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Neue Spielgemeinschaft

Handballvereine TS Ottersweier und TuS Großweier schließen sich zusammen

Die Handballer der TS Ottersweier und des TuS Großweier treten ab der Saison 2021/22 als Spielgemeinschaft in der Landesliga an. Vieles ist schon geklärt. Doch eine entscheidende Position muss noch besetzt werden.

In der Saison 2018/19 spielten der Ottersweierer Marcel Röll (links) und der Großweierer Luca Herrmann gegeneinander, in der nächsten Runde sind die Akteure der TSO und des TuS gemeinsam am Ball. Foto: Thomas Steuerer

Im Handball-Bezirk Rastatt schreitet die Konzentration der Kräfte weiter voran. Wie die Mehrzahl der Vereine im Norden des Südbadischen Handball-Verbands werden nun auch die TS Ottersweier und der TuS Großweier ab der Saison 2021/22 ihr Glück in einer Spielgemeinschaft (SG) versuchen.

Aktuell kämpfen die beiden Traditionsvereine, die einst jahrelang in der Oberliga Südbaden (jetzt Südbadenliga) eine gute Rolle spielten, in der Landesliga Nord um Punkte.

Herrschte zwischen den beiden benachbarten Clubs in der Vergangenheit eine gewisse Rivalität, gibt es mittlerweile keine Berührungsängste mehr. Das hängt maßgeblich damit zusammen, dass man sich kennt.

Dass wir jetzt zusammengehen, ist die logische Konsequenz aus unserer gemeinsamen Jugendarbeit.
Lothar Moser, Handball-Abteilungsleiter der TS Ottersweier

Seit gut einem Jahrzehnt besteht im Jugendbereich eine SG, die nach dem Einstieg des BSV Phönix Sinzheim unter dem Namen Jugendhandball-Akademie (JHA) Baden auftritt.

„Dass wir jetzt zusammengehen, ist die logische Konsequenz aus unserer gemeinsamen Jugendarbeit“, sagt der Ottersweierer Handball-Abteilungsleiter Lothar Moser.

Sascha Ackermann vom TuS Großweier bestätigt diese Aussage: „Die Idee einer SG ist schon vor zwei Jahren entstanden und wird seither diskutiert. Die Ottersweierer und Großweierer Jugendlichen spielen seit langem zusammen in einer Mannschaft und da ist es schwer zu vermitteln, dass man dann im Seniorenbereich getrennte Wege gehen soll.“

Wer wird Trainer?

In regelmäßigen Zusammenkünften, die aufgrund der aktuellen Situation grundsätzlich am heimischen PC abgewickelt wurden, gab es die entsprechenden Informationen für die Funktionäre und Spieler. „Die äußeren Umstände haben die Planungen natürlich nicht vereinfacht“, sagt Moser.

Letztlich wurde aber der SG-Grundsatzbeschluss gefasst, der nun im Einzelnen noch ausgearbeitet werden muss. Abschließend zu klären ist unter anderem die Trainerfrage. Ottersweiers aktueller Coach Volker Heilmann hat sein Interesse bekundet, während der Großweierer Coach Marcel Konjevic eher administrative Aufgaben übernehmen will.

Auch über die Verteilung der Heimspieltermine muss noch konkret gesprochen werden. Keinen Zweifel gibt es daran, dass in der Acherner Winfried-Rosenfelder-Halle sowie in der Ottersweierer Sporthalle ordentlich Betrieb herrschen wird. „Wir rechnen damit, dass vier Männer- und drei Frauenteams sowie zahlreiche Jugendmannschaften an den Start gehen, so dass die Hallen für das Training und die Spiele gut ausgelastet sind“, sagt Ackermann.

Sportliches Niveau soll angehoben werden

Unter dem Strich soll sich die Bündelung der Kräfte positiv auf das sportliche Niveau auswirken. „Wir wollen uns zunächst einmal gut in der Landesliga behaupten und mittelfristig vorne mitmischen“, so Moser, der die Erwartungen einerseits zwar nicht zu hoch ansetzen möchte, andererseits den Blick aber auch nach oben richtet. „Vielleicht ist eines Tages die Südbadenliga drin.“

Mit dieser Aussage liegt er auf einer Linie mit Ackermann, der ausdrücklich betont, dass in allen Überlegungen neben dem männlichen auch der weibliche Bereich berücksichtigt wird.

„In Ottersweier sind die Frauen seit jeher gut vertreten. In Großweier haben wir vor der Saison 2020/21 nach einer Pause wieder eine Mannschaft gemeldet, die zum Zeitpunkt der Unterbrechung der Runde in der Bezirksklasse auf Platz eins lag. Diese Arbeit wollen wir gemeinsam in der SG fortsetzen.“

Zwei Jugendteams pro Altersklasse

Einigkeit herrscht auch beim Thema Jugend. „Die JHA Baden mit Kalman Fenyö an der Spitze hat sich bewährt. Das Konzept mit zwei Mannschaften pro Altersklasse soll beibehalten werden.

Während ein Team leistungssportlich ausgerichtet ist, steht in der zweiten Garnitur eher der Breitensportgedanke im Vordergrund“, sagen Moser und Ackermann übereinstimmend.

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