist der Hauptbahnhof in direkter Nähe, im Süden ist die Haltestelle Kongresszentrum am nächsten. Je nach Bahnlinie bietet sich auch die Haltestelle Konzerthaus an. Busse halten ebenfalls an der Haltestelle Kongresszentrum.

Gondoletta-Fahrt: Mit dem Boot durch den Karlsruher Zoo

Die rund 50 Gondolettas auf dem Stadtgartensee im Karlsruher Zoo bieten ein besonderes Erlebnis für die Besucher. Anlegestellen gibt es in der Nähe der beiden Eingänge im Norden und Süden des Zoos. Von da aus geht es auf den kleinen Booten über den Stadtgartensee durch einen Kanal zum Schwanensee. Saisonstart der Gondolettas ist um die Osterzeit, dann fahren die Boote bis Anfang Oktober.

Bei der Bootsfahrt mit der Gondoletta können die Gehege der Tiere und die Themengärten aus einer anderen Perspektive erlebt werden. Die große Rundfahrt dauert rund 40 Minuten, man kann auch nur eine 20-minütige halbe Fahrt wählen.

Mit den Gondolettas können Besucher den Karlsruher Zoo aus einer anderen Perspektive erleben. Eine Rundfahrt dauert 40 Minuten. Foto: Isabel Ruf

Preise für die Gondoletta-Fahrt

Erwachsene (Rundfahrt)5,00 Euro
Erwachsene (Halbe Fahrt)3,50 Euro
Kinder (Rundfahrt)3,00 Euro
Kinder (Halbe Fahrt)2,50 Euro

Gruppen ab 25 Personen bezahlen für die Rundfahrt 3,50 Euro pro Person, Kinder 2,50 Euro. Tickets für die Gondolettas gibt es an den Kassen, online und an den Ticketautomaten an den beiden Bootsstegen.

Wer keine Lust auf eine Bootstour hat und lieber hoch hinaus möchte, kann den 40 Meter hohen künstlichen Lauterberg erklimmen, der einen früheren Wasserhochbehälter umschließt.

Tiere und Themenwelten im Zoo Karlsruhe: Von Eisbär bis Elefant

Wappentiere des Karlsruher Zoos sind die Eisbären und Hyazinth-Ara Henry ist Botschafter. Auf seiner Facebook-Seite bietet der Zoologische Stadtgarten Karlsruhe regelmäßig besondere Einblicke in die Welt der Tiere und Tierpfleger. Moderiert werden die „Zoo-Einblicke“ rund um Elefanten, Eisbären und Co. von Zoodirektor Matthias Reinschmidt. Immer als Botschafter an seiner Seite ist Henry, den der Zoochef von Hand aufgezogen hat. Seine Voliere hat der Ara vor der Zooverwaltung zwischen Affen- und Raubtierhaus.

Blaue Superstars: Die Hyazinth-Aras Henry und Indigo, die Zoodirektor Matthias Reinschmidt von Hand aufgezogen hat, stehen in der Gunst des Zoopublikums ganz oben. Foto: Timo Deible/Zoo Karlsruhe

Der Streichelzoo ist besonders für Kinder ein Highlight im Karlsruher Zoo. Hier können die Kleinen Ziegen und Schafe streicheln. Esel, Ponys und Alpakas können ebenfalls angefasst werden, wenn sie an den Zaun kommen. Das Kleintiergehege mit Kaninchen können die Kinder durch kleine Glaskuppeln im Gehege, die sie über einen Krabbeltunnel erreichen, erleben.

Besondere Tiere im Karlsruher Zoo

Neben vielen spannenden Tierarten gibt es einige Besonderheiten im Zoo Karlsruhe. Die Tierwelt wird in Themenbereichen präsentiert. Einzigartig ist das Konzept der Altersresidenz für Asiatische Elefantenkühe: Für Zirkustiere, die nicht mehr reisen sollen, gibt es hier tiergerechte Plätze. Die 3.000 Quadratmeter große Außenanlage wird tagsüber von den Elefanten und abends von den Flusspferden genutzt. Besonders das im Oktober 2019 geborene Baby-Flusspferd Halloween ist Besucher-Magnet.

