Skip to main content

Krise am Staatstheater

Operndirektorin Nicole Braunger will Karlsruhe verlassen

Die Leiterin der wichtigsten Sparte steht vor dem Abschied aus Karlsruhe. Was bedeutet das für den Reformprozess im Theater, das in den vergangenen Monaten vor allem durch Querelen und Vorwürfe gegen die Führung Schlagzeilen machte?

Seit 2018 Operndirektorin in Karlsruhe: Nicole Braunger will das Staatstheater zum Saisonende verlassen. Foto: ARTIS - Uli Deck ARTIS - Uli Deck

Der Burgfrieden am Staatstheater Karlsruhe scheint schon wenige Wochen nach Saisonbeginn brüchig. Allerdings ist es nach der Vorgeschichte der im Sommer ausgebrochenen Führungskrise nicht überraschend, dass die Operndirektorin Nicole Braunger das Haus nun auch offiziell verlassen will – und das offenbar so schnell wie möglich. In der Stellenausschreibung zu ihrer Nachfolge heißt es zur Terminlage: „Ab der Spielzeit 2021/22 (früherer Einstieg erwünscht)“.

Vier von sechs Mitgliedern der Opernleitung hatten damals angekündigt, ihre Verträge nicht zu verlängern. Ein fünftes Mitglied, der Operndramaturg Boris Kehrmann, warf zum Ende der vergangenen Saison hin - .

Dass Braunger trotz dieser Reformen weiterhin fort will, wirft Fragen zur Wirksamkeit dieses Prozesses auf. Denn speziell die Spartenleitungen waren beim Versuch der Theaterträger, die Krise um den Führungsstil von Generalintendant Peter Spuhler beizulegen, in den Fokus gerückt worden. Als der Verwaltungsrat, geleitet von Kunstministerin Theresia Bauer (Die Grünen) und dem Karlsruher Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) im Juli seinen Maßnahmenkatalog für einen „Zukunftsprozess Staatstheater“ vorlegte, wurde betont, alle Spartenleitungen hätten ihre Bereitschaft zur weiteren Zusammenarbeit mit Spuhler bekundet.

Weiterlesen? Registrieren!

  • Zugriff auf alle Inhalte von BNN+
  • Kostenlos bis Jahresende, kein automatisches Abo
  • Weniger Werbung
Die BNN ist berechtigt, Ihre E-Mail-Adresse zur Information über eigene und ähnliche Produkte (wie BNN+, ePaper oder Zeitung) zu nutzen. Sie können der Verwendung jederzeit hier widersprechen, ohne dass hierfür andere als die Übermittlungskosten nach den Basistarifen entstehen.
nach oben Zurück zum Seitenanfang