Ein Wolf hat vermutlich in Oppenau zwei Schafe gerissen. Die Untersuchungen laufen noch. | Foto: Gabbert

Zwei Schafe gerissen

Hat der Wolf erneut in der Ortenau zugeschlagen?

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Der Wolf kommt offenbar immer näher: In Oppenau sind am Montag zwei tote Schafe gefunden worden, die offensichtlich von einem Raubtier gerissen wurden. Nach erster Begutachtung durch die Experten der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt FVA in Freiburg ist es möglich, dass ein Wolf die beiden Tiere getötet hat. Dies teilte das Umweltministerium am frühen Dienstagabend mit.

Genetische Untersuchung läuft

Für die genetische Untersuchung wurden Rissabstriche an das Forschungsinstitut Senckenberg geschickt. Bis das Ergebnis vorliegt kann es aber einige Wochen dauern. Erst am 22. Januar hatte ein Wolf nach Mitteilung des Ministeriums in Wolfach ein Schaf gerissen. Ob es sich in Oppenau um dasselbe Tier handelte, ist noch unklar.

Förderkulisse Wolfsprävention

Oppenau befindet sich in der „Förderkulisse Wolfsprävention“. In dem so beschriebenen Gebiet werden besondere Anforderungen an den Herdenschutz gestellt. Schutzmaßnahmen wie Elektrozäune werden mit 90 Prozent der Anschaffungskosten bezuschusst. Das Umweltministerium weist darauf hin, dass eine Entschädigung bei unzureichend geschützten Tieren nur noch bis Ende Mai gezahlt wird. Zu diesem Zeitpunkt besteht die Förderkulisse Wolf seit einem Jahr, ab dann ist eine lückenlose Elektroumzäunung in einer Höhe von 90 Zentimetern Voraussetzung für Entschädigungszahlungen. Empfohlen wird ein 120 Zentimeter hoher Zaun.

Umzäunung zu niedrig

Bei den Schafsrissen in Oppenau war wie bei allen gemeldeten Nutztierrissen zuvor auch die Zäunung nicht ausreichend, wie das Ministerium betont. Bei noch unzureichendem Herdenschutz können Notfall-Zaunsets oder Flatterband mit Stangen für 1,20 Meter Höhe ausgeliehen werden.