Skip to main content

Ein bisschen Europa-Park für die Innenstädte

Ist der klassische Einzelhandel nach Corona noch zu retten?

Angeschlagen war der klassische Einzelhandel schon vor Ausbruch der Corona-Pandemie. Doch nun haben scharenweise Unternehmen Insolvenz angemeldet, schließen Filialen oder verkleinern Verkaufsflächen. Dabei hat der stationäre Einzelhandel durchaus Chancen, sagen Branchenexperten.

Surfen im Sporthaus. Die „Welle“ im Osnabrücker Sporthaus von Lengermann und Trieschmann sorgt international für Furore. L&T will so eine Antwort auf den Online-Handel geben. Nur: Sind solche Erlebniswelten die Rettung des klassischen Einzelhandels? Foto: Friso Gentsch/dpa

Action im Sporthaus: Da eröffnet das Handelsunternehmen Lengermann & Trieschmann (L&T) vor zwei Jahren in Osnabrück ein Sportkaufhaus. Doch es bietet nicht nur Schuhe, Skier und Shirts an, sondern lässt auch surfen: Ein Wellenbecken gehört zum Konzept, auch Höhentraining und Fitnesskurse werden in dem Sporthaus angeboten. „Wir wollten ein Handelserlebnis schaffen“, sagt L&T-Geschäftsführer Thomas Ganter. Seine Osnabrücker Welle ist längst weltweit bekannt – sogar japanische Touristen haben einen rasanten Ritt auf ihr gebucht.

Ein bisschen Europa-Park, eine Portion Phantasialand in den Citys – sind Investitionen in Erlebniswelten die Rettung für den klassischen Einzelhandel? „Wir brauchen mehr Erlebnischarakter in unseren Innenstädten. Der Wohlfühlfaktor muss stimmen“, sagt Boris Hedde, Chef des Instituts für Handelsforschung (IFH Köln). Es müsse jedoch nicht das große Spektakel sein.

Für Hedde fängt das (Einkaufs-)Erlebnis damit an, dass ein Textileinzelhändler seine Schneiderei nicht in der hintersten Ecke versteckt, sondern seinen Kunden präsentiert. Theresa Schleicher, Handelsexpertin des Zukunftsinstituts von Matthias Horx (Frankfurt), hält große Erlebniswelten hingegen nicht für zwingend notwendig. Ihrer Meinung nach kommt es auf die Vielfalt in den Fußgängerzonen und Einkaufsstraßen an.

Weiterlesen? Registrieren!

  • Zugriff auf alle Inhalte von BNN+
  • Kostenlos bis Jahresende, kein automatisches Abo
  • Weniger Werbung
Die BNN ist berechtigt, Ihre E-Mail-Adresse zur Information über eigene und ähnliche Produkte (wie BNN+, ePaper oder Zeitung) zu nutzen. Sie können der Verwendung jederzeit hier widersprechen, ohne dass hierfür andere als die Übermittlungskosten nach den Basistarifen entstehen.
nach oben Zurück zum Seitenanfang