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Kritik am Erzbistum Freiburg

Proteste gegen den Wechsel zweier Pfarrer nach Bühl werden laut

Die beiden Pfarrer Andreas Schneider und Martin Drathschmidt übernehmen die nach Missbrauchsvorwürfen vakanten Pfarrstellen in Bühl. In der bisherigen Seelsorgeeinheit regt sich gegen den Wechsel der Geistlichen massiver Widerstand.

Freude nur in Bühl: Die Versetzung der beiden Pfarrer Andreas Schneider und Martin Drathschmidt nach Bühl sorgt in deren bisherigen Seelsorgeeinheit für massive Proteste. Foto: Ulrich Coenen

Die beiden Pfarrer Andreas Schneider und Martin Drathschmidt wechseln zu Pfingsten nach Bühl (wir berichteten). Nach den Missbrauchsvorwürfen gegen zwei Geistliche sind diese Stellen in der Seelsorgeeinheit Bühl-Vimbuch vakant. Die Freude in Bühl über die schnelle Neubesetzung ist deshalb groß. In der Seelsorgeeinheit Adelsheim-Osterburken-Seckach, wo die beiden Priester seit 2004 gemeinsam tätig sind, sind die Gemeindemitglieder hingegen verärgert.

Andreas Reize, der Vorsitzendes des Pfarrgemeinderates Adelsheim-Osterburken-Seckach, keilt in einem offenen Brief, der auch auf der Homepage der Gemeinde verfügbar ist, kräftig gegen die Erzdiözese Freiburg. Er spricht von einer klaren Benachteiligung des ländlichen Raums gegenüber Städten, in diesem Fall die Mittelstadt Bühl. „Es entsteht bei uns der Eindruck, dass Sie sich nicht wirklich der Auswirkungen bewusst sind, die diese Entscheidung für die zwölf Gemeinden unserer Seelsorgeeinheit haben wird“, schreibt er. „Das Gesamt-Konzept ist für uns absolut nicht zu verstehen und nicht nachvollziehbar. Außerdem nehmen wir deutlich wahr, dass die Zahl der Priester und Seelsorger in Städten im Vergleich zum ländlichen Raum deutlich erhöht ist.“

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