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Torloses Remis gegen Jahn Regensburg

Neuzugang Wimmer kommt bei seinem Einstand für den KSC manches englisch vor

Vor wenigen Tagen noch Reservist auf der Insel fand sich Kevin Wimmer am Sonntag in der KSC-Startelf wieder. Gegen Regensburg erlebte der Neue mitunter englische Verhältnisse und wäre beinahe noch zum Matchwinner avanciert.

Kaltstart beim KSC: Neuzugang Kevin Wimmer, der erst am Donnerstag ins Mannschaftstraining eingestiegen war, durfte gegen Jahn Regensburg direkt von Beginn an ran. Foto: Markus Gilliar/GES

Einen Ruf als Torjäger hat sich Kevin Wimmer in seiner Karriere bislang nicht erarbeitet. Ganze zwei Treffer hat der Österreicher in seinen 122 Partien in der Bundesliga, der Zweiten Liga und der englischen Premier League erzielt.

Bei seiner Premiere im Dress des Karlsruher SC wäre am Sonntag beinahe ein weiterer hinzugekommen. Nach knapp einer Stunde kam Wimmer nach einer Stafette über Benjamin Goller, Philipp Hofmann und Marc Lorenz in aussichtsreicher Position zum Abschluss, schob den Ball aber rechts am Regensburger Tor vorbei.

Und so endete eine turbulente Woche für den 28-Jährigen nicht mit dem Siegtor für seinen neuen Club, sondern mit einem torlosen Remis. „Eine Chance war da, das wäre natürlich ein optimaler Einstand gewesen“, trauerte Wimmer hinterher jener Szene aus der 58. Minute noch ein wenig nach.

Nach drei Einheiten kam für Wimmer bereits der Ernstfall

Der KSC-Neuzugang versuchte seinem Einstand letztlich aber vor allem Positives abzugewinnen. „Es hat sich gut angefühlt. Ich glaube, wir haben eine ganz ordentliche Leistung abgerufen“, sagte er und ergänzte: „Wichtig ist auch, dass wir zu Null gespielt haben.“

Viel Zeit war Wimmer nicht geblieben, um sich mit seinen neuen Kollegen und seinem neuen Arbeitsumfeld vertraut zu machen. Der bei Stoke City unter Vertrag stehende Abwehrspieler war erst am Donnerstag beim KSC ins Mannschaftstraining eingestiegen, nachdem das bis zum Sommer verabredete Leihgeschäft am Montag final über die Bühne gegangen war. Drei Einheiten – dann kam schon der Ernstfall in Liga zwei.

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In der ersten Halbzeit nicht immer auf der Höhe

Gerade in der ersten Halbzeit waren Wimmer Anpassungsschwierigkeiten und auch die zuletzt fehlende Spielpraxis anzumerken. Dem gelernten Innenverteidiger, der anstelle des verletzten Philip Heise links in der Viererkette ran musste, unterliefen mehrere Stellungsfehler.

Auch im Aufbauspiel klappte noch nicht alles. Nach rund einer halben Stunde passte Wimmer einen Ball unbedrängt ins Seitenaus, woran der holprige Wildpark-Rasen womöglich nicht ganz unschuldig war. Nach der Pause bot der Linksfuß dann eine solide Partie.

Er kann sich sehr gut selbst einschätzen.
KSC-Trainer Christian Eichner über Kevin Wimmer

KSC-Trainer Christian Eichner zeigte sich im Anschluss zufrieden mit dem Auftritt seines ehemaligen Mitspielers. Für den 1. FC Köln hatten Eichner und Wimmer vor rund acht Jahren gemeinsam gespielt. „Kevin hat einen großen Vorteil: Er kann sich sehr gut selbst einschätzen. Er weiß, was er kann, und er weiß auch, was er nicht kann“, sagte Eichner hinterher über den Neuzugang.

Diesem ist es nach eigener Aussage nicht allzu schwer gefallen, sich in dem neuen Umfeld zu akklimatisieren. Die Mannschaft habe ihn gut aufgenommen, betonte Wimmer, dem dann auf dem Platz so manches englisch vorgekommen sein dürfte. Auf tiefem Geläuf schenkten sich der KSC und der Jahn nichts.

„Kämpferisch sagt man ja immer, dass England richtig gut ist. Aber ich glaube, auch in der Zweiten Liga geht richtig viel über den Kampf – vor allem jetzt, wenn die Plätze nicht so gut bespielbar sind“, erklärte der 1,87 Meter große Abwehrrecke.

Ein Tor im Wildpark wäre für Wimmer nichts Neues

Wie sich Erfolgserlebnisse im Wildpark anfühlen, weiß Wimmer indes ganz gut. Mit dem 1. FC Köln, bei dem er von 2012 bis 2015 unter Vertrag stand, gewann er schon einmal in Karlsruhe und für Hannover 96 gelang ihm beim 6:0-Pokalerfolg im August 2018 sogar ein Tor gegen den KSC. Nur allzu gern hätte Wimmer am Sonntag an gleicher Stelle erneut zugeschlagen.

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