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Wahl am 14. März

Lucien Kacsányi will Bürgermeister in Kraichtal werden

Lucien Kacsányi will am 14. März Bürgermeister von Kraichtal werden. Besonders wichtig für den Kandidaten aus Menzingen ist die Schaffung von Wohnraum: „Da müssen wir rangehen.“

Will Bürgermeister werden: Lucien Kacsányi lebt seit 13 Jahren in Kraichtal. Er engagiert sich bei den Freien Wählern. Foto: Nicole Jannarelli

Aus seiner Zeit in Berlin weiß Lucien Kacsányi: der Stadtteil macht die Heimat. „Keiner sagt dort: Ich bin Berliner, sondern man ist Kreuzberger oder Neuköllner“, so der Menzinger Bürgermeisterkandidat (Freie Wähler).

Dass es vielen Kraichtalern auch so geht, sieht er nicht negativ. „Es ist schön, wie sehr die Leute verwurzelt sind.“ Als Bürgermeister würde er sich bemühen, die neun Stadtteile besser zu vernetzen, aber deren örtlichen Strukturen dennoch zu nutzen und mit Leben zu füllen.

Lösungsorientiert würde er mit Vereinen, Firmen und Institutionen zusammenarbeiten – etwas, was er bisher in der Stadt vermisse.

Wichtiger Fokus auf Zuzug von Familien

Ein wichtiger Fokus für den 41-Jährigen: Wohnraum schaffen, Kitaplätze für Kinder unter drei Jahren ausbauen – Kacsányi will die Stadt für Familien attraktiver machen und deren Zuzug erleichtern. „Da muss man rangehen.“

Nachbargemeinden hätten das schon erfolgreich vorgemacht. Diesem Wettbewerb müsse sich Kraichtal stellen, um nicht zu überaltern. Und im Ergebnis profitierten davon auch die Vereine, die so neue ehrenamtliche Kräfte gewinnen könnten. Weiterer wichtiger Standortfaktor sei der Breitbandausbau. Gerade kleine Unternehmen dürften nicht abgehängt werden.

Beim ÖPNV soll ein Pendelbus zwischen Bahnbrücken und Flehingen eine Verbindung zur S4 schaffen für Arbeitnehmer, die Richtung Eppingen und weiter müssen. Auch mit einer kleinen Maßnahme könne es gelingen, die Stadt attraktiver und flexibler zu machen, ist er überzeugt. Und manchem könnte es ein Anreiz sein, auf das eigene Auto zu verzichten.

Dauerthema Verkehrsbelastung

Die Verkehrsbelastung ist ein Dauerthema in Kraichtal. Dass Bund und Land die Entscheider bei der Verkehrsplanung sind, schmälere den kommunalen Handlungsspielraum, aber: „Ich würde mir wünschen, dass gemeinsam mit den Umlandgemeinden eine Lösung gefunden werden kann.“ Zudem plädiert er für ein Lkw-Fahrverbot - außer für Anliegerverkehr - und die Reduzierung der Durchschnittsgeschwindigkeit.

Skeptisch sieht er dagegen die Ansiedlung weiterer Lebensmittelmärkte in der Stadt, eine Frage, die sich in jüngster Zeit, etwa bei seinen „Couch-Gesprächen“ im Internet, häufte. Kacsányi hat früher in der Branche gearbeitet.

Ich bin kein Luftschlossbauer.
Lucien Kacsányi, Bürgermeisterkandidat

Seiner Einschätzung nach fehlt es an den notwendigen Kundenströmen. „Ich bin kein Luftschlossbauer. Ich halte mich lieber an die Realität und an die Wahrheit“, sagt er. Schließlich werde man am Ende des Tages an seinen Versprechen gemessen.

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