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Fußball-Verbandsliga

SV Spielberg muss sich überraschend neuen Trainer suchen: Weber will den Verein als Meister verlassen

Fußball-Verbandsligist SV Spielberg muss sich einen neuen Trainer suchen. Sebastian Weber hat überraschend seinen Abschied beim souveränen Tabellenführer zum Saisonende angekündigt.

Sebastian Weber. Trainer des SV Spielberg. Foto: Oliver Hurst GES/Oliver Hurst

Digitale Treffen gehören seit Wochen auch beim SV Spielberg zum Alltag, doch der Video-Call am Samstag hatte mit dem routinemäßigen Online-Training nichts zu tun. Kurzfristig hatte der Fußball-Verbandsligist eine virtuelle Konferenz angesetzt, bei der die Sportliche Leitung und das Trainerteam der Mannschaft angesichts der souveränen Tabellenführung ziemlich Verstörendes zu verkünden hatten: Chefcoach Sebastian Weber und sein Assistent Sören Kaiser werden auf eigenen Wunsch zum Ende dieser Spielzeit den Verein verlassen.

Weber, der mit der Mannschaft bis zum Lockdown acht Siege in acht Spielen feierte, nennt im Gespräch mit den BNN die Beweggründe der Demission zum 30. Juni: „Für Insider dürfte dieser Schritt nicht überraschend gekommen sein. Diese Konsequenz hat sich in den letzten Monaten mehr als abgezeichnet. Aufgrund der Vorgänge und Entwicklungen in der letzten Zeit konnte ich keine Basis für eine weitere Zukunft beim SV Spielberg erkennen. Daher informierte ich den Verein auch schon vor den anstehenden Vertragsgesprächen über den Entschluss.“

Der 37-Jährige, der im März 2019 sein Amt antrat, betont: „Wegen den Jungs ist mir der Entschluss sehr schwergefallen. Das Verhältnis zwischen der Mannschaft und dem Trainerteam ist überragend. Mein Ziel ist, wenn es wieder losgeht, mit der Mannschaft da weiterzumachen, wo wir im Oktober aufgehört haben. Ich will mit meiner Mannschaft Meister werden.“

Verein bedauert Webers Entschluss

Die Rückkehr in die Oberliga erhofft sich auch der Verein. „Unser Ziel muss sein, Platz eins zu halten. Wir wollen alle an einem Strang ziehen und uns für das belohnen, was wir begonnen haben“, sagt Jürgen Szilard. Der Sportliche Leiter betont, dass die Führung des SVS die Entscheidung des Gespanns kalt erwischt habe. Über das, was den auf der Homepage als „Erfolgstrainer“ gefeierten Weber bewegt haben könnte, die Arbeit in Spielberg zu beenden, mochte Szilard „nicht spekulieren“. Der Verein bedauere den Entschluss. „Es ist schade und bringt Unruhe“, sagt Szilard.

Torjäger Fabian Geckle glaubt indessen nicht, dass die Personalie sich negativ auf das Leistungsvermögen der Mannschaft auswirken könnte. „Ich schätze es so ein, dass wir mit der Situation umgehen können und es zu keinem Leistungsabfall kommen wird. Wir haben erfahrene Spieler in der Mannschaft, die so etwas schon erlebt haben.“

Suche nach Nachfolger läuft

Geckle wie die insgesamt 90 Prozent der aktuellen Mannschaft, die nach den Worten von Szilard für die kommende Saison vertraglich schon gebunden sind, sollen möglichst bald den Namen ihres künftigen Trainers erfahren. Er sei bereits in Gesprächen mit Kandidaten, sagt Szilard, der nach eigener Aussage aber lieber mit dem aktuellen Team weitergearbeitet hätte: „Wir wollten die Veträge verlängern.“ Wegen Corona sei aber eben noch kein Termin für ein persönliches Treffen gefunden worden, so der SVS.

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