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Bei vielen Plätzen besteht Handlungsbedarf

Pfinztaler Gemeinderat beschäftigt sich mit einem Entwicklungskonzept für Spielplätze

Quantität ja, Qualität so lala: So ähnlich sieht die Bestandsaufnahme zu den Spielplätzen in Pfinztal aktuell aus. Daran soll sich künftig einiges ändern.

Spiel und Spaß: In Pfinztal soll eine Spielplatzkonzeption für mehr Qualität auf den Spielplätzen sorgen. Davon könnte auch der Spielplatz Kohlerwiese Berghausen profitieren. Foto: Klaus Müller

Die Zahlen überraschen dann doch ein wenig: In Pfinztal finden sich, zunächst rein quantitativ gesehen, eine Menge Orte zum Spielen und zum Bewegen.

Verteilt auf alle vier Ortsteile sind es 28 Spielplätze unterschiedlicher Größe und Ausstattung, außerdem zwölf Bolzplätze und Ballspielplätze (für Kinder bis 14 Jahre). Hinzu kommen acht Spielplätze, zumeist in Schulhöfen gelegen. Allerdings sagt die Anzahl der Spielorte nichts über deren Qualität aus.

Was das angeht, dürfte es in Pfinztal einiges an Nachholbedarf und Verbesserungen geben. So jedenfalls lassen sich in Kurzform erste Ergebnisse eines Spielplatzentwicklungskonzeptes zusammenfassen.

Freiburger Landschaftsarchitekturbüro kümmert sich um das Thema

Mit der konzeptionellen Entwicklung beauftragte die Gemeinde das Landschaftsarchitekturbüro Faktorgrün im April 2020. Einen aktuellen Sachstandsbericht hat nun Sonja Blaser vom Freiburger Büro dem Gemeinderat präsentiert.

Alle Spielplätze und (Ball-)Spielorte wurden einem zuvor festgelegten Kriterienkatalog unterzogen. Dazu gehörten laut der Referentin Bewertungsvorgaben wie Erreichbarkeit, Flächengröße und baulicher Zustand, Nutzungsvielfalt (zum Beispiel Sinnesförderung) und Gestaltung (zum Beispiel ästhetischer Gesamteindruck).

Zudem gab es eine Online-Befragung. Nebenbei: Öffentliche Spielplätze, betonte Blaser, zählten zur gemeindlichen Grundversorgung. „Und Spielplätze sind Teil der grünen Infrastruktur.“

Dass solch eine Bestandsaufnahme, verbunden mit Steckbriefen über den jeweiligen Spielplatz, notwendig gewesen sei, habe die teilweise bis dahin vorherrschende schlechte Datenlage gezeigt.

Viele Verbesserungsansätze entdeckt

Erste Ergebnisse der Untersuchung förderten durchaus positive Erkenntnisse, aber auch eine Reihe von Verbesserungsansätzen zu tage. Pluspunkte – bezogen auf die Gesamtwürdigung – vergibt die Bestandserhebung für die verschiedenen Flächengrößen, für die teilweise attraktiven natürlichen Gegebenheiten und für den überwiegend guten baulichen Zustand der Spielorte.

Demgegenüber stünden jedoch (Auszüge): fehlende zeitgemäße und kreativ-schöpferische Spielangebote; eine geringe Nutzungsvielfalt durch die Wiederholung von Standardspielgeräten; zu wenige Angebote mit Wasser; fehlende Orte für generationsübergreifende Bewegung und Begegnung; eine lückenhafte Spielplatzversorgung und -verteilung in allen vier Ortsteilen.

Gemeinderat will Kinder und miteinbeziehen

Auf ein durchweg positives Echo stieß beim Gemeinderat die Präsentation. „Man sollte auch Schüler bis zur sechsten Klasse über Projektarbeiten einbeziehen“, schlug Monika Lüthje-Lenhart (Grüne) vor. Von einer „interessanten Konzeption“ sprach Markus Ringwald (CDU).

„Auf jeden sollten wir die Eltern einbeziehen“, befand Angelika Konstandin (SPD). Angetan von der Präsentation zeigte sich auch Eva Möller (Unabhängige Liste Pfinztal) mit der Einschränkung, dass die Umsetzungen realistisch ausfallen müssten.

Im nächsten Schritt sollen konkrete Zielvorgaben unter Mitwirkung von Schulen, Kindern und Eltern angegangen werden.

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