Weitere Großtiere leben beispielsweise im Affenhaus. Hier hält der Zoo Karlsruhe unter anderem Schimpansen wie den beliebten Benny und Sumpfmeerkatzen. Raubtier-Fans kommen nur wenige Meter weiter auf ihre Kosten: Im Raubtierhaus und den Außengehegen mit Baumstämmen und Sträuchern lebt unter anderem Löwin Safo. Ihre Nachbarn sind Chinaleoparden, Salzkatzen und Zebramangusten. Für die Kattas wird auf der Insel im Ludwigsee gebaut.

Themenwelten: Vom Himalaya über Afrika zum Wasser

Weitere Raubtiere gibt es aber auch in der „Bergwelt Himalaya“. In einer rund 1.300 Quadratmeter großen Anlage am Fuße des Lauterbergs mit Felsen und Bach leben hier Schneeleoparden. Die Tiere sind ebenso vom Aussterben bedroht wie ihr Nachbar: der beliebte Rote Panda. In der „Tierwelt Australiens“ leben Kängurus und Emus. Nasenbären sind in ihrer Anlage am Lauterberg zu beobachten, auch die Luchse ziehen an den Lauterberg um.

Durch Panoramascheiben haben die Besucher im Karlsruher Zoo Blick auf die Schneeleoparden in der „Bergwelt Himalaya“. Schneeleopardin Dinata, die in Karlsruhe geboren wurde, zog aus Zucht-Gründen nach Krakau um. Foto: Zoo Karlsruhe/Timo Deible

Für die Giraffen, Zebras, Antilopen, Erdmännchen, Strauße und Watussi-Rinder entsteht aktuell eine erweiterte „Afrika-Savanne“. Dabei werden die Einzelanlagen zu einer großen Fläche zusammengefügt. Im Giraffenhaus können Besucher den besonderen Tieren dann von einer Plattform aus auf Augenhöhe begegnen. Im „Lebensraum Wasser“ geht es zu weiteren besonderen Tieren. Hier zeigen sich den Besuchern Eisbären, Seehunde, Seelöwen und Pinguine. Durch große Unterwasserfenster kann man den Eisbären auch beim Schwimmen und Tauchen zuschauen.

Mit dem Exotenhaus hat der Zoo seit 2015 eine Allwetter-Attraktion. Es beherbergt 2.000 Tiere in 100 Arten – Säugetiere, Vögel, Reptilien, Amphibien und Fische. Während oben bunte Vögel wie zwei Tukane und ein Riesenhornvogel sowie Affen unterwegs sind, kann man unten unter anderem Riesenschildkröten und Stumpfkrokodile sehen.

Fütterungen der Tiere im Karlsruher Zoo

Fütterungen in der Corona-Zeit

Kommentierte Fütterungen der Zoo-Tiere finden aktuell nur in unregelmäßigen Abständen statt für maximal 25 Personen. Infos gibt es unter zooschu­le@­zoo.karlsruhe.de.

Für Besucher herrscht im kompletten Zoo ein Fütterungsverbot – zum Schutz der Tiere. Ausnahme ist das Futter aus dem Automaten im Streichelzoo. Kommentierte Fütterungen gibt es normalerweise zu den folgenden Uhrzeiten:

  • 10.00 Uhr Elefanten
  • 10.30 Uhr Pinguine
  • 11.00 Uhr Seelöwen, anschließend Seehunde
  • 11.30 Uhr Schimpansen
  • 12.00 Uhr Eisbären
  • 13.45 Uhr Zwergotter
  • 14.00 Uhr Pelikane
  • 14.30 Uhr Schimpansen
  • 15.00 Uhr Raubkatzen (außer montags und freitags)
  • 15.30 Uhr Pinguine
  • 15.50 Uhr Elefanten, anschließend Flusspferde
  • 15.50 Uhr Nasenbären
  • 16.00 Uhr Seelöwen, anschließend Seehunde
  • 16.15 Uhr Zwergotter
  • 17.00 Uhr Giraffen

Fütterungen sind im Karlsruher Zoo stets beliebt. Besonders bei den Seehunden herrscht dann wildes Treiben. Foto: Timo Deible/Zoo Karlsruhe

Tier-Patenschaften im Karlsruher Zoo übernehmen

Ab 50 Euro Jahresbeitrag kann man Pate für ein Zootier werden, erhält eine Urkunde und wird zum Patentag eingeladen. Bei Großtieren ist es auch möglich, eine Teilpatenschaft abzuschließen. Mit dem durch die Tier-Patenschaften eingenommenen Geld wird die Arbeit des Zoos aktiv unterstützt. Das Geld fließt in Essen, Spielzeuge, Gehege, aber auch in die Projekte zur Arterhaltung bestimmter Tiere.

