Skip to main content

Trotz Überzahl in der Schlussphase

Der KSC kommt gegen Regensburg nicht über Nullnummer hinaus

Das gab es in dieser Saison noch nie: Ein Spiel des Karlsruher SC endet torlos. Gegen Regensburg war dies nun der Fall, auch weil die Gäste sich als der erwartet unangenehme Gegner erwiesen.

Packendes Duell: Die Gäste vom SSV Jahn Regensburg mit Kapitän Benedikt Gimber (rechts) schenkten dem Karlsruher SC um Benjamin Goller nichts. Foto: Markus Gilliar/GES

Der Karlsruher SC bleibt im Jahr 2021 weiter ohne Niederlage, hat gegen Jahn Regensburg allerdings den nächsten Dreier verpasst. Trotz numerischer Überzahl in der Schlussphase kamen die Badener nicht über ein 0:0 hinaus.

Der erst am Montag von Stoke City ausgeliehene Kevin Wimmer durfte auf der Linksverteidiger-Position direkt von Beginn an ran. Jannis Rabold, der beim 2:1-Sieg in Bochum rund 40 Minuten lang den verletzten Philip Heise links hinten vertreten hatte, saß auf der Bank.

Auf der musste ein weiteres Mal Lukas Fröde Platz nehmen, da sich KSC-Cheftrainer Christian Eichner für Alexander Groiß als Ersatz für Marvin Wanitzek entschieden hatte. Der Vize-Kapitän fehlte aufgrund einer Gelb-Sperre.

Lorenz zielt zu hoch

Nach zerfahrenen Anfangsminuten verbuchte der KSC die erste klare Offensivaktion. Kyoung-Rok Choi schickte Benjamin Goller auf die Reise, der 20 Meter vor dem Tor von Scott Kennedy per Foul gestoppt wurde. Der Deutsch-Kanadier sah dafür Gelb. Den fälligen Freistoß setzte Marc Lorenz dann aber deutlich zu hoch an (5.).

Die im Jahr 2021 noch ungeschlagenen Gastgeber hatten zu Beginn erwartungsgemäß häufiger den Ball, während die Regensburger versuchten, mit aggressivem Zweikampfverhalten und hohem läuferischen Aufwand das gegnerische Kombinationsspiel zu unterbinden. Albion Vrenezi kam nach knapp 15 Minuten dann auch zum ersten Abschluss der Gäste, den Marius Gersbeck problemlos parierte.

Jetzt den KSC-Newsletter abonnieren

Näher dran: Aktuelle Berichterstattung und exklusive Hintergrund-Infos zum KSC - das liefert die BNN-Sportredaktion im neuen kostenlosen Newsletter „Nur der KSC“ jede Woche direkt in Ihr E-Mail-Postfach. Jetzt anmelden

Kobald köpft nach kurioser Eckball-Variante drüber

Auf der Gegenseite kam Christoph Kobald per Kopf dem 1:0 ziemlich nahe. Vorausgegangen war eine kurios anmutende Eckball-Variante, bei der die KSC-Spieler von der seitlichen Strafraumbegrenzung gestartet waren. Philipp Hofmann hatte die Lorenz-Ecke auf Kobald verlängert (16.).

Die Karlsruher Torgelegenheiten häuften sich nun. Nach einem starken Angriff über Jérôme Gondorf, Lorenz und Goller wurde ein Schuss von Choi im letzten Moment geblockt (22.). Vier Minuten später parierte Jahn-Keeper Alexander Meyer einen Flachschuss von Hofmann, den zweiten Versuch drosch Goller übers Tor.

Kampka lässt nach Beckers Foul Gelb-Rot stecken

Die folgenden Minuten gehörten dann allerdings den Gästen, die durch ihren Innenverteidiger Jan Elvedi, der aus kurzer Distanz verzog, zu einer weiteren Chance kamen (31.). Auf der anderen Seite musste Meyer in höchster Not gegen Lorenz klären (34.).

Und kurz vor der Pause forderte Hofmann noch einmal Meyer, der dessen Volleyschuss stark abwehrte (42.). Diskussionsstoff bot wenig später dann ein Foul von André Becker an Christoph Kobald. Der Jahn-Angreifer hatte zuvor bereits Gelb gesehen und konnte von Glück sagen, dass Schiedsrichter Robert Kampka ihn für diese Aktion nicht vom Platz stellte.

Regensburger lassen zunächst nicht nach

Jahn-Trainer Mersad Selimbegovic ließ Becker zum zweiten Durchgang auf dem Feld, brachte allerdings Jann George für Aaron Opoku. Die KSC-Elf blieb zunächst unverändert und gab durch Groiß einen ersten Warnschuss ab (49.). Für den SSV kam Kennedy zum ersten Abschluss nach der Pause, der aber letztlich harmlos war (51.).

Kurz darauf musste Kobald gegen Vrenezi klären, nach der anschließenden Ecke köpfte Elvedi genau auf Gersbeck (55.). Regensburg ließ nicht nach und gestaltete die Begegnung weiter ausgeglichen.

Hofmann, Wimmer und Goller verpassen die Führung

Doch nun war der KSC wieder an der Reihe. Nach einem Lorenz-Freistoß brachte Hofmann nicht genügend Druck hinter seinen Kopfball (57.), kurz darauf kam Wimmer nach einem schnell vorgetragenen Angriff zum Abschluss, setzte den Ball aber neben das Tor.

Goller, der eine Lorenz-Hereingabe knapp verpasste, schloss das Chancen-Triple der Karlsruher ab (60.). Auf der Gegenseite visierte George den Torwinkel an, sein Versuch geriet aber etwas zu hoch (65.).

Gimber sieht Gelb-Rot

Eichner brachte nun mit Babacar Guèye, der für Groiß kam, noch mehr Offensivpower. Und der neue Mann führte sich gleich gut ein, indem er Hofmann bediente. Der zwang Meyer mit einem Flachschuss erneut zu einer Glanzparade (71.).

Die Partie wurde nun ziemlich wild, vor allem auch weil die Karlsruher den Druck erhöhten und so den Gästen Räume boten. Und die letzten Minuten durfte der KSC in Überzahl bestreiten, nachdem der Ex-Karlsruher Benedikt Gimber Gelb-Rot gesehen hatte (78.).

Otto und Guèye vergeben letzte Chancen

Doch die Chance zum Siegtor gab es auf der Gegenseite, als David Otto im letzten Moment von Robin Bormuth geblockt wurde (83.). In der Nachspielzeit vergab Guèye per Seitfallzieher die letzte Gelegenheit.

KSC
nach oben Zurück zum Seitenanfang