
Jetzt ist es amtlich: Nachdem Nagetier-Skelette in zwei Wasserkammern des zentralen Hochbehälters S1 bei Malsch gefunden wurden, war auch die zweite Trinkwasseruntersuchung aus dem Netz negativ. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass keine bakteriellen Verunreinigungen des Wassers vorliegen, teilen die Stadtwerke Ettlingen mit.
Die in die zwei 1984 gebauten Wasserkammern eingedrungenen Siebenschläfer beeinflussen also aktuell die Wasserqualität nicht. Jeweils ein Skelett war in den Becken gefunden worden, nachdem in einen Karlsruher Hochbehälter eingedrungene Siebenschläfer dazu geführt hatten, dass Wasser in manchen Straßen des Stadtteils Wolfartsweier nur noch abgekocht verwendet werden sollte.
125.000 Menschen in der Region Ettlingen versorgt der Hochbehälter
Über den Hochbehälter S1 des Zweckverbands Wasserversorgung Albgau (ZWA) werden 125.000 Menschen versorgt – Ettlingen, Malsch, Karlsbad, Marxzell und Waldbronn-Etzenrot. Gab es in der Vergangenheit Verunreinigungen durch tote Tiere? Ulrich Wagner, stellvertretender Leiter des Gesundheitsamts im Landratsamt erklärte, dass von Nagetieren in Größe eines Eichhörnchens angesichts der riesigen Wassermengen keine größere Gefahr ausgehe.

Jede der betroffenen Kammern im Hochbehälter S1 fasst 1.500 Kubikmeter. Laut den Stadtwerken wird das Trinkwassernetz alle vier Wochen beprobt. Das Problem, dass Siebenschläfer ins Trinkwassersystem eingedrungen sind, melden aktuell auch andere Netzbetreiber im Bundesgebiet.