Der Rasen ist akkurat gestutzt: Das Cuppamare in Kuppenheim ist bereit für Badegäste. Bürgermeister Karsten Mußler kann das Schwimmbad aber noch nicht öffnen.
Der Rasen ist akkurat gestutzt: Das Cuppamare in Kuppenheim ist bereit für Badegäste. Bürgermeister Karsten Mußler kann das Schwimmbad aber noch nicht öffnen. | Foto: Collet

Durmersheim will Bad öffnen

Fast alle Freibäder rund um Rastatt bleiben wegen fehlender Corona-Regelung geschlossen

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Es ist endlich soweit: Freibäder dürfen ab diesem Samstag öffnen. Zumindest theoretisch. Die Kommunen sitzen bislang auf dem Trockenen, weil bis Mittwochabend noch die konkrete Verordnung des Landes fehlte. Damit ist weiter unklar, welche Regeln für den Betrieb gelten. Die Folge: Die meisten Bäder bleiben erstmal zu. Im Raum Rastatt gibt es nur eine Ausnahme – das Freibad in Durmersheim.

„Wir werden mit einem reinen Probebetrieb starten“, sagt Sandra Hertweck, Hauptamtsleiterin der Gemeinde. Aktuell werde das Betriebskonzept erarbeitet. Es werden laut Hertweck Zeitabschnitte gebildet, in denen nur eine bestimmte Anzahl von Besuchern ins Bad gelassen werden.

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Grundlage für Betriebskonzept ist ein Konzept des Städtetages

Grundlage für das Durmersheimer Betriebskonzept sind der Pandemieplan der Gesellschaft für Bäderwesen und ein Konzept des Städtetages. Letzteres sieht im Schwimmerbecken mindestens sechs Quadratmeter pro Person vor.

In Durmersheim werden keine Reservierungen möglich sein

Im Nichtschwimmerbecken sollen es 3,5 Quadratmeter pro Person sein. In Durmersheim geht man deshalb pro Zeitabschnitt von etwa 200 Badegästen aus. Eine besondere Zutrittsregelung oder Reservierungen werde es erst mal keine geben.

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„Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“, erklärt Hertweck. Sie bittet deshalb um Verständnis. Die Gemeinde könne in so kurzer Zeit kein faires Zutrittssystem aus dem Boden stampfen. Zwischen den verschiedenen Zeiträumen soll das Bad desinfiziert werden.

Alle Attraktionen bleiben geschlossen

Auch alle Attraktionen werden geschlossen bleiben, betont die Hauptamtsleiterin. Plakate sollen die Besucher auf den Mindestabstand und auf die Ein- und Ausgänge der Schwimmbecken hinweisen. Auch Abstandsmarkierungen werden in Durmersheim angebracht.

Die wichtigsten Regeln
zum Infektionsschutz halten wir ein.

Sandra Hertweck, Hauptamtsleiterin

„Die wichtigsten Regeln zum Infektionsschutz halten wir auf jeden Fall ein“, meint Hertweck. Dennoch appelliert sie an die Eigenverantwortung der Besucher.

Bislang ist aber noch gar nicht sicher, ob sich diese Richtlinien des Städtetages später auch in der Verordnung des Landes wiederfinden lassen. Das weiß auch Kuppenheims Bürgermeister Karsten Mußler.

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In Kuppenheim wartet man auf die Landesverordnung

Dort sind die Verantwortlichen dabei ins Detail zu gehen. „Wichtig ist, dass alles rechtssicher umgesetzt wird“, sagt Mußler. Schließlich habe er die Haftung und sei für das Einhalten der Richtlinien verantwortlich. Dafür braucht es erst mal die Verordnung des Landes.

Sicher sei, dass das Bad an diesem Samstag nicht öffne. Auch in Kuppenheim denkt man über Zeitslots nach. Ein Online-Reservierungssystem könnte den Zutritt ins Cuppamare regeln.

Eine Bäderöffnung vor dem 15. Juni
ist in Rastatt nicht realistisch.

Olaf Kaspryk, Geschäftsführer der Stadtwerke Rastatt

Auch in Rastatt bewerten die Verantwortlichen die Situation im Detail als sehr schwierig. „Das Öffnen der Bäder in Rastatt ist vor dem 15. Juni nicht realistisch“, sagt Olaf Kaspryk, Geschäftsführer der Stadtwerke Rastatt.

Das Natura und Alohra seien alte Bäder, die keine Steuerungsmöglichkeit des Ticketverkaufs haben. Es werde seit längerem an einem Konzept gearbeitet. „Da muss alles rechtssicher sein und die Politik muss das OK geben“, erklärt er.

Gemeinderat in Muggensturm entscheidet über Badesee-Öffnung

In Muggensturm wird der Gemeinderat am 15. Juni über die Öffnung des Naturfreibads Kaltenbachsee beratschlagen. Bis dahin gebe es sicherlich die Verordnung des Landes, meint Hauptamtsleiter Claus Gerstner.