Prominente Paten im Karlsruher Zoo sind Frank Elstner (des weißen Bennett-Wallabys Frank) und Thomas Gottschalk von Nasenbär Thommy.

Thomas Gottschalk und sein „Patenkkind“, Nasenbär „Thommy“, lernen sich im Karlsruher Zoo kennen. Foto: Timo Deible/Zoo Karlsruhe/dpa

Je nach Patenschaft erhält man unterschiedliche Vorteile. Diese reichen über die Einladung zum Patentag und weiteren Veranstaltungen bis zu einer Jahreskarte. Die Zoofreunde Karlsruhe e.V. betreuen die Tier-Patenschaften und liefern weitere Informationen zum Thema.

Was hinter der Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe steckt

Der Artenschutz-Euro, der an der Kasse des Zoo Karlsruhe erhoben wird, kommt Freiland-Projekten zugute, die die Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe fördert. Ein Überblick über die internationalen Artenschutz-Projekte:

  • Ecuador: Am Westhang der Anden bei Mindo werden auf 24 Hektar der Nebelwald mit seiner immensen Biodiversität geschützt und ehemalige Weideflächen wieder aufgeforstet. Es ist das eigene Projekt der Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe.
  • Sri Lanka: Auffangstation für Elefanten-Waisen in Udawalawe. Die Artenschutzstiftung finanziert Satelliten-Halsbänder für die Wiederauswilderung der Tiere.
  • Kenia: WWF-Projekt zum Erhalt der großen Tierwanderwege in der Masai-Mara. Die Artenschutzstiftung finanziert ein eigenes Projektgebiet.
  • Borneo: Die Kobus-Auffang- und Auf­zucht­sta­tion für Orang-Utans in Ost-Borneo von Willie Smits wird unterstützt.
  • Vietnam: Kooperation mit dem Auswilderungsprojekt für die hoch bedrohten Edwards-Fasane.
  • Indonesien: Projekt für den Erhalt des Orangehaubenkakadus. Auf Sumba werden Verhalten und Brutbiologie der letzten dortigen Orangehaubenkakadus erforscht.
  • Australien: Koala-Hilfe nach der Brandkatastrophe. Unterstützung unter anderem für die Koala-Auffangstation von Anika Lehmann.
  • Lokale und regionale Projekte wie die Förderung der Wildbienen und weiterer Insekten sowie Nisthilfen für Mehlschwalben.

Spendenkonto der Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe: Volksbank Karlsruhe, IBAN: DE07 6619 0000 0000 2121 21, BIC: GENODE61­KA1

Ausflug in den Zoo Karlsruhe: Angebote und Gastronomie

Ein Ausflug in den Karlsruher Zoo ist nicht nur für Familien ein besonderes Erlebnis. Neben den vielen Tieren, die es zu sehen gibt, bietet der Zoo Spielplätze für Kinder, Segway-Touren sowie gastronomische Angebote.

Das ist für Kinder und Eltern geboten

Für Kinder gibt es in der Anlage zwei Spielplätze, eine (kostenpflichtige) nostalgische „Kinderautobahn“, in der man im Oldtimer hupend eine Rund drehen kann, sowie die „Kinderturnwelten“. An sechs Spiel- und Bewegungsstationen gibt es sportliche Anregungen, Aufgaben und Wissenswertes über Tiere. In einem „Reiseheft“, das an den Kassen ausliegt, kann man seine Aktivitäten mit einem Stempel dokumentieren und so letztlich ein „Kinderturn-Diplom“ machen.

Achtung: Kinder unter 14 Jahren ohne erwachsene Begleitung benötigen eine schriftliche Einverständniserklärung der Eltern für den Zoobesuch.

Wickelstationen: Wickeltische gibt es jeweils in den Toilettenanlagen im Raubtierhaus, bei der Seebühne, im Exotenhaus und gegenüber der Afrika-Savanne.

