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Ofenfertig aus Linkenheim

„Marianne’s Flammkuchen“ lässt sich von der Krise nicht unterkriegen

Lange hatten Marianne und Christian Pudlo mit ihren „Marianne’s Flammkuchen“ großen Erfolg. Dann kam die Corona-Krise und das Mutter-Sohn-Geschäfts-Duo musste sich etwas einfallen lassen.

Christian Pudlo, Sohn von Namensgeberin Marianne, hat dafür gesorgt, dass die Flammkuchen per Post und in Supermärkten erhältlich sind. Foto: Tanja Mori Monteiro

Ein dünner Boden, eine gut gewürzte Crème und ein Belag, der üblicherweise aus Speck und Zwiebeln besteht, aber unendlich variiert werden kann – Flammkuchen ist heiß geliebt und macht in seinen Heimatregionen Baden, Elsass und der Südpfalz der allseits geliebten Pizza ernstzunehmende Konkurrenz.

Dass man aus dieser Liebe ein erfolgreiches gastronomisches Konzept machen kann, das beweisen seit zwölf Jahren Marianne und Christian Pudlo. Mutter Marianne – schon immer Gastronomin – hatte damals ihr Restaurant auf dem Gelände des Karlsruher Eislauf- und Tennisvereins in ein Flammkuchenrestaurant umgewandelt.

Mit Erfolg, denn „Marianne’s Flammkuchen“ florierte. Erst als Geheimtipp, und irgendwann so sehr, dass alle Tische des Restaurants an der Alb vier Wochen im Voraus ausgebucht waren und die 34 Flammkuchen-Sorten, die vom Klassiker mit Speck und Zwiebeln bis zu „Happy Nutella“ reichen, von den Mitarbeitern im Akkord in den Ofen geschoben werden mussten. Und so wurde 2012 ein zweites Restaurant in Linkenheim eröffnet.

Marianne’s Flammkuchen gab es vor dem Lockdown in mehreren Restaurants

Doch 2014 stieß „Marianne’s Flammkuchen“ trotzdem wieder an die Kapazitätsgrenzen und Christian Pudlo beschloss, seinen bisher eingeschlagenen Weg in der Eventbranche aufzugeben und den Familienbetrieb weiter auszubauen.

Das dritte Restaurant im pfälzischen Herxheim eröffnete 2015, das vierte 2017 in Rastatt. 2018 stiegen Mutter und Sohn mit ihren Flammkuchen ins Catering-Geschäft ein und boten sie auf Festen und Feiern an. „140 Veranstaltungen haben wir 2019 absolviert“, erinnert sich Pudlo.

2019 haben wir uns sehr groß gemacht, 2020 mussten wir uns bemühen, so klein wie möglich zu werden.
Christian Pudlo, Geschäftsführer von „Marianne’s Flammkuchen“

Dann kam Corona, und Pudlo, der bis dahin einen schuldenfreien Betrieb geführt hatte, musste sich mit Themen wie Kurzarbeit, Soforthilfen und Krediten auseinandersetzen – und das Restaurant in Rastatt wieder schließen. „2019 haben wir uns sehr groß gemacht, 2020 mussten wir uns bemühen, so klein wie möglich zu werden“, beschreibt er es.

Nach einer kurzen Verschnaufpause im Sommer kam der zweite Lockdown. Doch klein machen heißt bei den Pudlos nicht klein beigeben: Im November starteten Mutter und Sohn ihren Liefer- und Abholdienst in allen drei Restaurants.

Drei Wochen später begannen sie damit, die Flammkuchen auch vakuumiert anzubieten - oder ebenfalls vakuumverpackt per Post nach ganz Deutschland liefern zu lassen: „Daheim müssen sie nur noch fünf bis sieben Minuten in den heißen Ofen – fertig!“, erklärt Christian Pudlo.

Drei Sorten von Marianne’s Flammkuchen gibt es im Supermarkt

Anfang Dezember entwickelte er die Idee, „Marianne’s Flammkuchen“ im Supermarkt zu verkaufen. Und hatte Erfolg. Heute liegen die drei beliebtesten Sorten – klassisch mit Speck, Zwiebeln und Käse, vegetarisch griechisch mit Oliven und Feta und eine süße Variante mit Apfel, Zimt und Zucker – in den Kühlregalen von über 20 Edeka-Märkten der Region.

Mitte April kommt saisonal eine vierte Sorte dazu, die genauso heimatlich daherkommt wie der Flammkuchen selbst: mit Spargel, Schinken und Käse.

Marianne’s Flammkuchen



Die Flammkuchen können freitags bis sonntags immer von 17 bis 20 Uhr online oder per Telefon zum Liefern oder Abholen in den drei Restaurants bestellt werden. Erreichbar ist das Karlsruher Restaurant unter Telefon (07 21) 59 10 80, das in Linkenheim unter (0 72 47) 8 88 75 56 und das Restaurant in Herxheim unter (0 72 76) 9 04 11 84. Alle Edeka-Supermärkte, die „Marianne’s Flammkuchen“ führen, stehen unter www.mariannes-flammkuchen.de.

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