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Erst Hoffnung, dann kalter Entzug

Schmerzpatient aus Gaggenau nahm Cannabis - und wurde süchtig

Schmerzpatient Michael Unkrig aus Gaggenau wird 16-mal operiert. Medizinisches Cannabis ist seine letzte Hoffnung. Doch er wird danach süchtig und muss in den kalten Entzug. Bis heute sind die Schmerzen Unkrigs ständiger Begleiter. Durch seine Einschränkungen hat er Freunde verloren. Den Cannabis-Konsum bereut er nicht.

Ein Bild aus der Vergangenheit: Michael Unkrig richtet sich eine Spritze mit dem Cannabis-Wirkstoff Dronabinol. Foto: Dominic Körner

„Letzte Hoffnung Cannabis” titeln die BNN vor drei Jahren. Damals erhält der Gaggenauer Schmerzpatient Michael Unkrig zum ersten Mal einen medizinischen Hanf-Wirkstoff. Die Krankenkasse zahlt. Dem 61-Jährigen, der schon 16-mal auf dem OP-Tisch gelegen ist, geht es schnell besser. Scheinbar. Denn ein Medikamenten-Cocktail aus Cannabis, Morphium und Antidepressiva macht ihn schwer abhängig. Heute hat er einen kalten Entzug hinter sich.

Unkrigs Geschichte ist tragisch. Der heutige Frührentner erleidet sieben Bandscheibenvorfälle. 2002 wird ihm ein Implantat eingesetzt, das die Bandscheiben entlasten soll. Das Gegenteil tritt ein: Das Teil bricht und die Schmerzen werden immer schlimmer. Kein Arzt kann Unkrig helfen.

Schließlich nimmt er Morphium, wird berufsunfähig und geht kaum noch aus dem Haus. Bis heute wird er 16-mal operiert, achtmal allein an der Wirbelsäule. Nur mit Antidepressiva kommt er aus dem Bett.

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