Bollerwagen: An der Kasse Süd stehen Bollerwagen, die man kostenlos (mit einer 1- oder 2-Euro-Pfandmünze wie beim Einkaufswagen) ausleihen kann.

Segway-Touren im Zoo Karlsruhe

Ein außergewöhnlicher Zoo-Besuch ist für Frühaufsteher mit Segway-Touren möglich. Diese „Early-Bird-Touren“ werden von einem Zoo-Guide begleitet, der Wissenswertes über die Anlage und die Tiere erzählt. Die Segway-Touren finden schon vor der eigentlichen Öffnung des Karlsruher Zoos statt. So können die Besucher das Gelände während der morgendlichen Sonnenstrahlen, die Pfleger beim Vorbereiten der Gehege und die Tiere beim Frühstück erleben.

Obwohl Segways eigentlich erst ab 14 Jahren gefahren werden dürfen, ist es im Zoo Karlsruhe schon für Zwölfjährige möglich. Hintergrund ist, dass die Touren nicht auf öffentlichen Straßen stattfinden. Organisiert werden die Touren in Kooperation mit dem Karlsruher Unternehmen Cityseg und sind auch für Segway-Neulinge kein Problem. Zur Tour gibt es ein Tagesticket, sodass die Frühaufsteher auch nach dem zweistündigen Erlebnis weiter im Zoo bleiben können.

Tickets für die Segway-Tour „Early Bird“ im Zoo Karlsruhe gibt es bei CitySeg.

Essen und Trinken im Zoo: Restaurants, Waffel-Stand und Co.

Im Zoo Karlsruhe und im Stadtgarten gibt es die folgenden gastronomischen Angebote:

Das EXO im Exotenhaus, das von der Lebenshilfe geführt wird, hat täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet und bietet kalte und warme Speisen. Besonderer Wert wird auf Saisonales und Regionales gelegt.

Die Zoo-Terrassen am Fuße des Lauterbergs sind wegen der Milchspezialitäten auch als „Milchbar“ bekannt. Ein Klassiker ist das selbstgemachte Eis. Zudem werden Frühstück, Kaffee, Tee und Kuchen serviert. Geöffnet ist die „Milchbar“ täglich außer Freitag von 10 bis 18 Uhr.

Das Karlkutta an der Wolff-Anlage serviert Frühstück, „Broodjes“ mit allerlei Belag, Salate, Pommes frites und Currywurst. Geöffnet ist es nur in der wärmeren Jahreszeit täglich von 10 bis 18 Uhr.

Zudem gibt im Stadtgarten eine Saftbar („Mjam“), einen Waffel- und einen Crêpes-Stand.

Zum Picknicken stehen in der ganzen Anlage des Karlsruher Zoos Sitzgelegenheiten zur Verfügung. Im Stadtgarten darf man sich auch auf den Rasenflächen niederlassen.

Was für Menschen mit Behinderung außerdem wichtig ist

Der Karlsruher Zoo ist weitgehend barrierefrei. In einigen Tierhäusern ist der Zugang mit dem Rollstuhl allerdings wegen der Tür und der Bodenbeschaffenheit schwierig. Im Exotenhaus ist jede Ebene per Aufzug zu erreichen.

Behindertenparkplätze gibt es in der Tiefgarage beim Kongresszentrum. Behindertentoiletten gibt es bei der Afrika-Savanne im Exotenhaus und bei der Seebühne.

Für Menschen mit Sehbehinderung gibt es am Nordufer des Stadtgartensees einen Duft- und Tastgarten mit 150 Pflanzenarten in Hochbeeten.

Geschichte des Karlsruher Zoos

Die Geschichte des Karlsruher Zoos geht bis ins Jahr 1865 zurück. Am 8. September gründete damals der Verein für Geflügelzucht den „Thiergarten“, einen der ältesten Zoos Deutschlands. Einen Tiergarten zu betreiben, war aber sehr teuer. Drei Jahre später, am 30. November 1868 übernahm ein neuer „Tiergartenverein“ mit Unterstützung der Stadt den Zoo. Durch Tausende Besucher und Stiftungen konnten immer mehr Tiere aufgenommen werden. Finanziell bedurfte es aber damals schon der städtischen Hilfe.

