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Wahlkampfauftakt

FDP-Landtagskandidat Erik Schweickert in Niefern-Öschelbronn verspricht Lösungen für Kitas und Schulen

Zum Wahlkampfauftakt hat Erik Schweickert ganz bewusst den Bahnhof in Niefern als Schauplatz ausgewählt. Nicht, weil er in Niefern zu Hause ist. Vielmehr kann der liberale Kandidat für den Wahlkreis Enz hier den Finger in die Wunde der Mobilitätspolitik des Landes legen.

Der gerade am Nieferner Bahnhof haltende Abellio-Zug führt Erik Schweickert zu seinem Kernthema „Mobilität“ beim Wahlkampfauftakt am Freitag Foto: Jürgen Peche

Die Trennung des Nahverkehrs auf der Residenzbahn in östlichen und westlichen Enzkreis. Mit all seinen Folgen wie Verspätungen, Zugausfällen, Mängeln in den Abendstunden, Umsteigeproblemen. Gerade bei Abellio habe er Verbesserungen erreicht, so Schweickert, etwa mit einer neuen Spätverbindung nach Karlsruhe. Ende des Jahres werde es sogar einen Zwei-Stunden-Takt vom östlichen Enzkreis Richtung Karlsruhe geben. „Die ersten Schritte sind getan, es werden weitere folgen“, stellt der FDP-Mann in Aussicht.

Als er zuletzt vor fünf Jahren zur Landtagswahl antrat, habe er seinen Wählern versprochen, sich für ihre Belange in Stuttgart einzusetzen. Am Ende dieser Periode resümiert Schweickert: „Mit war es eine Ehre, mich überall dafür einzusetzen, wo der Schuh drückt“. Es drückte viele Anwohner der A8 beim künftigen Lärmschutz oder auch beim Umleitungsverkehr, der die Nachbarorte unzumutbar belasten würde.

Nach seinem Motto: „Hören was ist, machen was geht“, hat Schweickert nach eigenen Worten eine Verbesserung des Lärmschutzes erreicht und mit einer geplanten Echtzeitanzeige für Reisende dafür gesorgt, dass auch bei Staus durch die Baustelle die Fahrer überwiegend auf der A8 blieben.

Schweickert vermittelte auch schon Impftermine

Schweickert hielt am Donnerstag die letzte Rede eines Parlamentariers in dieser Legislaturperiode. Eine von vielen, wie er sagt. Und er zeigt eine Liste mit zahllosen Kleinen Anfragen – als Beleg seines politischen Fleißes. Doch auch auf konkrete Aktionen kann der FDP-Politiker verweisen: Etwa als er nach einem Hilferuf dem Altenheim in Remchingen einen baldigen Corona-Impftermin besorgte. Daneben betreue er mit seinem Sohn an die 200 Bürger über 80 Jahren, und vermittelt ihnen einen Impftermin, „weil es hier im Impfchaos lichterloh brennt“.

Auch für Kitas und Schulen habe die FDP eine Lösung parat. Digitalisierung ist eine davon: Mehr Laptops, mehr geeignete Software und vor allem ein Glasfaseranschluss. Abhängig von Inzidenzen denkt Schweickert an einen Wechselunterricht und insgesamt eine Öffnungsperspektive für Schulen, genau wie für Unternehmen. Für diese spitze sich die Lage zu, da die finanziellen Polster verbraucht seien. „Die versprochene Hilfe wurde verschleppt, kam nie an oder die Betroffenen fielen durchs Raster“, beklagt der Liberale.

Seit Freitag herrscht Wahlkampf. Dabei suche er verstärkt das Gespräch mit der Bevölkerung, bei angekündigten Spaziergängen durch sämtliche 24 Gemeinden des Wahlkreises. Wer will, könne ihn ansprechen, ansonsten hinterlasse er einen Flyer und einen Kochlöffel als FDP-Symbol. Und wie sehen die Chancen einer Regierungsbeteiligung aus? Das eigene Ergebnis liege nach aktuellen Umfragen stabil zwischen neun und elf Prozent und damit besser als vor fünf Jahren.

„Eine gute Ausgangsbasis“ für diverse Koalitionen, so Schweickert. Mit der CDU allein werde es wohl nicht reichen. Die Ampel erfordere ein Zusammengehen mit den Grünen, was er sich mit Kretschmann gut vorstellen könne. Auch mit der Grünen-Kandidatin und Abgeordneten Stefanie Seemann komme er gut aus. Letztlich gehe es aber um Übereinstimmungen bei den Inhalten und nicht um „Regieren oder nicht Regieren“.

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