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Trotz Impfstoff-Knappheit

Hausärzte rund um Bretten impfen jetzt auch Schüler

Während die meisten Ärzte in Bretten und den Umlandgemeinden aufgrund der Impfstoffknappheit noch die Priorisierungslisten abarbeiten, impfen andere schon Schüler.

Kurzer Prozess: Die 16-jährige Katharina Schneider wird in Oberderdingen von Allgemeinmediziner Benjamin Breitschwerdt geimpft. Gut vertragen hat sie die Impfung nicht. Foto: Philipp Fess

Zuerst war sie nur ein bisschen aufgeregt. Als dann aber Benjamin Breitschwerdt den Praxisraum betritt, schlägt das Herz von Katharina Schneider schneller. Die 16 Jahre alte Oberderdingerin ist eine der wenigen Jugendlichen, die schon jetzt einen Impftermin bekommen haben – denn Impfstoffe sind weiterhin knapp und die Ärzte arbeiten noch immer vorwiegend ihre Priorisierungslisten ab.

Die kürzlich vom Bund erteilte Impferlaubnis für Betriebsärzte macht die angespannte Situation nicht besser. Ein Arzt aus Bretten will jetzt gegensteuern. „Ende April hieß es eigentlich, dass frühestens im August einen Termin bekomme“, erzählt die 16-jährige Impfkandidatin. Den Termin an diesem Freitag hat sie nur deshalb bekommen, weil Breitschwerdt und seine Kollegin Sabine Singer seit der Freigabe für Hausärzte ununterbrochen impfen.

„Wir haben extra unseren Urlaub hergegeben, damit uns kein Impfstoff durch die Lappen geht“, betont Breitschwerdt. In Oberderdingen wurden schon mehrere junge Menschen geimpft, unter anderem Personen, die trotz schwerwiegender Vorerkrankungen, etwa einem Herzfehler, bislang nicht auf der Priorisierungsliste standen sowie einige Jugendliche über zwölf Jahren, denen Breitschwerdt „auf intensiven Wunsch der Eltern“ eine Dosis verabreichte. Dabei handelt es sich meist um Biontech. Dass der Astrazeneca-Wirkstoff unbeliebt ist, ist mittlerweile auch in Bretten kein Geheimnis mehr.

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