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300.000 Stück aus Notreserve

Unternehmen mit Grenzpendlern erhalten Corona-Schnelltests

Die grün-schwarze Landesregierung stellt Unternehmen in der Grenzregion zu Frankreich und der Schweiz 300.000 Corona-Schnelltests für Grenzpendler zur Verfügung. 

Ministerpräsident Kretschmann sagte, insbesondere im Hinblick auf die Virusmutanten sei der Einsatz von Schnelltests ein wichtiges Instrument. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sagte am Mittwoch in Stuttgart, insbesondere im Hinblick auf die Virusmutanten sei der Einsatz von Schnelltests ein wichtiges Instrument, um vor Corona-Infektionen zu schützen.

Bereits seit Anfang Februar könne sich der betroffene Personenkreis kostenlos in Hausarztpraxen, Corona-Schwerpunktpraxen, Apotheken oder kommunalen Testzentren kostenlos testen lassen. „Allerdings dürfte die Nachfrage nach Testmöglichkeiten weiter steigen.“

Auf das zusätzliche Angebot verständigte sich das Land mit mehreren Spitzenverbänden der Wirtschaft, den grenznahen Industrie- und Handelskammern sowie den entsprechenden Handwerkskammern.

Die Testmöglichkeiten seien derzeit umso wichtiger, da in der gesamten deutsch-französisch-schweizerischen Grenzregion rund 100.000 Grenzgänger und Pendler von weitergehenden Einschränkungen direkt betroffen wären.

Strobl: Je nach Lage könnte es neue Binnengrenzkontrollen geben

Die Schnelltests stammen laut Mitteilung aus der Notreserve des Landes. Sie sollen übergangsweise bis voraussichtlich Ende März dazu beitragen, den Grenzverkehr von und nach Baden-Württemberg, Frankreich und die Schweiz sicherzustellen.

Der Einsatz sei dann vorgesehen, wenn es durch die weitere Corona-Entwicklung mit Virusvarianten oder sogenannten Hochinzidenzsituationen zu Verschärfungen komme, teilten das Land und die Verbände weiter mit.

Innenminister Thomas Strobl (CDU) sagte, angesichts besorgniserregender Infektionszahlen auch mit Virusvarianten in Österreich und Tschechien sei der Grenzübergang dort aktuell durch Binnengrenzkontrollen wieder sehr stark eingeschränkt.

„Sollten unsere Nachbarländer ebenso vom Bund als Virusvariantengebiete oder Hochinzidenzgebiete eingestuft werden, drohen auch hier neuerliche Binnengrenzkontrollen.“

Dieses Szenario gelte es dringlich zu vermeiden – „unser Motto muss sein: testen, testen, testen“.

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