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Zwischen Karlsruhe und Rastatt

Verkehrschaos auf der A5: Schulklasse leidet im Bus – Gaffer ärgern Polizei

Nichts geht mehr am Dienstagmorgen auf der A5: Vollsperrung nach einem Verkehrsunfall in den frühen Morgenstunden. Auch die Zufahrtsstraßen in Karlsruhe und rund um Ettlingen und im Landkreis Rastatt sind völlig überlastet.

Nichts geht mehr am Dienstagmorgen auf der A5: Vollsperrung nach einem Verkehrsunfall in den frühen Morgenstunden. Foto: Aaron Klewer / Einsatz-Report24

Eigentlich nur kurz von Karlsruhe nach Ettlingen-Oberweier wollte am Dienstagmorgen Yvonne Pieper, die sich aber via Radio über das Chaos rund um Ettlingen informiert hatte. Die Autobahn A5 dicht, kein Durchkommen auf der B3, keines auf der L607, daher „bin ich halt über Spessart und Schöllbronn gefahren“ erzählte sie. Das sei zwar ein ziemlicher Umweg gewesen , aber „besser als gar kein Vorankommen“.

Der Unfall mit drei Lkw und einem Auto auf der A5 bei Malsch in Fahrtrichtung Rastatt am frühen Morgen beeinträchtigte den Verkehrsfluss von und nach Ettlingen weit über die kurze Zeit des Berufsverkehrs hinaus. Ein Mensch wurde bei dem Unfall leicht verletzt.

Besonders ärgerlich: Mitten im Stau, der sich bis in den Mittag zog, stand auch ein Reisebus voller Schulkinder. „Bei uns meldete sich jemand aus dem Bus und wollte wissen, wie lange es noch dauert“, berichtet ein Polizeibeamter des Reviers Rastatt gegenüber den BNN. „Ich konnte allerdings auch keine Details nennen und musste an die Kollegen in Karlsruhe weiterleiten.“

Ob die Schüler am Ende noch im Europa-Park in Rust angekommen sind oder stattdessen im Murgtal wandern waren, ist nicht geklärt.

Auf der B3 kommt es zu einem Auffahrunfall

Während auf der A5 lange Zeit gar nichts ging, da die Fahrspuren über Stunden voll gesperrt waren, war auch an der Abfahrt Ettlingen und von dort weiter auf die B3 praktisch nur Stop-and-Go möglich.

Wer sich alternativ über den Seehof durchs Ettlinger Zentrum auf die alte B3 Richtung Bruchhausen, Malsch und Rastatt quälte, der brauchte ebenfalls jede Menge Geduld. Gleiches galt für die entgegengesetzte Richtung, hier staute sich der Verkehr vor allem in der Ortsdurchfahrt Ettlingen. Die Polizei war mit Ausleitungen, unter anderem an der Behelfsausfahrt Malsch beschäftigt, außerdem an der Anschlussstelle Karlsruhe-Süd und Rastatt-Nord.

Schwer betroffen war neben der B3, wo es zu einem Auffahrunfall kam, auch die B36. „Sämtliche Umleitungsstrecken sind dicht“, bestätigte auch die Pressestelle des Karlsruher Polizeipräsidiums. Wer die Blechkolonnen rechtzeitig entdeckte, schlängelte sich entlang des Rheins in Richtung Rastatt. Geduld war aber auch hier gefragt.

Polizei ärgert sich über Gaffer

Um zumindest auf der Autobahn für ein wenig Entspannung zu sorgen, wurde gegen 11.30 Uhr ein Fahrstreifen auf der Gegenspur für den Verkehr Richtung Süden freigegeben - mit wenig Effekt, wie die Karlsruhe Polizei einräumte: „Trotzdem geht es nur sehr schleppend voran.“ Phasenweise stauten sich vor allem die Lkw bis Karlsbad zurück.

Schnelle Arbeit leisteten dann aber die Abschleppfahrzeuge, die etwa zeitgleich eintrafen. Um kurz nach 12 Uhr vermeldete die Pressestelle schließlich: „Gerade haben wir alle Fahrspuren wieder freigegeben.“ Die Auswirkungen der Vollsperrung auf die Umleitungsstrecken waren jedoch noch lange zu spüren.

Und ohne Gaffer kam auch dieser Unfall nicht aus, ärgerten sich die Ettlinger Beamten. Sie sorgten auf Höhe der Unfallstelle in Fahrtrichtung Norden dafür, dass es auch dort zu Verkehrsverzögerungen kam.

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