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Start nach den Osterferien

Bühler Schüler sollen zu Hause getestet werden

Nach den Osterferien soll es für Bühler Schüler Coronatests geben. Die sind freiwillig und werden daheim gemacht. In anderen Gemeinden ist das Interesse gering. Außerdem gibt es Streit unter Eltern.

Umstritten: Coronatests in den Schulen finden nicht nur Beifall bei Schülern und Eltern. Die Stadt Bühl will mit ihrem freiwilligen Angebot nach den Osterferien starten. Foto: Federico Gambarini/dpa

Coronatests in Bühler Schulen haben den Bühler Gemeinderat außerhalb seiner Tagesordnung beschäftigt. „Kommen diese Tests, wie vom Land angekündigt, oder ist auch das nur ein Aprilscherz wie der zusätzlich Feiertag?“ fragte Georg Feuerer (CDU) ganz am Ende der Sitzung im Bürgerhaus Neuer Markt unter dem Punkt „Berichte und Anfragen“.

Offensichtlich hat der CDU-Fraktionsvorsitzende wenig Hoffnung auf Unterstützung durch Bund und Land. „Das Land wird uns das nur vorschreiben“, befürchtete er und vermutete, dass die gesamte Arbeit mit den geplanten Schülertests an der Kommune hängen bleibe.

Klaus Dürk, Leiter des Fachbereichs Bildung – Kultur – Generationen im Rathaus, berichtete, dass die Tests für Lehrer und Erzieher in den 30 Bildungseinrichtungen in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz erfolgreich laufen. Sie werden direkt vor Ort, also in den Schulen und Kindergärten, gemacht.

Erfahrungen aus anderen Städten offenbaren Probleme

Tests für Schüler gibt es noch nicht. Sie beschäftigen das Team in Dürks Fachbereich aber bereits seit einigen Tagen. Kürzlich gab es einen Meinungsaustausch mit den Schulleitern per Videokonferenz. Dürk hat auch Kontakt zu anderen Städten, die bereits Erfahrungen mit Schülertests haben. Was er dort gehört hat, stimmt ihn nicht uneingeschränkt optimistisch.

„Die Erfahrungen sind sehr unterschiedlich bis hin zu nicht zufriedenstellend“, räumte er im Gemeinderat ein. Je nach Gemeinde beziehungsweise Schulen ließen sich lediglich 30 bis 50 Prozent der Schüler testen. „Diese Quote stellt den Erfolg natürlich infrage“, räumte Dürk ein. Die Tests sind freiwillig. Kein Schüler wird dazu gezwungen.

Die Erfahrungen sind sehr unterschiedlich bis hin zu nicht zufriedenstellend.
Klaus Dürk, Leiter Fachbereich Bildung

Das sind aber nicht die einzigen Probleme, die bisher in anderen Kommunen in Zusammenhang mit den Coronatests aufgetaucht sind. Offensichtlich gab es dort regelmäßig Streit zwischen Eltern, die ihre Kinder testen lassen, und denen, die ihre Kinder nicht testen lassen. „Das ist ein heißes Thema“, stellte Dürk fest.

Eine logistische Herausforderung

Für die betroffenen Schulen sind diese Tests, abgesehen von dem damit verbundenen Stress mit nur teilweise willigen Schülern und Eltern, eine riesige logistische Herausforderung. „Die Tests müssen unter Anleitung von Lehrern durchgeführt werden“, berichtete der Fachbereichsleiter. Das ist innerhalb der Schulgebäude während oder direkt vor der Unterrichtszeit alles andere als einfach.

In Bühl will Dürk deshalb einen anderen Weg gehen. „Wir setzen auf Tests zu Hause“, erklärte er. „Die Schüler kommen also bereits getestet zur Schule. Natürlich ist das alles auf freiwilliger Basis.“

Die Stadt Bühl will die notwendigen Testkits besorgen. Mit den Tests soll nach den Osterferien begonnen werden.

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