Die Vorbereitungen für die Freibadsaison sind in Ettlingen und Umgebung angelaufen. Die Betreiber hoffen, dass die Coronakrise abflaut und planmäßiger Start im Mai ist. | Foto: Bentz

In Ettlingen und Umgebung

Planmäßiger Start in die Freibadsaison 2020?

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Noch sind Ettlingen und seine Nachbargemeinden optimistisch, die Freibadsaison wie in den Jahren zuvor starten zu können. Alle hoffen, dass die Corona-Krise vorübergeht, und der Badespaß Anfang Mai losgehen kann.

Entsprechend heißt es, wenn man bei den Verantwortlichen nachfragt: „Same procedure as every year“. Will heißen, die Vorbereitungen aufs Outdoor-Geschehen laufen wie in der Vergangenheit.

In Ettlingen stellen sich die Stadtwerke Geschäftsführer Eberhard Oehler zufolge auf eine Öffnung des Albgau-Freibads am 1. Mai ein.

Sind Buchtzig und Waldbad ab Mitte Mai offen?

Am Buchtzigsee und im Waldbad Schöllbronn soll es dann etwas später, am 16. Mai, losgehen. Laut Daniel Daul von der Bäderverwaltung sind von den insgesamt 50 Mitarbeitern 25 präsent, die anderen bauen Überstunden und Urlaub ab. Im derzeit geschlossenen Hallenbad „ziehen wir Arbeiten vor, die eigentlich erst für den Sommer geplant waren, um die Zwangspause sinnvoll zu nutzen.“

Mehrere Firmen seien mit Revision, Inspektion und Reparaturen beschäftigt. Ziel sei es, so Daul, dadurch die Schließung im August zu verkürzen. Insgesamt würden fürs Hallenbad knapp 70.000 Euro aufgewendet. Unter anderem pflanze man eine neue Hecke im Saunagarten.

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Nichtbetrieb wegen Corona kostet monatlich eine fünfstellige Summe

Der Dank des Coronavirus verordnete Nicht-Betrieb des Bades beschere den Stadtwerken monatliche Mindereinnahmen von 100.000 Euro. Dagegen rechnen „müssen wir aber unsere Einsparungen bei der Energie“, so dass unterm Strich ein fünfstelliges Minus bleibe.

Im Albgau-Freibad werden derzeit die Saisonschränke erweitert und Reparaturen an den Bodeneinläufen vorgenommen, ein Maler bessert Schäden am Eingangsgebäude aus. Der finanzielle Gesamtaufwand liegt Daul zufolge bei 35.000 Euro.

Neues Tretboot und neue Bäume in Schöllbronn

Im Waldbad Schöllbronn verschlingt die neue Steuerung für die Badewasseraufbereitung einen höheren fünfstelligen Betrag. Am Buchtzigsee werden für 23.000 Euro ein neues Tretboot angeschafft und 20 neue Bäume gepflanzt. Die alten waren dem verheerenden Unwetter im August 2019 zum Opfer gefallen.

Auch die Gemeinde Karlsbad hofft auf einen Start der Freibadsaison pünktlich zum 2. Mai. Die üblichen Reinigungsarbeiten sind in vollem Gang. Nach der Großinvestition in eine Rutsche beschränkt man sich in diesem Jahr auf die Unterhaltung vorhandener Badinfrastruktur, sagt Petra Goldschmidt.

In Waldbronn Anbaden mit dem Bürgermeister

Im benachbarten Waldbronn soll es – Stand Montag – am 9. Mai das beliebte Anbaden mit Bürgermeister Franz Masino geben, berichtet Hartmut Karle von der Kurverwaltung. Ab 14. April „beginnen wir mit der Vorbereitung auf die Saison“.

Ähnlich wie Ettlingen zieht Waldbronn in seiner derzeit fürs Publikum nicht geöffneten Albtherme Projekte vor, die eigentlich erst für die traditionelle Sommerschließung geplant waren, und hat die dafür erforderlichen Firmen bestellt.

01Unter anderem wurde bereits die Desinfektionsanlage für die Duschwasseraufbereitung erneuert, außerdem das Filtermaterial für das Wasser in den Schwimmbecken. Summa summarum gibt Waldbronn 50.000 Euro aus.

Die Freibäder in Ettlingen und im Albtal sind bald bereit für die Saison. Ob sie öffnen, ist unklar. | Foto: Klaus Müller

Bad Herrenalb würde gerne Mitte Mai die ersten Badegäste empfangen – vorausgesetzt, dass die Corona-Krise bis dahin vorüber ist. Derzeit würden die Trennmauer zwischen Rutschbahn und Pilzbereich im Nichtschwimmerbecken komplett saniert und neu gefliest, ferner erfolge der Grün- und Baumschnitt.

„Das Bad hat den Winter gut überstanden, größere Ausgaben müssen wir dort nicht tätigen“, sagt Johanna Nofer von den örtlichen Stadtwerken. Der Kartenvorverkauf beginne am 1. April. Da das Kundencenter derzeit geschlossen ist, werden die Karten nach Zahlungseingang zugesendet.

Schwimmmeister  in  Malsch bleibt skeptisch

Bleibt Malsch: Das schön gelegene Freibad im Ortsteil Waldprechtsweier soll am 9. Mai die Winterpause beenden, allerdings ist Schwimmmeister Bernd Ramackers skeptisch: „Ob das hinhaut? Wenn bis dahin noch Abstandsregeln gelten sollten, dann können wir eine Öffnung des Bades vergessen, denn wer soll das überwachen?“ fragt er.

Derzeit werde Unkraut auf den Freiflächen und Platten gejätet, sodann gehe es an die Bodenreinigung. Drei Mitarbeiter seien für die Freibadsaison  im Einsatz. Der rührige Förderverein bringe sich wie gewohnt ein: Er spendiert neue Spinde, in die auch Liegen reinpassen, und für die untere Liegewiese eine Bewässerungsanlage.