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Fall aus 2020 entdeckt

Corona-Mutationen: 13 Fälle in Pforzheim und im Enzkreis nachgewiesen

Mutierte Varianten des Coronavirus sind jetzt in der Region Pforzheim nachgewiesen worden. Das zuständige Gesundheitsamt meldete am Dienstag gleich solche 13 Fälle. Der älteste Befund stammt sogar noch aus dem Vorjahr.

Aufschluss im Labor: Eine Medizintechnikerin bereitet Proben vor, um sie auf eine hochansteckende Corona-Mutation zu untersuchen. Foto: Daniel Cole/AP/dpa

Dass früher oder später mutierte Coronaviren in den Tests entdeckt werden, war klar. Schließlich sollen jetzt im Land alle positiven Corona-Tests auf Mutationen geprüft werden. Dass es aber gleich 13 Stück auf einmal sein würden, die das für die Region Pforzheim zuständige Gesundheitsamt meldet, kam am Dienstag doch überraschend.

Elf der Fälle sind Pforzheim zuzuordnen, zwei dem Enzkreis. Die Proben enthielten bislang durchweg die Mutation aus Großbritannien mit der Bezeichnung B.1.1.7, so informiert das Gesundheitsamt.

Die Fälle stehen dabei in keinem erkennbaren Zusammenhang, wie es hieß. Untersucht wurden Befunde bis ins alte Jahr hinein.

Und man wurde im Labor fündig. Die bisher älteste Mutation in der Region wurde in einem Test von Dezember nachgewiesen, erklärte Landratsamtssprecher Jürgen Hörstmann dieser Redaktion.

Gesundheitsamt wegen stagnierender Inzidenz in Sorge

Die neuen, mutierten Varianten gelten als ansteckender als die bisher verbreitete Variante des Virus. Als Erklärung für die zuletzt beobachtete Stagnation der Sieben-Tage-Inzidenz in Pforzheim reicht das laut Gesundheitsamt aber nicht aus. Dafür ist die nachgewiesene Zahl dann doch zu gering.

„Das Gesundheitsamt beobachtet die Stagnation mit Sorge“, sagt Hörstmann. Am Montag lag der Wert in Pforzheim bei 120,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Am Freitag der Vorwoche waren es nur 111,9. Es gelingt aktuell nicht mehr, die Zahl weiter zu drücken. Auch der Landesschnitt von rund 74 hat sich zuletzt nicht mehr nach unten bewegt.

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