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100 Tage nach nach dem EU-Austritt

Wie Unternehmen aus der Region mit dem Brexit umgehen

Thomas Leyerle stand mit seinem Lkw 15 Stunden lang an der britischen Grenze. Er hat am eigenen Leib erlebt, was der Brexit verändert hat. Nach 100 Tagen suchen Unternehmen aus der Region nach Wegen, die Brexit-Bürokratie zu überwinden.

Nach dem Brexit hapert es bei den Zollbestimmungen vor allem im Bereich der Paket- und Kurierlieferungen, berichtet die Industrie- und Handelskammer Karlsruhe. Foto: Friso Gentsch picture alliance/dpa

Den Isokorb hat Schöck schon vor knapp 40 Jahren entworfen, mittlerweile wird er auf Baustellen in 40 Ländern eingesetzt. Das Baden-Badener Unternehmen hat die Konkurrenz aber im Blick und sich Anfang des Jahres den Musterkorb eines Konkurrenten aus England bestellt. Doch es kam nie in Baden-Baden an, sondern liegt bis heute beim Zoll. Der Musterkorb ist in der EU nicht zugelassen. Seit dem Brexit sind solche üblichen Vorgänge zum Problem geworden.

„Am Anfang war das ein Desaster“, sagt Schöck-Vorstandschef Mike Bucher. „Was vor 100 Tagen normal durchgeflutscht ist, ist heute hinderlich.“ Vor 100 Tagen wurde der Brexit endgültige Realität, der Austritt der Briten aus dem EU-Binnenmarkt vollzogen.

Für Unternehmen aus der Region hat das den Handel mit Großbritannien deutlich erschwert. Für Schöck ist Großbritannien einer der Kernmärkte. Zu wichtig, um vor der Bürokratie in andere Märkte zu fliehen. Bucher ist sich auch sicher, dass die Regeln zwischen EU und Großbritannien im nächsten oder übernächsten Jahr vereinfacht werden. „Der Druck der Wirtschaft auf die Politik ist groß“, sagt er.

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