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Kurz aber heftig

Windhose auf dem Wasser erschreckt Mummelsee-Besucher in Seebach

Am Mittwochabend hat sich auf dem Mummelsee in Seebach eine Windhose entwickelt und für viel Wirbel gesorgt. Alle Besucher kamen mit dem Schrecken davon. Das Naturschauspiel wurde auf Video festgehalten.

So friedlich wie gewohnt war der Mummelsee am Vorabend zu Fronleichnam nicht. Foto: Erich Spiegelhalter

„Im ersten Moment haben wir gar nicht bemerkt, was da kommt“, berichtet Sabine Weingartner aus Bühlertal am Mittwoch noch auf dem Heimweg vom Mummelsee. „Erst war es nur ein leichter Wind, aber dann haben wir gemerkt, es wird schlimmer.“ Was Familie Weingartner auf dem See beobachtet hat, ist eine sogenannte Windhose. Ein kleiner Wirbelsturm.

Als der über den See tänzelte, begannen sich sogar die Boote mit den Besuchern darin zu drehen. Weingartner konnte alles von der Terrasse des Berghotels Mummelsee beobachten, wo sie mit ihrer Familie beim Abendessen saß. „Wir die Gläser geschnappt, damit sie nicht umfallen. Dann sind plötzlich die Stuhlkissen weggeflogen und alle sind nass geworden“, sagt sie.

Zunächst sei der Schock groß gewesen, vor allem für die Leute in den Booten, unter denen auch Kinder waren. Innerhalb kürzester Zeit sei der Spuk aber wieder vorbei gewesen. „Zwei, drei Minuten hat das gedauert. Nicht länger“, ergänzt Ehemann Mark Weingartner. Im Nachhinein sei das Naturschauspiel extrem beeindruckend gewesen. Eines der Holzboote sei sogar voll Wasser gelaufen. „Da hat man gesehen, welche Stärke dieser Wind hatte“, so Weingartner.

Video zeigt Ausmaß des Wirbelwinds auf dem Mummelsee

In Windeseile verbreitet sich auch ein Video, auf dem der kleine Wirbelsturm zu sehen ist. Aufgenommen hat es eine Service-Mitarbeiterin des Berghotels Mummelsee, die es auch den BNN zur Verfügung stellt.

Auch die Besitzer des Hotels können sich nicht erinnern, jemals etwas Ähnliches auf dem Mummelsee beobachtet zu haben. „Die Hotelchefin hat das in all den Jahren noch nie erlebt“, berichtet ein Sprecher des Hotels. Die entstandenen Schäden fielen glücklicherweise gering aus. Nur ein Schirm sei zu Bruch gegangen, so der Sprecher, „und einige Kissen liegen auf dem Hoteldach.“ Unter dem Strich sei das Naturereignis nur kurz gewesen - aber heftig.

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