Im Jahr 1877 gingen das Inventar und die Anlagen für die Tiere in städtischen Besitz über. In den folgenden Jahren wurde der Zoo erweitert und ausgebaut. Als der Karlsruher Hauptbahnhof 1914 in Betrieb genommen wurde, wurde das Zoogelände deutlich vergrößert. Besondere Beachtung erhielten die ersten Seelöwen 1913 sowie die Ankunft eines Königstigers 1923 aus Wien. Ein Jahr später kam der Karlsruher Liebling: Elefantenkuh Molly lebte von 1924 bis zu ihrem Tod 1941 im Zoo.

Wiederaufbau des Tiergartens nach dem Zweiten Weltkrieg

Eigentlich sollte der Zoo Karlsruhe, der zwischenzeitlich einen großen Tierbestand vorwies, an den Stadtrand verlagert werden – doch daraus wurde nichts. Der Zweite Weltkrieg war auch für den Zoo eine Katastrophe. Viele Tiere starben durch die Bombardements, die übrigen wurden an andere Zoologische Gärten übergeben. Die Stadtgärtnerei nutzte das Areal, um Gemüse für die Bevölkerung, die nach dem Krieg an Hunger litt, anzubauen.

Bereits 1947 begann man in Karlsruhe aber mit dem Wiederaufbau. Zwei Jahre später wurden Zoo und Stadtgarten neu eröffnet, die Anzahl der Tiere wuchs in den folgenden Jahren deutlich. Eine Besonderheit waren die Sibirischen Tiger ab 1960: In 20 Jahren wurden in Karlsruhe 72 dieser Tiere geboren. In der Vorbereitung auf die Bundesgartenschau 1967 entstand im Stadtwald der „Tierpark Oberwald“, in den einige Tiere ausgelagert wurden.

Im Oktober 1976 erblickten im Raubtierhaus des Karlsruher Zoos zwei kleine sibirische Tiger das Licht der Welt. Schon in den Fünfzigerjahren ging man in Karlsruhe daran, systematisch eine Zucht aufzubauen. Foto: Schlesiger/Archiv

Im Karlsruher Zoo ging es mit den Jahren darum, die Gehege der Tiere so naturnah wie möglich zu gestalten. So wurden ab 1986 stets neue Anlagen gebaut oder alte umgestaltet. Zum 150-jährigen Jubiläum im Jahr 2015 wurden unter anderem die „Bergwelt Himalaya“, das Nasenbärengelände und das Exotenhaus eröffnet.

Verheerender Brand im Zoo Karlsruhe 2010

Bei einem verheerenden Brand in der Nacht zum 13. November 2010 wurde der Streichelzoo im Karlsruher Zoo völlig zerstört. Zahlreiche Notruf gingen gegen 4 Uhr bei der Feuerwehr ein. Trotz der schnellen Ankunft der rund 100 Einsatzkräfte kam die Hilfe zu spät. Der Stall brannte lichterloh. Alle 26 Tiere im Gehege –Alpakas, Ponys, Ziegen, Walachenschafe und Zwergesel – wurden bei dem Großbrand getötet.

Weil das Feuer bereits auf das Dach des Elefantenhauses übergriff, musste schnell gehandelt werden. Die Elefanten standen laut Feuerwehr bereits im Funkenregen und im dichten Rauch, über ihren Köpfen brannte es. In einer dramatischen Rettungsaktion – die Scheiben wurden eingeschlagen – gelang es Feuerwehrleuten und Tierpflegern, die vier Elefanten aus dem angrenzenden Gebäude zu retten. Die Tiere erlitten Brandverletzungen, überlebten aber.

Die Hintergründe des Brandes sind auch Jahre nach der Katastrophe im Karlsruher Zoo unbekannt. Kriminaltechniker fanden keine Anhaltspunkte für die Ursache. Es wird davon ausgegangen, dass ein Defekt an der Lichtanlage den verheerenden Brand ausgelöst hat.

Genau ein halbes Jahr nach dem Brand folgt der erste Spatenstich für den neuen Streichelzoo an anderer Stelle. Am 17. September 2011 wurde der Streichelzoo mit Zwergziegen, Schweinen, Hühnern, Kaninchen und Schafen eröffnet. Unter anderem durch zahlreiche Spenden (über 800.000 Euro) konnte das neue Gehege entstehen. Am alten Standort entstand für die Elefanten ein verglastes Winterhaus.

nach oben Zurück zum Seitenanfang