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Tempo 30 in der Rastatter Straße

Anwohner in Bietigheim wehren sich mit Unterschriften gegen Raser

Die Rastatter Straße in Bietigheim ist kerzengerade. Das lädt manche Auto- und Motorradfahrer ein, aufs Gas zu drücken. Dabei gilt dort Tempo 30. Die Anwohner wehren sich - mit Smartphone und Unterschriften.

Ein langer, schwarzer Teppich aus Asphalt: Die Rastatter Straße lädt trotz Tempo 30 manche Auto- und Motorradfahrer dazu ein, Gas zu geben. Foto: Holger Siebnich

Der Asphalt liegt da wie ein pechschwarzer Teppich, ausgerollt in einer kerzengeraden Linie bis zum Horizont: Die Rastatter Straße in Bietigheim lädt Auto- und Motorradfahrer dazu ein, Gas zu geben. Doch die Strecke führt mitten durchs Wohngebiet. Es gilt Tempo 30. Manchen Raser schreckt das nicht ab. Jetzt gehen die Anwohner auf die Barrikaden.

„Es ist nur eine Frage der Zeit, bis etwas passiert”, sagt einer der Hausbesitzer an der Strecke. Seinen Namen will er wie andere Betroffene nicht in der Zeitung lesen. Zu groß ist die Angst vor Beleidigungen oder gar Bedrohungen durch Raser. Einer Frau, die sich in der Vergangenheit hilfesuchend an die Behörden gewandt habe, sei genau das passiert.

Eltern sorgen sich um ihre Kinder

Eigentlich hätte mit dem Rückbau der ehemaligen B36 alles besser werden sollen. Doch aus Sicht der Anwohner hat sich die Hoffnung nicht erfüllt. Einer, der seit zehn Jahren an der Rastatter Straße wohnt, erzählt: „Früher sind hier die Fahrzeuge mit 70 durchgedüst. Aber dafür gab es für Fußgänger wenigstens eine Unterführung.” Jetzt gilt Tempo 30. Dafür gibt es auf der 700 Meter langen Geraden nur noch eine kleine Verkehrsinsel als Fußgängerübergang, allerdings ohne Zebrastreifen und Ampel.

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