Skip to main content

Schärfere Hygieneregeln

Alarmstufe erreicht: So wechselt Achern in den Coronamodus

Die Intensivstationen füllen sich seit Wochen mit Corona-Patienten. Jetzt ist die Alarmstufe erreicht – mit direkten Folgen für das öffentliche Leben und Veranstaltungen in Achern. Schon im Vorfeld war es zu einigen Absagen gekommen. 

Geschlossene Veranstaltung: Der Weihnachtsmarkt, hier auf einem Foto von 2017, findet in diesem Jahr wieder statt. Ungeimpfte müssen aber draußen bleiben. Foto: Roland Spether

Der irische Musiker Sean Keane entschied bereits in der vergangenen Woche, nicht in der Illenau auftreten zu wollen. Der Komiker Sebastian Pufpaff hatte seinen Auftritt in der Schlossfeldhalle bereits im August abgesagt.

Mit Ausrufung der Alarmstufe folgten dann am Mittwoch weitere Absagen für Vereins- und Kulturveranstaltungen.

Dass, wie zum Beispiel im Falle des Tennisclubs Mösbach, Termine für Jahreshauptversammlungen einen Tag nach der Veröffentlichung wieder abgesagt werden mussten, zeigt, dass trotz der wochenlangen Ankündigungen viele der Verantwortlichen von der Alarmstufe überrascht wurden.

Weihnachtsmarkt nicht von Absagen betroffen

Der Acherner Weihnachtsmarkt, vom 26. November bis zum 19. Dezember auf dem Markt, wird aber aller Voraussicht nach stattfinden. Wie auch bei anderen Veranstaltungen, gelten hier nun zwangsweise die 2G-Regeln. Die sollen von einem Sicherheitsdienst kontrolliert werden. Um das überhaupt zu ermöglichen, wird der Markt umzäunt.

Darüber hinaus soll es eine Nachtwache geben, die den Platz auch nach Schließung des Weihnachtsmarktes überwacht. Noch Ende Oktober hatte die Stadt einen 3G-Weihnachtsmarkt angekündigt, sich aber schon damals Änderungen vorbehalten, wenn sich die Coronalage ändert.

Oberbürgermeister Klaus Muttach (CDU) informierte am Dienstagabend im Gemeinderat über die neue Regelungen. Demnach gilt 3G nur noch für körpernahe Dienstleistungen, den Einzelhandel und Gastronomie im Freien. Ungeimpfte müssen einen PCR-Test vorlegen. Auch an den Schulen werden die Regeln wieder verschärft. Im Unterricht gilt die Maskenpflicht.

Ungeimpfte Schüler und Lehrer müssen sich regelmäßig testen – die Schüler dreimal in der Woche, die Lehrer jeden Tag. Dasselbe gilt in Kindergärten, wobei Kindergartenkinder von der Testpflicht ausgenommen sind.

Verstärkte Kontrollen in der Gastronomie

Dass die Regeln auch eingehalten werden, soll nun der kommunale Ordnungsdienst der Stadt verstärkt kontrollieren. Insbesondere auf die Gastronomie wolle man dabei ein Fokus legen. Bislang hielten sich die Gaststättenbetreiber aber an die Regeln, so Muttach.

Darüber hinaus habe man den Mitarbeitern der Stadtverwaltung, aber auch den Gemeinde- und Ortschaftsräten „dringend empfohlen“ unabhängig vom Impfstatus vor Zusammenkünften einen Schnelltest zu machen. Darüber hinaus könnten Besucher von Gemeinde- und Ortschaftsräten künftig vor Ort kostenlos einen Test machen.

nach oben Zurück zum Seitenanfang