Auch die Schafe in Oppenau (Ortenaukreis) wurden von einem Wolf gerissen. | Foto: Bernd Thissen

DNA-Untersuchung abgeschlossen

Auch die Schafe in Oppenau wurden von Wolf gerissen

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Auch die Schafsrisse in Oppenau (Ortenaukreis) gehen auf das Konto des Wolfsrüden „GW852m“. Das haben die DNA-Untersuchungen ergeben, teilte das Umweltministerium am Mittwoch mit.

Ende Oktober waren zwei Schafe tot entdeckt worden. Ein drittes war schwer verletzt und wurde getötet. Sie fielen den Angaben zufolge dem Wolfsrüden mit der Bezeichnung „GW852m“ zum Opfer. Zuletzt hatte „GW852m“ bereits in Forbach mehrere Schafe und eine Ziege getötet.

Das Tier wird seit knapp zwei Jahren immer wieder im Nordschwarzwald nachgewiesen und hat schon einige Nutztiere gerissen. In allen Fällen waren die Herden nach Ministeriumsangaben nicht ausreichend geschützt.

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Der Wildtierbeauftragte des Landkreises Rastatt, Martin Hauser, unterstützt die Forderung vieler Tierhalter nach einer besseren Förderung: „Die Politik muss handeln“, ist Hauser überzeugt.

Nutztierhalter, die noch nicht über ausreichenden Herdenschutz verfügen, können der Behörde zufolge bei der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg Notfall-Zaunsets oder 1,2 Meter hohe Stangen mit Flatterband ausleihen.

Die Rückkehr des Wolfes sorgt deutschlandweit für heftige Debatten. Das baden-württembergische Umweltministerium hat allerdings bereits klargestellt, dass der im Nordschwarzwald ansässige „GW852m“ kein „Problemwolf“ ist.