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2022 nach Georgien

Fußballnationalmannschaft der Bürgermeister hat große Pläne für die Zeit nach Corona

Es wird wohl ein weiteres „leeres Jahr“ für die Deutsche Fußballnationalmannschaft der Bürgermeister. Nachdem schon 2020 alle Spiele wegen Corona abgesagt werden mussten, wird auch in diesem Sommer nichts passieren. Für die kommenden beiden Jahre schmiedet die National-Elf aber große Pläne.

Steffen Bochinger (links) und Carsten Lachenauer (hier bei einer China-Reise 2017) planen nach einem weiteren Jahr voller Spiel-Absagen für 2022 und 2023. Foto: Carsten Lachenauer

Georgien und USA stehen 2022 und 2023 auf dem Reiseplan der Deutschen Fußballnationalmannschaft der Bürgermeister (DFNB) – falls es Corona zulässt. Doch Carsten Lachenauer ist zuversichtlich, dass der Impfschutz bis dahin so weit gediehen ist und Reisen wieder möglich sein werden.

Die Fahrt nach Georgien sei jedenfalls schon „völlig durchgeplant“, nur ein Zeitfenster müsse noch gefunden werden, sagt der Unterreichenbacher Bürgermeister, der von Anfang an Mitglied der Nationalmannschaft war. Vorgesehen sind bei den Auslandsreisen unter anderem Spiele gegen die jeweiligen Nationalteams.

Die Pläne dürften die Kicker der Schultes-Elf – unter ihnen auch der Kelterner Bürgermeister Steffen Bochinger – darüber hinwegtrösten, dass wohl auch 2021 keine Spiel stattfinden werden. Ursprünglich war wie berichtet geplant, während der Fußball-Europameisterschaft Freundschaftsspiele in der Slowakei zu bestreiten, doch der DFNB-Vorstand hat bei einer Video-Konferenz entschieden, sie wegen der Pandemie-Lage abzusagen.

Alpen-Cup in Rheinstetten soll 2022 nachgeholt werden

Verschoben wurde der Alpen-Cup, der in diesem Jahr mit fünf Nationalteams in Rheinstetten stattfinden sollte und nun 2022 nachgeholt wird. Das Freundschaftsspiel in Keltern gegen Österreich, das im vergangenen Jahr wegen Corona abgesagt wurde, soll im Herbst 2023 ausgetragen werden, sagt Bürgermeister Bochinger im Gespräch mit den BNN.

Für das ebenfalls verschobene Trainingslager in Karlsruhe hat Lachenauer allerdings noch Hoffnung. Es soll Anfang Oktober stattfinden, dann aber in Bad Mergentheim. Der Unterreichenbacher Bürgermeister kann sich gut vorstellen, dass der Termin eingehalten werden kann, falls tatsächlich ab Juni verstärkt geimpft wird. Zumal der Altersschnitt bei den Mitgliedern der Nationalmannschaft über 50 liege, sagt der 54-jährige gebürtige Wieslocher lachend.

Nationalmannschaft der Bürgermeister: Kollegen werden im Trainingslager getestet

Beim Trainingslager sollen daher neun junge Bürgermeisterkollegen in einem Vorbereitungsspiel getestet werden. Manche der 27 DFNB-Mitglieder treten aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr aktiv das Leder, deshalb sucht das Team nach neuen Spielern.

Hoffen auf einen baldigen Spieleinsatz: Die Mitglieder der Deutschen Fußballnationalmannschaft der Bürgermeister. Nachdem dieses Jahr zum zweiten Mal in Folge alle Pläne ins Wasser fallen, richten die Hobbyfußballer nun alle Energie auf 2022. Foto: Carsten Lachenauer

Auch Lachenauer, der in Engelsbrand wohnt, hat wegen Problemen mit dem Knie vor rund anderthalb Jahren sein Abschiedsspiel bestritten. Im DFNB ist er Vorstandsmitglied, Schriftführer und für das Internet zuständig. Steffen Bochinger (45) spielt aktiv in der Abwehr und fungiert als Spielerrat als Bindeglied zwischen Mannschaft und Vorstand.

Bürgermeister hat wenig Verständnis für Spiele vor großem Publikum

Wenig Verständnis hat Lachenauer für die von der UEFA geforderten EM-Spiele im Sommer vor großem Publikum in München: „Prinzipiell halte ich die Austragung von EM-Spielen egal in welchem Land in der aktuellen Lage – die sich bis dahin sicherlich nicht wesentlich verbessern wird – für unverantwortlich und hoffe, dass die Behörden dem noch einen Riegel vorschieben.“

Dass dies von der UEFA als Vorgabe gefordert worden sei, zeigt aber wieder einmal, wie sehr die Funktionäre solcher Organisationen fernab mancher Realität leben, kritisiert der Bürgermeister. Ähnlich sieht das der Kelterner Bürgermeister Steffen Bochinger: „In der aktuellen Lage ist es schwer vermittelbar, wieso jegliche Veranstaltungen von Vereinen und Organisationen untersagt sind und der Profisport vor Zuschauern spielen darf.“

Hier gehe es auch um Schaffung von Akzeptanz und Verständlichkeit, die auf Grund unterschiedlicher und immer häufiger geänderter Corona-Regeln in der Bevölkerung schwinde. „Es darf nicht sein, dass der Profisport auf Grund finanzieller Gründe privilegiert wird“, sagt Bochinger, der eine EM ohne Zuschauer für gerechtfertigt hält.

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