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Fußball-Kreispokal Bruchsal

Der FC Forst nutzt beim TSV Wiesental seine Chancen besser und holt den Titel

Es war ein etwas ungewöhnliches Kreispokal-Endspiel – nicht nur wegen Corona. Nach zunächst verhaltener Stimmung und einem chancenarmen Spiel war der FC Forst in den entscheidenden Momenten hellwach und setzte sich verdient mit 2:0 (0:0) gegen des TSV Wiesental durch.

Forster Freudentaumel: Der FC Germania feiert den Sieg im Kreispokal-Endspiel gegen den TSV Wiesental. Foto: Jan Prihoda

Für ein Finale war die Stimmung sehr verhalten. Zumindest in den ersten 45 Minuten. Keine Fangesänge, wenig Applaus, nur vereinzelte Rufe Richtung Spielfeld. Erst als der FC Forst nach dem Seitenwechsel seine Chancen konsequent nutzte und sich gegen den heimischen TSV Wiesental mit einem 2:0(0:0)-Erfolg den Kreispokal-Titel der Saison 2019/20 sicherte, brandete gute Laune auf – zumindest im Fanblock der Gäste.

Zunächst Zurückhaltung auf dem Spielfeld und auf den Rängen

Dass auf der Anlage zunächst die Endspiel-Atmosphäre ein wenig fehlte, hatte zum einen mit Corona zu tun. Rund 200 Tickets hatte jeder Finalist für seinen Anhang vorab erhalten. Mit ein paar Offiziellen des Fußballkreises und wenigen weiteren Ehrengästen machte das gerade einmal 430 Zuschauer auf der weitläufigen Anlage. In einer Pandemie-freien Zeit hätten es bei herrlichem Spätsommerwetter, wie es am Samstagnachmittag der Fall war, gut und gerne doppelt so viele sein können.

Zum anderen hing die Zurückhaltung aber auch mit dem Spiel zusammen. Das war taktisch geprägt und zunächst sehr zerfahren. „Ein Finale im Amateurfußball ist immer etwas Besonderes“, sagte Wiesentals Spielertrainer Tim Ronecker nach der Partie, in der er aufgrund einer weiterhin nicht ganz verheilten Knieverletzung nicht mitwirken konnte. „Etwas Nervosität ist immer da.“

Ich habe vorher gesagt, dass die Geduld heute entscheiden wird.
Christopher Holzer, Trainer FC Forst

Die war auch den Gästen aus Forst anzumerken, die nicht nur mit einer jungen Mannschaft antraten, sondern nach 22 Minuten auch noch Kapitän und Routinier Philipp Wiesenfeldt verletzt auswechseln mussten. Der für ihn gekommene Robbie Fretz scheiterte zweimal per Kopf (24., 33.), auf der Gegenseite hatten Jerome Becker per Freistoß (18.), Robin Köhler (27.), dessen Versuch geblockt wurde und Patrick Dujmovic mit einem Schuss ans Außennetz (45.) die besten Gelegenheiten für den TSV Wiesental.

Nach der Pause schlägt der FC Forst eiskalt zu

Nach der Pause ging es ähnlich weiter. „Die zweite Halbzeit hat für mich komisch begonnen. Ein bisschen wie bei einem Freundschaftsspiel“, fand Ronecker. So kam der erste Treffer aus dem Nichts. TSV-Keeper Michael Buro ließ einen Schuss des eingewechselten Maximilian Ihle nach vorne abprallen, Adrian Margetic staubte zum 1:0 für den FC Forst ab (56.). „Ich hatte meiner Mannschaft vor dem Spiel gesagt, dass die Geduld heute entscheiden wird“, sagte Germanen-Trainer Christopher Holzer anschließend. „Dass wir geduldig geblieben sind, hat sich ausgezahlt.“

Im Prinzip bekommen wir aus dem Nichts zwei Gegentreffer.
Tim Ronecker, Trainer TSV Wiesental

So zeichnete sich auch der zweite Treffer nicht unbedingt ab. Nach einem Missverständnis in der Wiesentaler Verteidigung nach einem hohen Ball stand Ihle goldrichtig und sorgte für die Vorentscheidung. „Das ist schon bitter. Im Prinzip bekommen wir aus dem Nichts zwei Gegentreffer“, fand Ronecker.

Nach dem Spiel war dann doch (fast) alles wie immer

Sein Team wehrte sich zwar nach Kräften und kam unter anderem durch Mark Stassen, der zu hoch zielte, noch zu guten Chancen. Auf der Gegenseite hätten die Forster aber auch erhöhen können. Leon Rothfuß traf aber den Pfosten, einen weiteren Schuss von Ihle parierte Buro hervorragend. Letztlich spielte der FCF die Führung aber „dominant runter“, wie Trainer Holzer lobte.

Und so war nach Schlusspfiff des guten Schiedsrichters Stefan Faller (Neuthard) doch alles wie immer – wenn man einmal von den Masken absieht, die die Spieler bei der Siegerehrung tragen mussten. Es gab auf der einen Seite geknickte Verlierer. Auf der anderen ließen sich die Pokalsieger vom nun aufgetauten Anhang feiern – Bierduschen inklusive.

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