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Wahl im Enzkreis

Zweite Wahl-Runde in Königsbach-Stein verlangt den Kandidaten alles ab

Der erste Wahlgang in Königsbach-Stein war richtig knapp - und am Ende hatte kein Bewerber die nötige Mehrheit. Am Sonntag geht es in den zweiten Wahlgang. Die beiden Kandidaten geben in der Wahlkampf-Verlängerung alles. 

Viele Bürger haben noch Gesprächsbedarf: Amtsinhaber Heiko Genthner will für die Bürgermeisterwahl in Königsbach-Stein auf der Zielgeraden noch so viele Wähler wie möglich von ihrem Programm überzeugen. Foto: Nico Roller

Von Nico Roller

Während auf dem Königsbacher Marktplatz neben ihm der sauber geputzte Brunnen vor sich hin plätschert, führt Heiko Genthner (parteilos) ein Gespräch nach dem anderen. Genthner hofft auf eine hohe Wahlbeteiligung beim zweiten Wahlgang der Bürgermeisterwahl. Das wäre nach seiner Ansicht ein guter Auftakt, um Königsbach-Stein gemeinsam zu gestalten.

Viele Menschen bleiben stehen und suchen das Gespräch mit Genthner. Viele können die ständigen Angriffe auf den Bürgermeister nicht verstehen. „Ich mag die Schmierenpolitik der anderen Seite nicht“, sagt ein Mann und in seiner Stimme liegt ein bisschen Wut. Die „einseitige Schlammschlacht“ der vergangenen Wochen sei nicht sein Stil, erklärt Genthner: „Wir müssen wieder zu einem respektvollen Umgang miteinander und Diskussionen auf sachlicher Grundlage kommen, um den besten Weg für unsere Gemeinde zu finden.“

Heiko Genthner ist sich sicher: Die Mehrheit der Bürger steht hinter ihm. Nun will er dranbleiben – und zwar „mit Vollgas“. Mit seinem Infostand ist er vor Bäckereien, Einkaufsläden und auf dem Wochenmarkt vertreten. Auch seine „Gespräche übers Gartentor“ führt er fort.

Auch Rolf Engelmann (parteilos) will ins Königsbacher Rathaus. Auch er zeigt Präsenz und versucht, in den letzten Tagen vor der Wahl so viele Menschen wie möglich zu erreichen: bei seinen Bürgertreffs vor den Rathäusern und beim Haustürwahlkampf. Rolf Engelmann erklärt, er beziehe zwar klar Stellung, aber er lege auch Wert auf einen sachbezogenen Wahlkampf ohne persönliche Angriffe.

Rolf Engelmann Königsbach-Stein Foto: Nico Roller

„Die Gespräche mit den Bürgern sind konstruktiv“, sagt er: „Ich versuche, mit Argumenten zu überzeugen und auf die Anregungen einzugehen.“ In Stein würden ihn die Menschen vor allem auf den Hochwasserschutz und auf die Parksituation ansprechen, in Königsbach würden vor allem der Verkehr im Bereich des Marktplatzes und nach wie vor das Gewerbegebiet „Laier“ eine große Rolle spielen. Im ersten Wahlgang am 5. Juli hatte Engelmann 45,4 Prozent der Stimmen bekommen, Genthner 49,3 Prozent. Engelmann wertet das als Etappensieg: „Mir ist es wichtig, das Miteinander in der Kommune zu stärken und gemeinsam mit den Bürgern Zukunftsziele zu entwickeln, die anzeigen, wo wir in ein paar Jahren stehen wollen.“

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