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Verfassungsbeschwerde eingelegt

Kampf gegen den Friedhofszwang: Bürger aus Pfinztal schreibt Winfried Kretschmann

Peter Hakenjos aus Pfinztal wendet sich in einem offenen Brief an Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Der 73-Jährige kritisiert den Friedhofszwang bei Urnenbestattungen.

Kritik am Gesetz: Peter Hakenjos aus Pfinztal-Kleinsteinbach will auf seinem Privatgrundstück beerdigt werden Foto: Rake Hora /BNN

Peter Hakenjos lässt nicht locker: Der Pensionär aus Pfinztal will den Friedhofszwang für Urnenbestattungen kippen.

Nachdem der baden-württembergische Verfassungsgerichtshof seiner Verfassungsbeschwerde eine Absage erteilt hat, wendet sich der 73-Jährige nun in einem offenen Brief an Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und die Landtagsfraktionen von Grünen, CDU, SPD und FDP.

„Da die Entkörperung bei der Verbrennung stattfindet, gibt es keinen Grund, den Angehörigen die Asche des Verstorbenen zu verweigern“, schreibt Hakenjos in dem Brief, der den BNN vorliegt. Die Asche habe lediglich einen „symbolischen Wert“.

Bürger aus Pfinztal kritisiert Friedhofszwang bei Urnenbestattungen

Es sei „nicht zu erkennen, inwiefern eine Verletzung der sogenannten guten Sitten mit der Asche möglich wäre“. Zudem gingen von ihr keinerlei Gefahren aus.

Da durch die Übergabe der Asche an die Angehörigen die Rechte Dritter nicht beeinträchtigt würden, sei es „nicht einzusehen, dass das 1971 in Kraft getretene Gesetz heute noch gültig ist.“ Hakenjos bittet Kretschmann, sich für eine Abschaffung des Friedhofszwangs bei Urnenbestattungen einzusetzen. Auch eine Unterschriftenaktion gegen das Gesetz hat er mittlerweile gestartet.

Der Pfinztaler hatte dagegen im November Verfassungsbeschwerde eingelegt. Der Verfassungsgerichtshof hatte sie als wenig erfolgversprechend bezeichnet. Als Begründung hatte das Gericht angegeben, dass Bürger nur innerhalb eines Jahres nach Inkrafttreten des Gesetzes dagegen Beschwerde einlegen könnten.

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