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Karlsruher Forscher entwickeln neuartige Batterien und E-Autos

Ministerin Bauer besucht neue Forschungsfabrik am KIT

Außen ein riesiger metallisch glänzender Gebäudewürfel, im Innern entwickeln Wissenschaftler Roboter: Die neue Forschungsfabrik an der Karlsruher Elite-Universität soll zur maßgeblichen Erfinderwerkstatt werden. Forschungsministerin Theresia Bauer (Grüne) kam jetzt zu Besuch.

Neugierige Forschungsministerin: Theresia Bauer (Grüne) schaut sich in der KIT-Forschungsfabrik um. Foto: Rake Hora /BNN

Sie tüfteln an neuartigen Materialien für Brennstoffzellen und E-Autos, an Robotern und Batteriezellen der nächsten Generation: die Wissenschaftler in der neuen Forschungsfabrik des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Vor allem aber wollen sie maßgeblich mitmischen, wenn die Künstliche Intelligenz die Industrie durchdringt.

Offiziell eröffnet wird die neue Erfinderwerkstatt zwar erst im Frühjahr 2022, doch die baden-württembergische Forschungsministerin Theresia Bauer (Grüne) machte an diesem Montag eine Stippvisite dort.

Bauer wollte sehen, wie weit das 15-Millionen-Projekt in dem metallisch glänzenden Gebäudewürfel auf dem Campus Ost gediehen ist. „Was ist die größte Herausforderung?“, wollte die Ministerin von den Forschern wissen.

Das Umdenken, antwortete KIT-Professor Jürgen Fleischer und machte ein Beispiel aus der Batteriefertigung auf: Oft müsse man noch „das Auto um die Batterie herum bauen“, sagte er. „Da wackelt der Schwanz mit dem Hund.“

In der KIT-Forschungsfabrik hingegen sollen leistungsfähigere Batteriezellen entwickelt werden, die sich auch in verwinkelte Nischen einbauen lassen. „Agile Produktion“ lautet das Zauberwort. Die Karlsruher wollen auch Kühlung und Schaltung optimieren – und für jedes Produkt flexible Batteriezellen liefern: „Ein Rasenmäher hat andere Anforderungen als ein Akkuschrauber“, erläuterte Doktorandin Sabine Paarmann im Gespräch mit der Ministerin.

Verfahrenstechniker, Informatiker, Maschinenbauer und andere Berufsgruppen arbeiten in der Forschungsfabrik eng zusammen. Dass die Karlsruher Elite-Uni in mehreren dieser Disziplinen eine Spitzenstellung hat, ist aus Sicht von Thomas Hirth, KIT-Vizepräsident für Innovation, ein großer Trumpf: „Nur Aachen, München, Dresden, vielleicht noch Berlin sind unsere Konkurrenz.“

Bauer durfte am Ende des Rundgangs selbst Drähte für das Bauteil eines Elektro-Autos biegen. Ihr vorläufiges Fazit: Die Forschungsfabrik sei „ein idealer Ort“, um Zukunftsvisionen in die Praxis umzusetzen.

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