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Kretschmann spricht über 2G

380 Corona-Intensivpatienten: Baden-Württemberg nähert sich der Alarmstufe

Die Zahl der in Baden-Württemberg auf Intensivstationen behandelten Corona-Patienten ist deutlich angestiegen. Das Landesgesundheitsamt in Stuttgart vermeldete am Freitag (Stand 16 Uhr) 380 Fälle – und damit 29 mehr als noch am Tag zuvor.

Sollte die Zahl der Corona-Intensivpatienten im Land nun aber an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen auf über 390 steigen, wäre die sogenannte Alarmstufe erreicht. Foto: Peter Kneffel/dpa

In Baden-Württemberg gilt zurzeit die sogenannte Corona-Warnstufe, die für viele Ungeimpfte bereits zahlreiche Beschränkungen mit sich bringt.

Sollte die Zahl der Corona-Intensivpatienten im Land nun aber an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen auf über 390 steigen, wäre die sogenannte Alarmstufe erreicht. In vielen Bereichen würde dann die 2G-Regel gelten, wonach nur Geimpfte und Genesene Zugang erhalten.

Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg ebenfalls an. Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner betrug den Angaben zufolge 352,6 nach 332,3 am Vortag.

Die Zahl der gemeldeten neuen Corona-Infektionsfälle stieg dem LGA zufolge um 7.977 auf nun 697.454 an. Es gab 38 weitere gemeldete Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus – damit stieg die Zahl der erfassten Verstorbenen im Zusammenhang mit der Pandemie auf 11.242.

Winfried Kretschmann rechnet mit Alarmstufe in wenigen Tagen in Baden-Württemberg

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat in diesem Zusammenhang vor einer Überlastung der Krankenhäuser gewarnt und die Bevölkerung auf weitere Beschränkungen eingestimmt. „Die Alarmstufe tritt voraussichtlich in wenigen Tagen in Kraft und mit ihr weitreichende Schutzmaßnahmen“, sagte Kretschmann in einem Podcast, wie das Staatsministerium in Stuttgart mitteilte. „In vielen Bereichen des öffentlichen Lebens gilt dann die 2G-Regel“, fügte er hinzu.

Die von Kretschmann erwähnte 2G-Regel bedeutet, dass in vielen Bereichen nur noch Geimpfte und Genesene Zugang erhalten. Das betrifft beispielsweise Kultureinrichtungen und öffentliche Veranstaltungen, Sport- und Freizeiteinrichtungen, Messen und Ausstellungen sowie die Gastronomie, wie das Staatsministerium mitteilte.

Der Südwest-Regierungschef sagte in dem Podcast weiter, Ungeimpfte sollten nicht bestraft werden: „Die Maßnahmen sind schlicht notwendig, da sonst eine Überlastung unseres Gesundheitssystems droht. Und sie sind verhältnismäßig, da sie nicht diejenigen betreffen, die geimpft sind oder eine Infektion durchgemacht haben.“

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