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Nachruf

Friedrichstaler Ortsvorsteher Kurt Gorenflo: Es ging ihm immer um die Menschen

Kurt Gorenflo war ein Friedrichstaler Urgestein, einer, der sich um seine Stadt verdient gemacht hat. Jetzt ist er gestorben, fünf Wochen nach seinem 70. Geburtstag.

Friedrichstaler Urgestein: Kurt Gorenflo starb kurz nach seinem 70. Geburtstag. Foto: Archivfoto: Dietrich Hendel

Ein Friedrichstaler Urgestein wurde er vor wenigen Wochen genannt, ein Macher, der sich um seinen Heimatort und seine Stadt, ihre Vereine, allen voran dem Sängerbund, und ihre Menschen verdient gemacht hat, einer der sich schon in jungen Jahren eingesetzt und der viel bewegt hat: Kurt Gorenflo. Fünf Wochen nach seinem 70. Geburtstag, an dem er eine hohe Auszeichnung für sein kommunales Engagement erhielt, ist der langjährige CDU-Kommunalpolitiker nach schwerer Krankheit am Donnerstag gestorben.

Seine zahlreichen Wegbegleiter sind traurig über seinen Tod. Die Stutenseer Oberbürgermeisterin Petra Becker hatte ihn kürzlich für sein „vorbildliches Wirken“ gewürdigt, mit dem er sich „um die Gemeinschaft in Stutensee verdient gemacht“ habe.

Ein Mann, der seine Ziele verfolgt

Kurt Gorenflo, in Friedrichstal geboren und aufgewachsen, war ein Mensch, der seine Ziele konsequent verfolgte. Ein Mann, der sich traute, trotz konservativer Grundhaltung und trotz – vielleicht sogar gerade wegen – seiner unerschütterlichen Treue zu seiner Partei, auch abseits des Mainstreams zu agieren. Dann hatte er ebenfalls das Wohl seines Friedrichstals und der Menschen im Ort im Blick. Er genoss hohes Ansehen, selbst politische Gegner respektierten seine Leistung.

Wenn er eine Idee hatte, die den Menschen nutzen würde, setzte er sie um. Das Marktplatzfest in Friedrichstal brachte er auf den Weg als Fest der Begegnung, den Weihnachtsmarkt im Zentrum des Orts machte er zu einer geschätzten und immer sehr gut besuchten Einrichtung, bei der es um viel mehr ging als Glühwein, Bratwurst und Plätzchen. Der Weihnachtsmarkt entwickelte sich rasch zu einem gesellschaftlichen Treffpunkt. Und er war der Chef-Organisator der aufwendigen 300-Jahr-Feier seines Heimatorts.

Gorenflo hat für die Friedrichstaler die Möglichkeit auf den Weg gebracht, im Alter in der vertrauten Umgebung zu leben, indem er die „Haus Edelberg Gesellschaft“ gewann, ein Haus in Friedrichstal zu bauen. Die Stadtbahn von Blankenloch weiter zu führen, neue Räume für die Ortsverwaltung zu schaffen sind weitere Stichworte für Projekte, die er unterstützt und letztlich zur Realisierung gebracht hat. Er scheute sich nicht, mit einer Meinung anzuecken, wenn er von einer Sache überzeugt war. Die „Querspange –Nord“ sei als Beispiel genannt, gegen die sich viel Widerstand gebildet hatte. Letztlich kam sie doch. Gorenflo war es gelungen, genügend Unterstützer auf seine Seite zu bringen.

Insgesamt bald 40 Jahre Teil des Gemeinderats

Kurt Gorenflo gehörte 1980 bis 1984 und danach von 1986 bis 2019 dem Gemeinderat in Stutensee an. Im Ortschaftsrat in Friedrichstal war er 1984 bis 2016 ununterbrochen, 24 Jahre davon war er – von 1992 bis 2016 – Ortsvorsteher. Seine Funktionen lassen sich nicht alle aufzählen. Einige muss man nennen, um die Vielfalt seiner Interessen und die Verschiedenheit seiner Aufgabengebiete aufzeigen: Gorenflo war zehn Jahre im Ältestenrat und im Ausschuss für Umwelt und Technik, 25 Jahre war er Aufsichtsrat bei der Volksbank Stutensee-Weingarten, ganz im Sinn der Förderung und Entwicklung des Genossenschaftswesens. Die Beerdigung des verstorbenen Kommunalpolitikers ist am kommenden Mittwoch um 15 Uhr in Friedrichstal.

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