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Gemeinderat fordert Landesregierung zum Handeln auf

Rastatt sieht PFC-Problematik beim Regierungspräsidium Karlsruhe nicht genug gewürdigt

Die Dimensionen der PFC-Belastung in Mittelbaden sind gewaltig. Aktuellen Berechnungen zufolge sind 160 Milliarden Liter Grundwasser verunreinigt. In einem neuen Plan des Regierungspräsidiums Karlsruhe zur Wasserqualität spielt das Thema aber kaum eine Rolle.

Tobias Meisch, Wassermeister der Stadtwerke Rastatt, entnimmt Proben im Wasserwerk Ottersdorf. Das Wasser wird regelmäßig kontrolliert. Foto: Oliver Hurst/Stadtwerke Rastatt

Das Land duckt sich beim PFC-Skandal weg: Dieser Eindruck herrscht seit Jahren bei Vertretern der Rastatter Stadtwerke, im Rathaus und im Gemeinderat. Aufgrund der jüngsten Entwicklung dürften sich die Stuttgart-Kritiker bestätigt sehen. Das Regierungspräsidium Karlsruhe erarbeitet derzeit einen Plan, um die Qualität des Wassers am Oberrhein zu erhalten.

Das Thema PFC (Per- und polyfluorierte Chemikalien) nimmt in dem knapp 200 Seiten dicken Entwurf gerade einmal vier Zeilen ein. Jetzt will der Gemeinderat eine Resolution auf den Weg bringen und den Ministerpräsidenten nach Mittelbaden einladen.

Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch (CDU) fand in der vergangenen Sitzung des Gemeinderats deutliche Worte: „Es ist beschämend, dass wir uns durch die Gesetzgebung lavieren müssen und niemanden zu greifen bekommen.“ Das Grundwasser werde „sehenden Auges“ verschmutzt. Zuvor hatten der OB und die Stadträte sich die Ausführungen von Rechtsanwalt Dieter Eckert angehört, der die Stadtwerke beim Thema PFC berät.

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