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Landtagswahl 2021

Im Wahlkreis Rastatt erringen die Grünen erneut das Direktmandat

Im Wahlkreis Rastatt hat Thomas Hentschel von den Grünen das Direktmandat gewonnen. CDU, SPD und AfD müssen Verluste hinnehmen. Als einziger Wahlsieger neben den Grünen kann sich die FDP fühlen.

An der Spitze: Der Landtagskandidat Thomas Hentschel (Grüne) erhält das Direktmandat im Wahlkreis Rastatt. Foto: Hans-Jürgen Collet

Im Wahlkreis Rastatt liegen die Grünen klar vorne. Sie erhielten 30,4 Prozent der Stimmen. Die CDU folgt mit 23,8 Prozent. Die SPD liegt bei 13,6 Prozent. Die AfD erreichte 12,6 Prozent. Die FDP erhielt 8,0 Prozent.

Die weiteren Parteien erreichten die Fünf-Prozent-Marke nicht. Am besten schnitten die Freien Wähler mit 3,9 Prozent ab. Die Linke folgt mit 2,8 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 59,8 Prozent.

Das Direktmandat geht somit an den Gernsbacher Thomas Hentschel (Grüne). Er vertritt die Partei bereits seit August 2016 im Landtag. Damals rückte er für die Landtagsabgeordnete Kirsten Lehnig nach, die bei der Wahl im März 2016 erstmals das Direktmandat für die Grünen im Wahlkreis Rastatt erhalten hatte. Für Alexander Becker (CDU) und Jonas Weber (SPD) hat es über das Zweitmandat gereicht. Auch sie ziehen erneut in den Landtag ein.

Im Vergleich zur Landtagswahl im Jahr 2016 haben die Grünen zugelegt. Damals erreichten sie 26,4 Prozent der Stimmen (+4,0). Die CDU und die SPD hingegen haben im Vergleich etwas schlechter abgeschnitten. Die CDU erhielt 2016 noch 25,6 Prozent (-1,8), die SPD 17,6 Prozent (-4,0). Auch die AfD hat Stimmen verloren. 2016 stieg sie mit 17,6 Prozent stark ein (-5,0). Die FDP hat leicht zugelegt. Sie erhielt bei der zurückliegenden Landtagswahl 6,2 Prozent der Stimmen (+1,8).

Thomas Hentschel (Grüne) freut sich über den Wahlerfolg. Er geht davon aus, dass nicht nur die Partei, sondern auch seine Person den Ausschlag gegeben hat. „Die Wähler würdigen meine Arbeit. Sie haben erkannt, dass ich nicht ideologisch unterwegs bin, sondern auch die regionale Wirtschaft im Blick habe“, sagt er im Gespräch mit den BNN.

Alexander Becker (CDU) hingegen spricht von einem schlechten Ergebnis, das „leider zu erwarten war“. Die Korruptionsvorwürfe gegen CDU-Abgeordnete bezeichnet er als einen „echten Nackenschlag“. Ein Lichtblick sei, dass die CDU im Wahlkreis Rastatt kleinere Verluste einfährt als auf Landesebene.

Jonas Weber (SPD) hat sich für seine Partei ein insgesamt besseres Ergebnis erhofft. Doch zumindest habe die Partei mit Platz drei vor der AfD ein Wahlziel erreicht, sagt er. Es freue ihn, dass das Wahlkreisergebnis den Landesschnitt der SPD mit anhebe.

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