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Telefone stehen nicht still

Ordnungsämter in der Hardt sind durch die Corona-Pandemie stark beansprucht

In den Ordnungsämtern von Stutensee, Eggenstein-Leopoldshafen und Linkenheim-Hochstetten stehen die Telefone nicht mehr still. Der Grund: die Corona-Pandemie.

Mehr Einsatzfahrten beschert Corona Wolfgang Rößler vom Stutensee Gemeindevollzugsdienst. Verstärkt beansprucht wird das ganze Ordnungsamt von Thomas Schoch (rechts). Foto: Alexander Werner

Im März 2020 hat Corona die Rathäuser im Landkreis Karlsruhe ganz neu auf die Probe gestellt. Die Krisenlage erforderte plötzlich schnelles Handeln und neue Strategien. Die große Herausforderung: Verwaltungsbetrieb und Bürgerservice trotz reichlicher Mehrarbeit am Laufen zu halten.

Wie Pressesprecher Lukas Lang aus Stutensee berichtet, habe sich die Verwaltung im ersten Lockdown organisatorisch angepasst, Homeoffice-Zeitanteile stark ausgebaut und die digitale Infrastruktur auf den Weg gebracht. Arbeitsschutzmaßnahmen seien optimiert, Bürgerserviceangebote neu organisiert und Hotlines geschaltet worden. Stark verändert hat sich auch die Gremienarbeit.

Gemeinde Stutensee verweist auf digitale Entwicklung

Stutensees Oberbürgermeisterin Petra Becker weist darauf hin, wie positiv sich digitale Entwicklungen der vergangenen Jahre wie etwa die Ausstattung mit mobilen Endgeräte beim Wechsel ins Homeoffice auswirkten.

„Zahlreiche neue Vorschriften und häufig novellierte Verordnungen erfordern viel Kapazität“, resümiert Lukas Lang. Das betreffe auch die Unterstützung von Bürgern, Gewerbetreibende, Institutionen und Vereinen. Enorm gestiegen seien die Anforderungen an tagesaktuelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Beim Ordnungsamt sei der Personalschlüssel für den Gemeindevollzugsdienst erhöht worden, um den vermehrten Kontrollaufwand zu bewältigen.

Mehr Zeit in Anspruch nehme die Corona-Hotline. Gerade nach Verschärfungen und Änderungen der Verordnungen stünden die Telefone meist nicht mehr still. Man arbeite daran, sämtliche Anliegen nach Dringlichkeit so zeitnah wie möglich abzuarbeiten. Vereinzelt könne es insbesondere bei mit Überstunden belasteten Abteilungen zu Wartezeiten kommen.

Die Stadt bietet weiterhin ihren kompletten Service an. Bürger würden aber dazu aufgerufen, Anliegen auf Dringlichkeit zu prüfen, um etwaige nicht notwendige Kontakte vorbeugend zu vermeiden, so Lang. Wie in Stutensee hat sich das Konzept der Terminvergaben für persönliche Vorsprachen auch in Eggenstein-Leopoldshafen bewährt.

Zu den Aufgaben gehört auch die Kontrolle der Quarantäne

Teilweise werden Aufgaben mit geringerer Priorität verschoben. In starkem Maß zusätzlich beansprucht wird ebenso dort das Ordnungsamt. Insgesamt seien fünf Mitarbeiter im Innen- und Außendienst eingebunden, so Ordnungsamtsleiter Philipp Jänicke. Zu den Aufgaben gehöre die Kontrolle der Einhaltung der Quarantäne und sonstiger Vorgaben durch zwei Außendienstmitarbeiter. Nennenswerter Verstöße seien bislang nicht festgestellt worden.

Linkenheim-Hochstettens Ordnungsamtsleiter Steven Höhne informiert, dass alle Ämter, aber überwiegend das Ordnungsamt, bei häufig kurzfristig aufkommenden Aufgaben von Mehraufwand betroffen seien. Der falle aber auch häufig im Sozialbereich gerade bezüglich der Notbetreuung an. Das Bürgerbüro arbeite mit Einschränkungen.

Mit Corona ist ein neues Aufgabengebiet dazugekommen

Die geleistete Arbeitszeit im Rathaus habe sich unterm Strich wegen Corona aber nicht über die Maßen erhöht. Aus Pfinztal berichtet Roland Härer, dass sich ein Stab aus Mitarbeitern verschiedener Fachbereich primär um sich über Corona ergebende Aufgaben kümmere. Insofern sehe sich nicht nur das Ordnungsamt mit zusätzlichen Corona-Aufgaben konfrontiert.

Die Pandemie stelle seit fast einem Jahr ein neues Aufgabengebiet dar, das verschiedene Mitarbeiter regelmäßig zeitlich binde. Der Gemeindevollzugsdienst, der aus zwei Personen bestehe, könne seinen vielen eigentlichen Aufgaben nicht in der gewohnten Weise nachkommen, weil diejenigen, die mit dem Virus verbundenen seien, häufig Vorrang hätten.

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