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Pläne für das Albtal

Zwischen Ettlingen und Straubenhardt sollen wieder mehr Touristen unterwegs sein

Die Tourismusgemeinschaft Albtal plus sieht die Region zwischen Ettlingen, Bad Herrenalb und Straubenhardt nach Corona weiter im Aufwind. Was sie in den nächsten Monaten plant.

Das Albtal vermarktet sich gemeinsam über die Tourismusgemeinschaft Albtal plus. Sie sagt: Nach Corona nimmt die Zahl der Touristen wieder zu. Foto: Sven Lorenz

Ein paar Monate noch, dann ist die Adresse Ettlinger Schloss für die Tourismusgemeinschaft Albtal plus Vergangenheit. Voraussichtlich im Herbst wird sie umziehen in das Sparkassengebäude am Neuen Markt, der bis dahin Erwin-Vetter-Platz heißen soll.

Die Räume, die Albtal plus und die Stadtinformation Ettlingen künftig nutzen, liegen im Erdgeschoss. Sie sind anders als die bisherigen barrierefrei. Das neue, zentraler gelegene Domizil wird just in dem Jahr fertig gestellt in dem die Tourismusgemeinschaft den zehnten Geburtstag feiert.

Dem Zusammenschluss, der den Landstrich zwischen Ettlingen, Dobel und Straubenhardt gemeinsam vermarktet, gehören acht Kommunen an. Nach einer mehrjährigen Pause wieder in den Verbund eingetreten ist Malsch.

„Wir sind froh, dass Malsch wieder mitmacht, weil gerade Völkersbach und Waldprechtsweier touristisches Potenzial haben“, sagt Albtal plus-Chefin Bettina Reitze-Lotz. Nach Corona gehe es im Fremdenverkehr wieder aufwärts. Die Gastronomie („Feine Adressen im Albtal“) berichte von anziehendem Geschäft, die Übernachtungszahlen nehmen wieder zu.

Vor der Pandemie gab es etwa 550.000 Übernachtungen im Einzugsgebiet von Albtal plus, wobei Ferienwohnungen und Anbieter mit weniger als zehn Betten nicht erfasst sind. „Von dieser Zahl sind wir natürlich noch entfernt.“ Schwer einschätzen lasse sich, ob und bis wann neben den klassischen Touristen auch die Geschäftsreisenden zurückkehren.

Im Schnitt blieben Besucher im Albtal für 2,8 Übernachtungen; in diese Zahl eingerechnet sind die Rehagäste aus den Einrichtungen in Bad Herrenalb und Dobel. Julia Strickfaden, Mitarbeiterin von Bettina Reitze-Lotz, berichtet, dass bei Albtal plus inzwischen mehr als 270 Gastgeber gelistet sind.

Wer auf die in der Corona-Zeit überarbeitete Homepage klickt, erfährt alles Wesentliche zur jeweiligen Unterkunft: Preis, Ausstattung, Zahlungsmöglichkeiten, Anfahrt, Sehenswertes in der Umgebung. Direkt über Albtal plus zu buchen, ist jedoch nicht möglich.

Ein siebter Qualitätswanderweg kommt jetzt hinzu

Mittlerweile gibt es sechs Qualitätswanderwege im Albtal. Sie sind gut beschildert, einige sind eher anspruchsvoll, andere kurz und komfortabel.

Ein siebter Qualitätswanderweg kommt laut Strickfaden jetzt hinzu. „Da laufen gerade die letzten Abstimmungen mit Dobel.“ Die besonderen Wanderwege werden alle vom Deutschen Wanderverband zertifiziert, nach drei Jahren erfolgt eine neuerliche Bewertung.

Erlebnis Wildnis: Der Albtal.Abenteuer.Track ist in engerer Wahl für Deutschlands schönsten Wanderweg. Noch kann man dafür abstimmen. Foto: Sven Lorenz

In der engen Wahl für „Deutschland schönsten Wanderweg“ ist derzeit der „Albtal. Abenteuer.Track“, und zwar in der Kategorie Mehrtagestouren. Abstimmen kann das Publikum noch bis Ende Juni. Reitze-Lotz sagt, schon die Nominierung sei ein „ großer Erfolg“.

Der Abenteuertrack ist kein klassischer Wanderweg, sondern ein Outdoor-Erlebnis zwischen Marxzell und der Teufelsmühle, das auch mal durch die Wildnis und über holprige Strecken führt.

Neuestes Projekt der Tourismusgemeinschaft ist eine Wandertour, die durch alle Mitgliedskommunen von Albtal plus führt. Ein angehender Schwarzwaldguide, berichtet Reitze-Lotz, habe die vorgesehene Route schon begutachtet und als geeignet eingestuft.

Geplant seien vier Etappen mit einer Gesamtlänge von 100 Kilometern, garantiert schönen Ausblicken und Sehenswürdigkeiten am Rand der Tour.

Präsenz auf Naturparkmärkten und der offerta im Herbst

Um als Tourismusgemeinschaft wahrgenommen zu werden, ist für Albtal plus Präsenz auf den Naturparkmärkten Pflicht: So am 26. Juni in Bad Herrenalb, am 4. September auf dem Dobel und am 9. Oktober in Straubenhardt.

Genauso steht die Verbrauchermesse offerta im Herbst im Terminkalender. Am Stand in der Messe Karlsruhe werde erfahrungsgemäß gerne „viel Prospektmaterial mitgenommen“, sagen Reitze-Lotz und Strickfaden übereinstimmend.

Längst nicht alles im Tourismus habe sich ins Digitale verlagert. Broschüren, Wanderführer oder auch einfach Fahrpläne – etwa für den neuen Freizeitexpress zwischen dem Kraichgau und dem Albtal – „finden nach wie vor ihre Abnehmer“.

Service

Mehr Informationen unter www.albtal-tourismus.de

Abstimmen für den Albtal.Abenteuer.track kann man unter www.wandermagazin.de/wahlstudio.

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