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Kreistag

Fußballkreis Karlsruhe: Thomas Rößler gleich doppelt als Vorsitzender bestätigt

Thomas Rößler bleibt an der Spitze des Fußballkreises Karlsruhe. Der Vorsitzende wurde beim Kreistag einstimmig wiedergewählt - und das wegen einer Strukturreform gleich zweifach.

Thomas Rößler bleibt an der Spitze des Fußballkreises Karlsruhe. Foto: Markus Gilliar GES/Markus Gilliar

Thomas Rößler hat sich beim 53. Kreistag des Fußballkreises Karlsruhe gleich doppelt über ein glattes Wiederwahl-Ergebnis freuen dürfen. Im Vorgriff auf die neue und in allen Kreisen des Badischen Fußballverbandes (bfv) einheitliche Führungsstruktur, die beim Verbandstag im November abgesegnet werden soll, stimmten die Club-Vertreter am Dienstagabend nach alter und neuer Satzung ab. Mit klarem Ergebnis: Doppelt einstimmig wurde Rößler, der seit 2014 im Amt ist, für die nächsten vier Jahre an der Kreisspitze bestätigt.

Nachwuchsprobleme nicht nur bei Schiedsrichtern

Dringlichste Aufgabe dürfte sein, den zahlenmäßigen Negativtrend im Jugendfußball zu stoppen und Lösungen für die konstant spürbar klaffende Lücke im Schiedsrichter-Bereich zu finden. Nur durch den „beispiellosen Einsatz“ der Unparteiischen sei es überhaupt gelungen, in der Vergangenheit stets alle Partien zu besetzen, bemerkte Rößler.

Einen Grund dafür, warum es an Schiedsrichter-Nachwuchs fehlt, sieht der neue und alte Kreis-Vorsitzende in der mangelnden Anerkennung der Leistung durch Spieler, Trainer und Zuschauer. „Ich frage mich, wo der Respekt bleibt“, sagte Rößler auf der Versammlung im BGV-Lichthof.

An seiner Seite weiß Rößler künftig vier statt bislang zwei Stellvertreter. Als Stellvertreter Spielbetrieb wurde der vormalige Jugendleiter Bernd Bastian gewählt, Vorgänger Wolfgang Keßler trat nicht mehr an. Thomas Längle ist künftig als Stellvertreter Finanzen im Vorstand.

Eins plus vier: Neue Struktur im Vorstand

Neu im Führungskreis ist Frank Menzel, der bis zum Verbandstag am 28. November in Sinsheim noch als Schriftführer fungiert, danach als Stellvertreter Ehrenamt/Vereinsberatung. Vierter im Bunde ist Marko Bozic, der als Stellvertreter Entwicklung/Qualifikation gewählt wurde.

Die Vertreter von 59 Vereinen bestätigten zudem die Wahl von Volker Marschall zum Kreisjugendleiter, Salvatore Lofend bleibt Vorsitzender des Schiedsrichter-Ausschusses. Alle Ergebnisse fielen einstimmig aus. Wie Keßler läutete auch Günter Hörner nach rund 20 Jahren den „langsamen Einstieg in den Ehrenamts-Ruhestand“ (Rößler) ein.

Zuvor hatte Rößler ein unterm Strich positive Bilanz der vergangenen Amtsperiode gezogen. Markant war dabei die Saison 17/18, als der Kreis nach einem wahren Ausfall-Marathon rund 300 Nachholspiele zu bewältigen hatte, und natürlich das spezielle Jahr 2020, in dem Corona für den erstmaligen Abbruch einer Saison sorgte. „Froh und glücklich“ sei man, dass jetzt bereits wieder der Ball rolle, sagte Rößler, der den Clubs ein „dickes Lob“ für deren Umsetzung der Corona-Verordnungen aussprach.

Zahl der Jugendteams sinkt deutlich

Während die Kassenlage bei etwas mehr als 100.000 Euro konstant ist, sinkt die Zahl der Jugendteams seit Jahren deutlich. Waren es 2016 noch 440 Teams, sind es jetzt nach Angaben von Rößler nur noch knapp über 400, „bei einer wachsenden Zahl von Jugend-Spielgemeinschaften“, wie er anmerkte. Noch drastischer ist die Lage bei den Mädchen-Teams, hier gebe es einen Rückgang von rund 50 Prozent.

Die Diskussion um eine mögliche Reduzierung der Staffelgrößen, die der Kreis bei mäßiger Resonanz der Vereine vor dem Corona-Ausbruch angestoßen hatte, bleibt ein Thema - aber eher ein mittelfristiges. „Die Sache ist nicht vom Tisch. Aber zunächst müssen wir die Corona-Auswirkungen hinter uns bringen“, sagte Rößler mit Blick auf die durch den Abbruch der vergangenen Spielzeit teils größeren Staffeln. Die Kreisliga mit 19 Mannschaften spielt deswegen ja nur eine einfache Runde und teilt sich dann in zwei Gruppen auf.

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