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Schnelles Internet

Glasfaser in Eggenstein: Gemeinde will technisches Konzept sehen

Das Düsseldorfer Kommunikationsunternehmen Vodafone will im Gewerbegebiet von Eggenstein Glasfaserkabel verlegen. Dort gibt es mehr als 150 mögliche Nutzer. Bis 24. November sollen die Anlieger ihr Interesse anmelden.

Grundlagen für schnelles Internet: Glasfaserkabel sind heutzutage für den Datentransport unerlässlich. Im Gewerbegebiet von Eggenstein will das Telekommunikationsunternehmen Vodafone die dortigen Unternehmen anschließen. Foto: Peter Kneffel/dpa

Vodafone will das Gewerbegebiet in Eggenstein mit schnellem Internet versorgen. Dort sind mehr als 150 Unternehmen angesiedelt, die das Telekommunikationsunternehmen als potenzielle Nutzer des zu verlegenden Glasfaserkabels sieht. „Vodafone macht den Industriestandort Eggenstein-Leopoldshafen fit für das Gigabit-Zeitalter“, kündigt der Düsseldorfer Konzern in einer Mitteilung an. Die Glasfaseranschlüsse sollen eine Geschwindigkeit von bis zu einem Gigabit pro Sekunde ermöglichen. Solche Hochleistungsanschlüsse seien nötig, um Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze zu sichern, heißt es weiter.

„Vertreter des Unternehmens waren bei mir im Rathaus, um ihr Vorhaben vorzustellen“, bestätigt Bürgermeister Bernd Stober in Eggenstein-Leopoldshafen auf Anfrage. Deren Angebot betrachtet er als eine „relativ deutliche Absichtserklärung“, im Gewerbegebiet von Eggenstein tätig zu werden. Mit dem Vorgänger-Unternehmen „Unitymedia“ habe es schon Kontakt gegeben. Allerdings habe die Breitbandgesellschaft des Landkreises Karlsruhe (BLK), die von fast allen Kommunen im Landkreis getragen wird, das Interesse privater Unternehmen abgefragt. Daran hätten sich jedoch Vodafone und Telekom nicht beteiligt. Daher sei durchaus möglich, dass die BLK für Eggenstein die Verkabelung übernehme.

Baubeginn in den nächsten zwölf Monaten möglich

Das Düsseldorfer Unternehmen will jetzt, berichtet Stober weiter, das Interesse der Unternehmen im Gewerbegebiet erfragen und wohl auch Vorverträge einwerben. Ob Vodafone das gesamte Gebiet oder einzelne Straßenzüge im Blick habe, sei noch nicht klar: „Der Umgang des möglichen Anschlussgebiets liegt noch nicht fest.“ Das Telekommunikationsunternehmen erwartet bis 24. November die Rückmeldung der angeschriebenen Firmen und will – sofern genügend Interessenten mitmachen - den Ausbau „schon in den kommenden zwölf Monaten beginnen“.

Gemeinde will zuerst das technische Konzept beraten

Nach dem Telekommunikationsgesetz dürfen private Betreiber ihre Kabel verlegen. Die jeweiligen Kommunen müssen dafür jedoch eine Genehmigung zum Anlegen der erforderlichen Gräben erteilen. Vodafone wolle seine Leitungen im „Schlitzverfahren“ verlegen, berichtet der Bürgermeister, womit die Kabel weniger tief lägen wie wenn sie in Gräben verlegt würden. Wie sicher solche Leitungen seien, müsse man prüfen. Denn wegen des im Gewerbegebiet starken Güterverkehrs mit schweren Lkw müssten die Leitungen im Boden entsprechend starke Belastungen aushalten. Leerrohre liegen laut Stober nur in einem Teil des Gewerbegebiets. Es sei jedoch nicht sicher, ob die Standardrohre mit zehn Zentimeter Durchmesser für die Glasfaserleitungen passen.

„Vodafone hat natürlich grundsätzlich das Recht, seine Kabel zu verlegen. Das Unternehmen soll aber zunächst sein technisches Konzept im Gemeinderat vorstellen. Dann werden wir dieses Konzept diskutieren, bevor wir eine Grabungsgenehmigung erteilen“, sagt Bürgermeister Stober.

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