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Lärmaktionsplan der Bäderstadt

Tempo 30 bremst die Busse in Baden-Baden

Die Kommunalpolitik in Baden-Baden steckt in der Zwickmühle: Eine Fortschreibung des Lärmaktionsplans mit mehr Tempo-30-Zonen ist erwünscht. Aber die Busse der Baden-Baden-Linie brauchen dann mehr Zeit.

Lärmschutz durch Tempo 30: Weitere solcher Zonen mit reduzierter Geschwindigkeit sollen auch in Baden-Baden ausgewiesen werden. Foto: Bernd Wüstneck /dpa

Viele Menschen in Baden-Baden klagen über Lärm, vor allem über Verkehrslärm. Die Belastungen sollen für die Bürger geringer werden, etwa durch mehr Tempo-30-Zonen oder dem Einbau von sogenanntem Flüsterasphalt. Das sieht die Fortschreibung des gesetzlich vorgeschriebenen Lärmaktionsplans vor.

Doch die Medaille hat zwei Seiten: Was etwa Anwohner entlastet, kann für andere eine Belastung werden: Betroffen sind die Busse der Baden-Baden-Linie (BBL). Eine Ausweisung weiterer Tempo-30-Zonen trägt etwa dazu bei, dass Fahrpläne nicht mehr eingehalten werden können, weil sich die Umlaufzeiten der Busse auf bestimmten Linien durch die reduzierte Geschwindigkeit zwangsläufig erhöhen.

Busse sollen trotz 30er-Zone nicht langsamer werden

Stadtwerke, Stadtverwaltung und die Kommunalpolitiker brüten nun darüber, wie sie Maßnahmen zur Entschleunigung des Verkehrs in der Bäderstadt für den öffentlichen Personennahverkehr kompensieren können. Das ist ein echtes Dilemma, denn viel lieber würden alle den Nahverkehr attraktiver gestalten. „Wir sorgen aber nur für einen Ausgleich, um die Busse nicht zu verlangsamen. Es gibt keine Beschleunigung“, bringt CDU-Rat Hansjürgen Schnurr die Zwickmühle, in der die Bürgervertreter stecken, am Donnerstagabend in der Sitzung des Betriebsausschusses der Stadtwerke auf den Punkt. Die Ziele des Lärmaktionsplans – Menschen in der Stadt von Lärm zu entlasten – „wird von allen gewollt, aber wir behindern damit den ÖPNV“. Widerspruch erntet Schnurr nicht.

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