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Förderpaket der RadKULTUR

Umsteigen aufs Fahrrad: Gaggenau setzt auf Mitmach-Aktionen und Leihräder

Gaggenau landet beim Fahrrad-Klima-Test 2020 nur im Mittelfeld. Mithilfe eines Förderpakets des Landes Baden-Württemberg soll sich das ändern. Die Stadt will dafür gleich an mehreren Schrauben drehen.

Die Gaggenauer loben, wie gut die Innenstadt mit dem Rad zu erreichen ist. Foto: Andrea Fabry

Die Stadt Gaggenau möchte ihre Bürger dazu animieren, insbesondere bei alltäglichen Strecken, häufiger aufs Rad zu steigen statt mit dem Auto zu fahren. Umso mehr freut sich die Stadt über ein Förderpaket des Landes Baden-Württemberg im Rahmen der Initiative RadKULTUR, heißt es in einer Pressemeldung der Stadtverwaltung.

Verkehrsministerium unterstützt Gaggenau bei Mitmach-Aktionen rund ums Fahrrad

Hierbei unterstützt das Verkehrsministerium Kommunen bei der Organisation, Kommunikation und Durchführung von Mitmach-Aktionen rund um das Fahrrad. Auf diese Weise soll eine fahrradfreundliche Mobilitätskultur entwickelt und gestärkt werden. Bereits im vergangenen Jahr erhielt die Stadt die Zusage auf Förderung. Doch die ursprünglich geplanten Veranstaltungen mussten aufgrund der Pandemie auf dieses Jahr verschoben werden.

Im Sommer sollen vielfältige Aktionen angeboten werden, die die Bürger über die Fahrrad-Angebote in Gaggenau informieren und für das Radfahren begeistern sollen. Beim „Rad-Spaß in der City“ wird es im August einen Aktionstag geben, der ganz im Zeichen des Fahrrads steht.

Vom Sandplatz über den Marktplatz bis hin zum Josef-Treff sind verschiedene Mitmachstationen und Informationsstände geplant. Zudem werden verschiedene Künstler das Thema Fahrrad von einem neuen Blickwinkel aus beleuchten.

Wir sind sehr zuversichtlich, dass der Rad-Spaß ein voller Erfolg wird.
Heidrun Haendle, Leiterin des Kulturbüros

Das Kulturbüro plant in Zusammenarbeit mit der RadKULTUR die verschiedenen Aktionen und entwickelt ein flexibles Modell: „Wir können unser jetziges Programm auf die Situation im August anpassen und dieses gemäß den Corona-Vorgaben durchführen. Wir sind sehr zuversichtlich, dass der Rad-Spaß ein voller Erfolg wird und er uns allen etwas Abwechslung bieten wird“, erklärt Heidrun Haendle, Leiterin des Kulturbüros.

Gaggenauer Kulturbüro plant ein coronakonformes Konzept

Bei der zweiten Aktion können sich Radler im Rahmen des Fotowettbewerbs „RadSTAR“ professionell fotografieren lassen und erklären, warum sie gerne das Rad nutzen. Anschließend findet ein „Voting“ statt, bei dem die Gaggenauer für ihren „RadSTAR“ abstimmen können.

Die Gewinner dürfen sich auf tolle Sachpreise freuen. Sollte es in den Sommermonaten einen weiteren Lockdown geben, werden die Fördermittel in weniger publikumswirksame Aktionen investiert.

Gaggenau setzt auf nachhaltige Mobilität

Bereits vor einigen Jahren hat sich die Stadt Gaggenau der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e.V. (AGFK) angeschlossen und möchte gemeinsam mit über 80 Kommunen eine neue Kultur nachhaltiger Mobilität etablieren.

Der Fahrradverkehr soll systematisch gefördert und der Radverkehrsanteil dauerhaft gesteigert werden. Einen ersten Aufschwung im Bereich Radfahren deutschlandweit zeigen die Ergebnisse des Fahrrad-Klima-Tests 2020 des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) in Mitarbeit des Bundesministeriums. Dort wurde deutlich, dass die Pandemie mehr Menschen auf das Rad lockt. Bei der neunten Befragung des ADFC zur Zufriedenheit der Radfahrenden, haben rund 230.000 Radfahrer abgestimmt.

Gaggenauer wünschen sich mehr Leihräder

Auch Gaggenau hat es in das Ranking und erneut ins Mittelfeld auf Platz 224 (von 415) der fahrradfreundlichsten Städte in seiner Größe geschafft. Gewünscht wurde von den Befragten eine verstärkte Fahrradförderung unter anderem auch durch Leihräder. Ebenso kritisiert wurde, dass Falschparker auf Radwegen nicht kontrolliert werden.

Dagegen wird die gute Erreichbarkeit des Stadtzentrums sehr gelobt sowie, dass im öffentlichen Nahverkehr Räder mitgenommen werden können. Aktuell laufen gemeinsam mit den Stadtwerken Gespräche mit Anbietern für eine Next Bike Station. Die Leihstation soll noch dieses Jahr realisiert werden.

In Planung ist für dieses Jahr zudem der Radweglückenschluss im Bereich Schillerstraße sowie wurden zwei Fahrradstraßen in der Albrecht-Dürer-Straße sowie in der Amalienbergstraße errichtet.

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