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Top-Scorer Lopez fällt aus

Bisons Bühl treten gegen den VfB Friedrichshafen als klarer Außenseiter an

Nach einer vierwöchigen Pause empfangen die Bisons Bühl den deutschen Volleyball-Rekordmeister VfB Friedrichshafen. Der Ausfall von Top-Scorer Tomas Lopez verringert die sowieso schon schlechten Karten.

Bitterer Ausfall: Bühls Top-Scorer Tomas Lopez (rechts), hier bei der 0:3-Hinspielniederlage beim VfB Friedrichshafen mit Dejan Vincic, muss wegen einer Verletzung pausieren. Foto: Günter Kram

Ein Blick auf die aktuelle Tabelle der Volleyball-Bundesliga ist für die Bisons Bühl nicht unbedingt beruhigend. Nach der etwa zur Hälfte absolvierten Hauptrunde liegen die Badener auf dem vierten Platz und somit scheinbar auf Kurs Richtung Saisonziel, das nach dem Abstiegsrang im Vorjahr mit Platz sechs recht ambitioniert formuliert wurde.

Eine genauere Betrachtung macht allerdings deutlich, dass sogar der Einzug in die Play-offs der besten acht Teams in der auf elf Clubs geschrumpften Eliteklasse alles andere als sicher ist.

Zwar verloren die spielfreien Bisons am vergangenen Wochenende keinen Rang, dafür ist das Mittelfeld der Tabelle enger zusammengerückt. Nur vier Punkte beträgt aktuell Bühls Vorsprung auf den Tabellenneunten Netzhoppers Königs Wusterhausen, der am Samstag (20 Uhr) in der Großsporthalle in Bühl antritt.

Vor diesem richtungsweisenden Duell empfangen die Bisons zunächst an diesem Donnerstag (19 Uhr) den Tabellenführer VfB Friedrichshafen zum ersten Spiel des Jahres 2021, rund vier Wochen nach dem 3:1-Sieg in Unterhaching kurz vor Weihnachten.

„Friedrichshafen ist im Moment bärenstark, das wird eine harte Nummer“, sagt Bisons-Manager Oliver Stolle über den Rekordmeister vom Bodensee, der in diesem Jahr bereits zwei Spiele absolvierte und beide für sich entschied.

Bisons ohne große Hoffnung auf einen Sieg

Dem 3:1-Erfolg gegen Herrsching folgte am vergangenen Samstag ein klarer 3:0-Triumph im Spitzenspiel gegen den Dritten Düren. „Wir sind mit der richtigen Energie in das Spiel gestartet und die Jungs haben das richtig gut gemacht“, meinte VfB-Cheftrainer Michael Warm nach der Partie. „Wir waren taktisch sehr gut auf Düren eingestellt und haben vor allem in der Annahme sehr gut gearbeitet. Dann wird es schwer, gegen uns zu gewinnen.“

Dass es schwer wird wissen auch die Bisons, die sich keine allzu großen Hoffnungen auf einen ähnlichen Coup wie zu Saisonbeginn gegen den amtierenden Meister Berlin machen. Im Hinspiel in Friedrichshafen hielten die Bühler Mitte Dezember ordentlich mit und gestalteten bei der 0:3(23:25, 21:25, 22:25)-Niederlage alle drei Durchgänge ausgeglichen. In den entscheidenden Phasen fehlte auch das nötige Glück zu einem Satzgewinn.

Stöhr vertritt verletzten Lopez

Ein Sieg wäre beim erneuten Treffen in Bühl eine große Überraschung. „Wenn Friedrichshafen seine Leistung abruft, dann wird es sehr schwer, etwas Zählbares zu holen“, sagt Bisons-Teammanagerin Ina Schultz. Die zurückhaltende Prognose liegt nicht nur an Friedrichshafens Form, sondern auch an der personellen Situation bei den Bisons.

Besonders die Verletzung von Tomas Lopez schmerzt. Der argentinische Außenangreifer, mit 173 Punkten Top-Scorer der Bisons, knickte im Training um und zog sich einen Mittelfußbruch zu. Lopez fällt mindestens für zwei Partien aus.

Als Vertreter für Lopez kommt in erster Linie Tim Stöhr infrage, der bislang wenig Spielzeit erhielt. „Er hat seinen Job in den letzten Spielen gut gemacht“, lobt Schultz. Neben Stöhr stehen auch die Youngster Simon Gallas und Leon Meier auf dieser Position bereit. Gallas bleibt angesichts der Corona-Lage wohl bis Saisonende in seiner Heimat Bühl, bevor er an seinen Studienort Los Angeles zurückkehrt.

Aloisi wohl in der Rolle des Zuspielers

Wieder besser ist die Lage bei Stefan Thiel, der sich beim Auftritt in Frankfurt am 20. Dezember am Sprunggelenk verletzte. Der Zuspieler trainierte wieder mit dem Team, musste zu Beginn dieser Woche wegen einer leichten Krankheit aber aussetzen. Gegen Friedrichshafen könnte daher Luciano Aloisi die Rolle von Thiel übernehmen. „Wir wollen nichts riskieren“, sagt Schultz mit Blick auf das wichtige Netzhoppers-Spiel am Samstag.

Erst am Mittwoch stiegen derweil die Österreicher Niklas Kronthaler, Florian Ringseis und Mathäus Jurkovics wieder ins Mannschaftstraining ein. Das Austria-Trio erreichte mit dem Nationalteam bei der EM-Qualifikation mit vier Punkten aus vier Spielen (ein Sieg, drei Niederlagen) gegen Gastgeber Israel und Bulgarien den zweiten Gruppenplatz, die Chancen auf ein Ticket zur Kontinentalmeisterschaft sind damit gering. Fünf von sieben Gruppenzweiten sind bei der Europameisterschaft dabei. Die Entscheidung fällt erst im Mai, wenn auch Ungarn mit Bisons-Kapitän Alpar Szabo ins Geschehen eingreift.

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