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Sicherheitsdienst und Einbahnstraßenregelung

In Rastatt ist der erste Pop-up-Freizeitpark Baden-Württembergs gestartet

Mit klaren Vorgaben ist der erste in Corona-Zeiten veranstaltete Pop-Up-Freizeitpark des Landes in Rastatt gestartet. Auf dem gesamten Gelände gilt eine Einbahnstraßenregelung.

Ausreichend Platz: Die Abstandsregeln müssen gewahrt bleiben beim ersten Rastatter Pop-Up-Freizeitpark auf der Friedrichsfeste Foto: Hans-Jürgen Collet

Mit eindeutigen Handzeichen eilt Andreas Sommer auf die kleine Personengruppe zu. Es folgt ein kurzer Kontakt. Die Gäste, die soeben erst das Gelände betreten haben folgen den Anweisungen postwendend und bewegen sich in die gewünschte Richtung.

„Bisher läuft das super, alle sind diszipliniert”, sagt Sommer, der für die aus Rheinstetten engagierte Securityfirma arbeitet. Sie soll darauf achten, dass bei dieser besonderen Premiere auf der Friedrichsfeste alles in coronagerechten Bahnen verläuft.

Zwischen Autoscooter und Pommesbude stehen Schilder mit Corona-Regeln

Eine der wichtigsten Regeln beim Pop-Up-Freizeitpark: Es gilt Einbahnverkehr auf dem Gelände. Entsprechende Schilder gehören dabei zum festen Inventar zwischen Autoscooter, Schießbude und Süßwarenstand.

Die Leute finden es super, dass wir wieder da sind.
Michaela Schubert, Schaustellerin

Vor dem Betreten des umzäunten Areals gilt es für die Besucher indessen erst einmal, die persönlichen Daten zu hinterlegen. Das Messgerät, mit dem die Körpertemperatur registriert werden soll, hat in den ersten Stunden nach Eröffnung des Parks allerdings noch seine Tücken: „Die Sonneneinstrahlung bereitet noch Probleme, aber es wird bald reibungslos funktionieren”, heißt es von den den Mitarbeitern im Kassenhäuschen, die jedem freundlich erklären, wie die Regeln sind.

Hinter einer kleinen Plexiglasscheibe wartet Michaela Schubert an ihrer Wurfbude auf Kundschaft. Jeweils drei Bälle liegen bereit. „Wenn jemand geworfen hat, werden sie sofort desinfiziert” erklärt sie und begibt sich gleich hinter ihre Scheibe, wenn auf die Blechbüchsen gezielt wird. Schubert zählt zu den Urgesteinen des Rastatter Jahrmarktes.

Wegweisend: Sicherheitskräfte zeigen den Besuchern des Freizeitparks, in welcher Richtung sie sich auf dem Gelände bewegen müssen. Foto: Hans-Jürgen Collet

„Seit 30 Jahren schon bin ich hier, früher war ich mit meinen Ponys auf der Friedrichsfeste, seit fünf Jahren mit der Wurfbude. Auch meine Oma, die mittlerweile 102 Jahre alt ist, hat mitgearbeitet”, erinnert sie sich. Und: „Die Leute finden es super, dass wir wieder da sind”, strahlt Schubert.

Auch Boxautos werden intensiv gereinigt

Im Brustton der Überzeugung wirbt Mondy Thelen aus Karlsruhe für seinen Streetball-Stand: „Zu 99,9 Prozent ist es hier sicher”, sagt er mit Blick auf sein selbst entwickeltes Hygienekonzept. Sobald ein neuer Kunde seine Treffsicherheit testen will werden die Bälle vorab desinfiziert „und jeden Abend nochmal extra gewaschen”, wie Thelen betont.

Breiten Raum auf dem Gelände nimmt der Autoscooter ein - natürlich immer ein besonders beliebter Anziehungspunkt, gerade für das jugendliche Klientel. „Die Fahrzeuge, die gerade im Einsatz waren, werden zur Seite gestellt. Dann bleibt Zeit, um Lenkräder, Sitze und Kopfstützen zu reinigen. Die Boxautos, die in der Zwischenzeit schon gesäubert wurden, gebe ich dann wieder für die Fahrt frei”, erklärt Bernd Mahr („Ich habe das genau im Blick”) die Vorgehensweise.

Das ist ein professionell und liebevoll gestaltetes Konzept.
Guido Wagner, Freizeitparkbesucher

Viel Lob ernten die geltenden Regeln auf der Friedrichsfeste bei Guido Wagner aus Baden-Baden. Zu normalen Jahrmarktzeiten ist er mit seiner Familie Stammgast in Rastatt: „Das ist ein professionell und liebevoll gestaltetes Konzept. Der Zaun um das Gelände herum ist eine gute Idee und gibt uns auch ein Gefühl von mehr Sicherheit”, sagt Wagner.

Sergey Gsabchev, dessen Kinder mit glücklichen Gesichtern gerade beim Tütenangeln erfolgreich waren, zeigt sich ebenfalls vollauf zufrieden mit der Organisation auf dem Gelände: „In der heutigen Zeit muss das alles so geregelt werden, wir finden das gut”.

Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch, der den nicht ganz perfekten Fassanstich mit Maske und Gummihandschuhen vollzogen hatte, hegt die Hoffnung, dass der Familienfreizeitpark in den nächsten Wochen bis zum 13. September „zu einer Blaupause für derartige Veranstaltungen in Baden-Württemberg werden kann”.

Zugleich appelliert er aber an die Besucher: „Es liegt an ihnen, ob es klappt.” Schaustellerin Katja Fetscher dokumentiert ihrerseits Dankbarkeit für die Unterstützung der Stadtverwaltung: „Für uns gibt es jetzt endlich wieder die Möglichkeit etwas Umsatz zu machen.”

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