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Vielleicht entscheidet das Los

Ambitionierte Handball-Oberligisten streben Sprung in die Dritte Liga an

Während die Handballer des TVS 1907 Baden-Baden angesichts der aktuellen Entwicklung für die kommende Saison kein Interesse an der Aufnahme in die Dritte Liga zeigen, streben Köndringen/Teningen, Neuhausen/Filder, Söflingen und Bittenfeld II den Sprung nach oben an.

Unterschiedliche Ambitionen: Mathias Salger (links) will mit der TSG Söflingen in die Dritte Liga, während Han Völker mit dem TVS Baden-Baden die Oberliga bevorzugt. Foto: Hans-Jürgen Collet

Von den acht Handball-Oberligisten, die ursprünglich ihr Interesse an einer Aufstiegsrunde zur Dritten Liga bekundet haben, sind am Ende nur vier Vereine übrig geblieben. Der TSV Neuhausen/Filder, die SG Köndringen/Teningen, der TV Bittenfeld II und die TSG Söflingen bemühen sich um die zwei noch zu vergebenden freien Plätze in der dritthöchsten deutschen Handball-Klasse.

Einen Rückzieher haben dagegen der TuS Steißlingen, der TSV Zizishausen, der TSV Weinsberg und der TSB Schwäbisch Gmünd gemacht.

Der TVS Baden-Baden, das Aushängeschild des Bezirks Rastatt, hatte schon im Vorfeld erklärt, angesichts der aktuell unkalkulierbaren Umstände in der nächsten Saison für die Baden-Württemberg-Oberliga zu planen. Simon Riedinger, der Sportliche Leiter der Sandweierer, sagte: „Wenn Dritte Liga, dann wollen wir sie mit einem gewachsenen Aufstieg und der Aufstiegseuphorie im Rücken angehen.“

Wir werden aber weiterhin versuchen, das Beste aus der Situation zu machen.
Michael Schilling, Trainer der SG Köndringen/Teningen

Wie die Drittliga-Aufsteiger ermittelt werden, ist noch unklar. Derzeit dürfen die Oberligisten, denen kein Profistatus zuerkannt ist, nicht trainieren. Auch Testspiele sind tabu. Was Michael Schilling, Trainer der südbadischen SG Köndringen/Teningen, bedauert: „Das ist natürlich sehr schade. Wir werden aber weiterhin versuchen, das Beste aus der Situation zu machen und warten auf weitere Entscheidungen der Verbände und der Politik.“

Bis zum 15. Juni müssen die Aufsteiger gemeldet werden

Zunächst soll es ein Online-Meeting der vier aufstiegswilligen Vereine geben, um vorab im kleinen Kreis Vorschläge zum weiteren Verfahren zu erarbeiten. Wenn aufgrund der Pandemie-Entwicklung sportlich nichts geht, ist es wahrscheinlich, dass das Los entscheidet. In jedem Fall müssen die beiden Aufsteiger bis zum 15. Juni dem Deutschen Handball-Bund gemeldet werden.

Geklärt ist die Situation bei den Frauen-Oberligisten. Da nur der TuS Steißlingen und die SG BBM Bietigheim II ihre Bereitschaft zum Aufstieg in die Dritte Liga Frauen offiziell erklärt haben, ist für diese beiden Teams der Weg in die Drittklassigkeit frei.

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