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Nach Rassismusdebatte

Pforzheims Migranten stehen beim Impfen zwischen Hoffnung und Verschwörungstheorien

Zehn Sozialraum-Impfungen hat die Stadt durchgeführt. 960 Menschen, vorwiegend mit Migrationshintergrund, wurden auf diese Weise seit Christi Himmelfahrt versorgt. Besuche vor Ort zeigen: Es herrscht eine Menge Unsicherheit.

Hat gar nicht wehgetan: Anas Mohammad Al-Daghli hat sich zusammen mit seinem Bruder impfen lassen. Ein wenig fühlt er sich wie ein Versuchskaninchen. Foto: Sebastian Kapp

Mit seinem Bruder zusammen steht Anas Mohammad Al-Daghli vor der Pforzheimer Tafel in der Oststadt. An diesem Samstag geht es allerdings nicht um Hilfsprogramme für Flüchtlinge im eigentlich Sinn. Stattdessen wartet der Syrer auf seine erste Impfung.

Er ist einer von 96 Glücklichen, die an diesem Tag mit Hilfe des Mobilen Impfteams des Pforzheimer Kreisimpfzentrums das ersehnte Vakzin der Firma Biontech erhalten. Skepsis? Zurückhaltung? Das sucht man bei Mohammad Al-Daghli vergebens.

„Ich habe bestimmt 1.000 Mal im Internet versucht, einen Termin zu bekommen“, sagt er. Seine Mutter hatte gerade erst eine schwere Corona-Erkrankung überstanden. Die Schwester hatte das Virus wohl von der Schule mitgebracht. Er und sein Bruder wohnen „zum Glück in einem anderen Zimmer“, blieben isoliert, stehen nun beide auf der Liste.

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