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Tischtennis-Pokalsieger Düsseldorf gewinnt auch ohne Timo Boll

ASV Grünwettersbach fehlen Wang Xi und Glück

Tischtennis-Bundesligist ASV Grünwettersbach hat sein erstes Heimspiel der Saison etwas unglücklich glatt mit 0:3 gegen Rekordmeister Borussia Düsseldorf verloren.

Augenaufschlag: Der Grünwettersbacher Dang Qiu (links) erwartet im Spitzeneinzel das Service des Düsseldorfers Kristian Karlsson. Foto: Oliver Hurst GES/Oliver Hurst

Bei der Rückkehr des Punktspielbetriebs am Sonntag im Tischtenniszentrum des ASV Grünwettersbach folgten die 170 Besucher des Bundesligisten lange Zeit der Bitte des Hallensprechers, wegen der Aerosole ihrer Begeisterung doch tunlichst nonverbal Ausdruck zu verleihen: „Trommelt, klatscht, aber schreit nicht so wild herum!“ Doch als dann im dritten Match des Duells mit Borussia Düsseldorf Neuzugang Deni Kozul gegen Ricardo Walther den Satzausgleich zum 1:1 schaffte, war es mit der Zurückhaltung der Zuschauer vorbei. „Jetzt geht`s los“, skandierten die Fans, deren Hoffnung auf eine Überraschung sich dann aber doch in Luft auflösen sollte. Der Slowene musste sich dem früheren ASV-Profi Walther mit 2:3 Sätzen geschlagen geben und damit der amtierende Pokalsieger dem Rekordmeister etwas unglücklich mit 0:3.

ASV-Neuzugang Kozul hat Pech bei Kantenbällen

Die reine Statistik gibt die Kräfteverhältnisse nicht korrekt wieder. „Das Ergebnis ist klarer, als das Spiel in Wirklichkeit war. Es war ja alles ziemlich eng. Das Quäntchen Glück hat uns gefehlt, das hatte der Gegner“, fasste Dang Qiu enttäuscht den Vergleich der zwei Teams zusammen, die beide zum Saisonauftakt ihre Partien gewonnen hatten. Der Nationalspieler, der auf Position eins ebenfalls etwas unglücklich mit 1:3 (11:8, 8:11, 10:12, 9:11) gegen Kristian Karlsson verloren hatte, dachte bei seinem Statement vor allem an Kozul. Im entscheidenden fünften Satz hatte dessen Gegner Walther gleich bei drei Kantenbällen Fortuna auf seiner Seite. Mit 8:11, 11:9, 11:7, 5:11, 9:11 musste sich Kozul geschlagen geben, nachdem Tobias Rasmussen erwartungsgemäß beim 1:3 (7:11, 11:3, 5:11, 6:11) gegen Anton Källberg auf verlorenem Posten gestanden hatte.

Routinier Wang Xi wegen Blockade im Rücken nur Zuschauer

Dass Rasmussen Einzel spielen musste, war eigentlich nicht vorgesehen gewesen. Der junge Däne aber war gefordert, weil Wang Xi wegen einer Blockade im Rücken nicht spielen, sondern Trainer Joe Sekinger nur beim Coachen unterstützen konnte. Ohne den Routinier, der beim 3:1-Coup in Mühlhausen zum Matchwinner avanciert war, sanken die Chancen auf einen Erfolg gegen Düsseldorf deutlich. Die Borussia ist auch ohne Timo Boll, der seit Wochen ebenfalls wegen Rückenproblemen pausieren muss und auch beim Gastspiel in Karlsruhe fehlte, noch ein Weltklasseteam.

„Ohne Wang Xi waren das natürlich von vornherein ganz andere Verhältnisse“, meinte Martin Werner. Der Manager war mit der Leistung seiner Spieler „zufrieden“, beschrieb seine Gemütslage nach dem 0:3 gleichwohl mit „enttäuscht und stinksauer“. Wie alle Zuschauer, die es mit dem ASV hielten, haderte auch Werner mit ungleich verteilten Netz- und Kantenbällen. Die Laune verdorben hatte Werner zudem eine Szene im Auftaktmatch zwischen Qiu und Karlsson, die er als „Knackpunkt“ bezeichnete. Weil er sich bei einem verlorenen Ballwechsel gestört gefühlt hatte, zettelte der Schwede eine Diskussion an mit der Folge, dass der Punkt nicht zählte. Am Ende triumphierte Qius Düsseldorfer Trainingspartner.

Heimspiel gegen Meister Saarbrücken bereits am 9. Oktober

Für den ASV geht es in dieser von Corona beeinflussten Saison schon am Freitag weiter mit dem Punktspiel in Grenzau. Zwei Tage später startet der Pokalsieger seine Mission Titelverteidigung in Dortmund. Und bereits am 9. Oktober gastiert Meister 1. FC Saarbrücken in Grünwettersbach. Das Spiel war ursprünglich für den 15. November terminiert.

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