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Kritik an Corona-Politik

So lief die Versammlung „Zeig dein Gesicht für die Grundrechte“ in Achern

Zu einer Versammlung trafen sich mehr als 150 Personen im Acherner Stadtgarten und hörten einige Beiträge rund um das Thema „Zeig dein Gesicht für die Grundrechte“. Die Redner kritisierten die Corona-Politik der Regierung.

Buntes Treffen: Bei der Kundgebung in Achern versammelten sich mehr als 150 Personen, stellte die Polizei Achern fest. Foto: Andreas Bühler

Ein buntes Treffen bei frühlingshaften Temperaturen und ein nachdrückliches Plädoyer für die Einhaltung der Grundrechte: Schätzungsweise mehr als 150 Teilnehmer versammelten sich auf der Wiese im Stadtgarten. „Zeig dein Gesicht für die Grundrechte“ war auf dem großen hellen Plakat zu lesen.

Organisator Hubert Kraus aus Achern hatte die Kandidaten für die bevorstehende Landtagswahl zu der Kundgebung eingeladen. „Ich habe alle angeschrieben. Aber es sind nur die von der ÖDP und der Partei dieBasis gekommen. Die anderen wissen schon, warum sie fernbleiben“, sagte er ins Mikrofon und erhielt dafür Applaus.

Die einschränkenden Maßnahmen im Verlauf der Corona-Pandemie bezeichnete er als maßlos überzogen und nicht angemessen. „Die Grundrechte werden mit Füßen getreten. Denn es findet keine Diskussion darüber statt, sondern sie werden von einigen wenigen getroffen“, bezog Hubert Kraus seinen Standpunkt.

Die Grundrechte werden mit Füßen getreten.
Hubert Kraus, Organisator

Die Lösung sei einfach: Diejenigen, die vorbelastet sind und die gefährdet seien, müssten geschützt werden. „Aber die Gesunden müssen ein normales Leben führen können“, sagte Kraus im Gespräch mit unserer Redaktion.

Die Acherner Polizei verfolgte die Veranstaltung am Rande. „Es ist soweit alles okay. Die notwendigen Abstände unter den Personen werden eingehalten. Der Veranstalter hat eingangs auch auf die Einhaltung der Vorschriften hingewiesen“, erklärte Guido Kühn, Leiter des Polizeireviers Achern-Oberkirch.

Vergleich mit Situation in den Nachbarländern

„Die in den Medien dargestellte Situation lässt keine anderen Entscheidungen zu, zumal sie von den immer gleichen Spezialisten und Wissenschaftlern ständig wiederholt wird“, sagte Axel Weniger von der Partei ÖDP. Er wundere sich nur, warum es in einigen Nachbarländern bereits wieder deutliche Lockerungen gebe.

Zu bemängeln sei, dass berechtigt angebrachte Zweifel am Kurs der Politiker nicht gehört werden. „Sicher, Corona ist eine ernstzunehmende Krankheit und ich nehme Rücksicht und halte Abstand. Aber ich vermisse den Wettstreit der Argumente und der gehört nun einmal zu einer Demokratie“, stellte er fest und bekam dafür Applaus.

Gastronom übt Kritik an Politik

„Wenn die Grundrechte einfach von der Kanzlerin eingeschränkt werden können, dann ist die Demokratie eigentlich am Ende“, argumentierte Christian Gleiß, der für die Partei dieBasis antritt.

Der Gastronom und Musiker aus Oberkirch versicherte, dass der kritische Anteil an der Bevölkerung ständig wachse. „Das sind nicht nur ein paar Prozent. Sie verstehen einfach nicht, warum gesunde Menschen sich über einen längeren Zeitraum hinweg nicht mehr treffen dürfen. Das ist nicht im Grundgesetz vorgesehen, weil dessen Gründerväter überhaupt nicht mit so einem Zustand gerechnet haben“, ergänzte Cleiß und erntete dafür hörbare Zustimmung. Es folgten weitere Redner der Partei dieBasis und einige Musikbeiträge.

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